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Videospiele machen Kinder schlau und glücklich, laut britischer Studie

Eine neue Studie zeigt die positiven Vorteile des Spielens für Kinder auf, insbesondere in den ungewöhnlichen Zeiten der aktuellen COVID-19-Maßnahmen.

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Der Nintendo Game Boy ist längst Geschichte. Aber er und andere Systeme haben heutige Erwachsene laut einer neuen Studie emphatischer gemacht. (Bildquelle: Pixabay.com)

In den letzten Jahren sind zahlreiche Studien veröffentlicht worden, die die Behauptung aufheben, dass Videospiele bei ihren Spielern gewalttätiges Verhalten verursachen. Während neuere Erkenntnisse darauf hinweisen, dass Eltern sich wahrscheinlich keine Sorgen machen müssen, zeigen Studien auch, dass es einige Möglichkeiten gibt, wie Spieler – insbesondere Kinder – von regulären Spielen profitieren können.

Sind Videospiele für Kinder eine Zeitverschwendung?

Es ist noch nicht allzu lange her, dass viele schnell argumentierten, Videospiele seien Zeitverschwendung für Kinder, aber es scheinen mehr Beweise aufzutauchen, die das Gegenteil vermuten lassen. Videospiele wurden früher mit verbesserten motorischen Kontrollfähigkeiten und sogar positiven Veränderungen in Regionen des Gehirns in Verbindung gebracht. Jetzt zeigt eine neue Studie, dass Kinder möglicherweise mehr Interesse am Lesen und Schreiben sowie an ihrer emotionalen Gesundheit beim Spielen haben.

Die neue Studie stammt aus Großbritannien und dem National Literacy Trust, in dem fast 5.000 Spieler im Alter von 11 bis 16 Jahren untersucht wurden. Laut einer Pressemitteilung waren durchschnittlich 2 von 5 Spielern motivierter, nach dem Spielen auch zu lesen. Darüber hinaus ergab die Studie, dass satte 73% der Spieler angaben, dass sie sich durch Spiele als Teil einer Geschichte fühlten, was ihr Interesse an Erzählungen auf eine Weise steigerte, die möglicherweise zum Lesen oder Schreiben führen könnte.

Videospiele machten Kinder emphatischer

Die Vorteile hörten hier jedoch nicht auf. Kinder in der Studie stellten fest, dass Spiele ihnen halfen, sich in den Schuhen eines anderen vorzustellen, was darauf hinweist, dass Videospiele einen Einfluss auf die Empathieentwicklung von Kindern haben könnten. Darüber hinaus nutzte eine große Anzahl der Teilnehmer Videospiele, um während der COVID-19-Maßnahmen (Social Distancing) mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben, und gab ihnen die Möglichkeit, auch aus physischer Entfernung emotional involviert zu bleiben. Kinder waren nicht die einzigen, die das Lob der Spiele schnell sangen, da 60% der befragten Eltern der Meinung waren, dass das Chatten in Spielen die psychische Gesundheit ihrer Kinder unterstützt.

Viele etablierte Spieler werden diesen Erkenntnissen wahrscheinlich zustimmen, da die soziale Interaktion beim Online-Spielen und die detaillierten, involvierten Geschichten über Videospiele seit Jahrzehnten ein Anziehungspunkt für die Spieler sind. Heutzutage bietet fast jede große Spieleplattform Spielern die Möglichkeit, andere mit gemeinsamen Interessen zu treffen, und die Geschichten, die in Spielen wie The Last of Us 2 erzählt werden, werden immer dramatischer und stehen wohl im direkten Wettbewerb mit älteren Erzählformaten wie Büchern und Filme. Obwohl das letzt genannte Spiel natürlich nichts für Kinder ist.

Während einige Kritiker zweifellos weiterhin versuchen werden, den Finger auf Videospiele als Schuldigen an den Problemen der Gesellschaft und dem schlechten Verhalten von Kindern zu richten, wird es immer offensichtlicher, dass Spiele der Welt, einschließlich der jüngsten Generationen, viel Gutes zu bieten haben.

Videospiele und Konsolen leben ewig

Kindheitserinnerungen werden bei vielen Spielern wach, wenn man bedenkt das nach 18 (!) Jahren ein neues Spiel für den Game Boy Color erscheint. Aber auch für die Dreamcast erscheint 20 Jahre nach ihrer Einstellung ein neues Videospiel.

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