GameStops verrückter eBay-Plan könnte platzen – doch ganz vorbei ist er nicht
GameStop soll den eBay-Kauf überdenken. Stattdessen könnte Ryan Cohen auf Partnerschaft, Einfluss und Vorstandssitze setzen.
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Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Die vielleicht verrückteste Übernahme des Jahres könnte doch nicht stattfinden. GameStop erwägt laut einem neuen Bloomberg-Bericht, sein rund 56 Milliarden US-Dollar schweres Angebot für eBay zurückzuziehen. Ganz verabschieden möchte sich CEO Ryan Cohen von eBay offenbar trotzdem nicht.
Statt einer kompletten Übernahme könnte GameStop eine Partnerschaft oder ein Joint Venture vorschlagen. Die Informationen stammen demnach von Personen, die mit den Überlegungen vertraut sind. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen.
Das wäre eine deutliche Kehrtwende. Im Mai wollte GameStop eBay noch für 125 US-Dollar je Aktie übernehmen.
GameStop-Shops könnten für eBay wichtig werden
Die neue Idee klingt zumindest etwas weniger verrückt. eBay könnte im Rahmen einer Kooperation auf die rund 1.600 GameStop-Filialen in den USA zurückgreifen. Bei uns in Österreich gibt es bekannterweise schon länger keine Filialen mehr.
Besonders interessant sind dabei Trading Cards und Sammlerstücke. Beide Unternehmen investieren inzwischen stark in diesen Bereich. GameStop könnte seine Geschäfte beispielsweise stärker als physische Anlaufstellen für Produkte nutzen, die über eBay gekauft oder verkauft werden. Im Gegenzug möchte GameStop laut Bloomberg offenbar Sitze im eBay-Verwaltungsrat erhalten. Cohen würde damit Einfluss auf das Unternehmen bekommen, ohne eine 56-Milliarden-Dollar-Übernahme finanzieren zu müssen. Ein cleverer Schachzug?
eBay hatte das Angebot deutlich abgelehnt
Dass GameStop nun andere Möglichkeiten prüft, kommt nicht völlig überraschend. eBay lehnte das unaufgeforderte Übernahmeangebot im Mai ziemlich deutlich ab und bezeichnete es als weder glaubwürdig noch attraktiv. Vor allem die Finanzierung sorgte für Fragezeichen. GameStop war selbst nur einen Bruchteil von eBay wert und wollte den Kauf unter anderem mit Schulden und neuen Aktien stemmen.
Cohen ließ sich davon zunächst wenig beeindrucken. Noch im Juli erklärte er, GameStop werde den Deal „auf die eine oder andere Weise“ verfolgen. Gleichzeitig erhöhte das Unternehmen seine Beteiligung an eBay auf 9,8 Prozent und gehört damit inzwischen zu den größten Aktionären des Online-Marktplatzes.
Zwischendurch machte Cohen aus der ganzen Geschichte sogar eine kleine Internet-Show und versteigerte auf eBay persönliche Sammlerstücke. Darunter befand sich eine „Master Chief“-Statue aus „Halo 2“-Zeiten, wie im Titelbild angezeigt.
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Bislang hat GameStop das Angebot an eBay nicht offiziell zurückgezogen. Keiner der beiden Konzerne hat den Bloomberg-Bericht bisher kommentiert.
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