SEGA-Legende Hideki Sato ist tot – Vater von Mega Drive & Dreamcast verstorben
Hideki Sato, ehemaliger Sega-Hardware-Chef und Mitentwickler von Mega Drive und Dreamcast, ist im Alter von 77 Jahren verstorben.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Die Gaming-Welt trauert um eine prägende Persönlichkeit. Hideki Sato, langjähriger Hardware-Chef von SEGA, ist am Freitag, dem 13. Februar 2026, im Alter von 77 Jahren verstorben. Das berichtet die japanische Website Beep21 (via X.com, mit Übersetzungstool). Sato war kein gewöhnlicher Manager. Er war einer der Köpfe hinter fast jeder großen Sega-Konsole, von den frühen 80ern bis in die 2000er. Insgesamt arbeitete er 37 Jahre lang für SEGA, von 1971 bis 2008.
Sein Einfluss begann mit der ersten SEGA-Heimkonsole, der SG-1000. Diese erschien am 15. Juli 1983 in Japan, am selben Tag wie das NES von Nintendo. Doch der wahre Höhepunkt kam mit dem SEGA Mega Drive (USA: Genesis). Das war die Zeit des legendären Konsolenkriegs zwischen SEGA und Nintendo. „Genesis does what Nintendon’t!“, dieser Slogan brannte sich in eine ganze Generation ein. Und Sato stand mitten im Zentrum dieses Kampfes.
Dreamcast: Ein letzter großer Traum
Die letzte große Konsole von SEGA war die Dreamcast. Und auch diese trug die Handschrift von Sato. Kommerziell konnte sie sich nicht gegen die PlayStation 2 behaupten. Viele sprechen bis heute von einem Flop. Und doch gilt die Dreamcast unter Fans und Kritikern als Kultkonsole. Immerhin funktionierte der Internet-Browser der Konsole noch weitere 25 Jahre.
Zu dieser Zeit bekamen wir Arcade-Titel wie Crazy Taxi, aber auch mutige Action-Adventures wie Sonic Adventure und den ersten richtigen Vorläufer für ein Open World-Spiel, Shenmue. Fakt ist: Mit der Dreamcast endete Segas Hardware-Ära und damit auch das Kapitel von Hideki Sato als Konsolenarchitekt. Doch Sato war nicht einfach nur Ingenieur oder Manager. Er war Teil einer Zeit, in der Konsolen noch echte Persönlichkeiten hatten. Sato half dabei, Sega als rebellische Alternative zu positionieren. Ohne Menschen wie ihn hätte es diese ikonische Phase der Videospielgeschichte so nicht gegeben. Wer sich nicht darin erinnern kann, dem empfehle ich die Netflix-Doku „High Score“.
Ein Vermächtnis, das bleibt
Auch wenn Sega heute keine Konsolen mehr baut, lebt das Erbe dieser Ära weiter.
Die Rivalität zwischen SEGA und Nintendo hat die Branche geprägt. Die Dreamcast hat Innovationen angestoßen, die ihrer Zeit voraus waren. Und der Mega Drive brachte Millionen Spieler erstmals in Kontakt mit 16-Bit-Gaming.
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Hideki Sato war an all dem beteiligt.
Für viele ist das mehr als Nostalgie. Es ist ein Stück Kindheit. Danke dafür!
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