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Kinder die Videospiele spielen haben als Erwachsene eine verbesserte Gehirnfunktion

Als Kind zu viel Zeit mit Videospielen verbracht? Oder seid ihr Eltern und wollt euren Sprösslingen das viele Zocken absprechen? Eine Studie zeigt, dass videospielende Kinder im Erwachsenenalter kognitive Verbesserungen vorweisen können.

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Videospiele spielen auf Konsolen? Machen nur die wenigsten Menschen! (Bildquelle: Pixabay.com)

Das Wichtigste in Kürze

  • Nintendo 64-Spiel beweist verbesserte Gehirnfunktion, was Gamer schon längst gewusst haben
  • Die Studie aus Spanien zielte eigentlich auf ein anderes Ergebnis aus
  • Erwachsene die als Kind nie Videospiele gespielt haben können nachziehen

Könnt ihr euch noch erinnern als ihr als Kinder immer gehört habt „hör auf zum Videospielen“, dass sei sowieso nur eine „große Zeitverschwendung“? Diese Spieler aus Kindertagen, ob sie heute noch Videospiele spielen – oder nicht, können sich freuen zu erfahren, dass dies nicht der Fall war.

Eine neue Studie hat Beweise dafür gefunden, dass das Spielen von Videospielen in der Kindheit, vor dem 14. Lebensjahr und mit mindestens einigen Stunden pro Woche, messbare Verbesserungen der Gehirnfunktion hervorzurufen scheint, die bis ins Erwachsenenalter andauern.

Die Studie wurde von der Universitat Oberta de Catalunya (Barcelona, Spanien) durchgeführt, die eigentlich untersuchen wollte, ob eine transkranielle Magnetstimulation in Kombination mit Videospielen einen signifikanten Einfluss auf die Gehirnfunktion haben würde. Es wurde festgestellt, dass das Spielen von Videospielen allein einen kognitiven Schub in Bezug auf Gedächtnis, 3D-Raumverständnis und Reaktionszeit darstellte.

Das Interessanteste an der Studie war jedoch die Erkenntnis, dass diejenigen, die in ihrer Kindheit Spiele gespielt hatten, diese Vorteile bis ins Erwachsenenalter trugen, unabhängig davon, ob sie weiterhin aktiv spielten.

Teilnehmer der Studie mussten Super Mario 64 spielen

Die Studie verglich eine Gruppe erwachsener Teilnehmer, die als Kinder noch nie Spiele gespielt hatten, mit denen, die dies getan hatten. Die Studie zeichnete eine Basislinie der kognitiven Fähigkeiten der Teilnehmer auf und beauftragte beide Gruppen, zehn Tage lang täglich 1,5 Stunden lang Super Mario 64 zu spielen.

Super Mario 64 (N64)

Mit Super Mario 64 mussten sich die Teilnehmer der Videospiele-Studie beschäftigen. – (C) Nintendo

Dann wurde die kognitive Fähigkeit unmittelbar nach diesem Zeitraum erneut gemessen und dann 15 Tage später erneut ohne weitere Exposition gegenüber Videospielen während dieser Zeit. Das spezielle Testspiel wurde ausgewählt, da in früheren Studien gezeigt wurde, dass Super Mario 64 die graue Substanz des Gehirns erhöht.

Das Ergebnis der Studie erstaunte die Forscher!

Zu Beginn erzielten die Teilnehmer, die nicht als Kinder gespielt hatten, bei den kognitiven Tests weniger Punkte als diejenigen, die gespielt hatten. Sie holten jedoch schnell auf. Beide Gruppen hatten nach dem Gaming-Training ähnliche Ergebnisse. Mit anderen Worten, das aktive Spielen von Spielen gab denjenigen einen Schub, die noch nie zuvor gespielt hatten, während diejenigen, die als Kinder gespielt hatten, diesen Vorteil anscheinend nie verloren hatten.

Es gibt noch einige Fragen, die bisher nicht geklärt wurden und länger untersucht werden müssen.

Weitere Forschung ist notwendig um das Phänomen aufzuklären

Zum Beispiel bleibt unklar, ob das Spielen als Erwachsener dauerhafte Vorteile bringen kann oder ob das Gehirn in der Jugend noch wachsen und sich entwickeln muss, damit das Spielen eine dauerhafte und dauerhafte Wirkung hat. Darüber hinaus ist nicht bekannt, ob diese Steigerung der kognitiven Funktion Auswirkungen auf das Leben der Spieler außerhalb von Videospielen hat. Was jedoch klar ist, ist, dass das Spielen von Videospielen als Kind die Gehirne der Spieler eindeutig nicht „verrottet“, sondern sie tatsächlich bis ins Erwachsenenalter gestärkt hat.

Erst kürzlich erschien eine britische Studie die besagte „Videospiele machen Kinder schlau und glücklich“.

Ich hoffe meine Kinder halten mir diesen Artikel nicht irgendwann einmal vor, wenn ich ihnen wieder einmal „meine“ Nintendo Switch wegnehme.