GameStop will offenbar eBay kaufen – Ungewöhnliches Übernahmegerücht sorgt für Staunen
Laut Wall Street Journal bereitet GameStop ein Angebot für eBay vor. Sollte das stimmen, wäre es eine der schrägsten Spekulationen.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
GameStop, ja genau, jene Geschäfte die es seit 2022 nicht mehr in Österreich gibt, soll laut einem Bericht des Wall Street Journal ein Übernahmeangebot für eBay vorbereiten. Das klingt absurd? Genau deswegen schlägt dieses Gerücht gerade hohe Wellen. Denn es geht hier nicht um zwei ähnlich große Firmen, sondern um einen potenziellen Vorstoß eines deutlich kleineren Unternehmens auf eine weit größere Handelsplattform.
Besonders brisant: Laut WSJ soll GameStop bereits damit begonnen haben, eBay-Aktien aufzubauen. Sollte sich eBay gegen eine Übernahme wehren, könnte GameStop dem Bericht zufolge sogar versuchen, direkt die Aktionäre anzusprechen. Das ist kein bestätigter Deal, sondern bislang nur ein Bericht über vorbereitende Schritte. Aber allein diese Möglichkeit hat gereicht, um die Kurse beider Unternehmen nachbörslich deutlich zu bewegen, so Reuters.
Kann GameStop überhaupt eBay kaufen?
Die nackten Größenordnungen machen sofort klar, warum die Meldung so viel Kopfschütteln auslöst. Reuters schreibt, dass eBay aktuell ungefähr auf eine Marktkapitalisierung von 46 Milliarden Dollar kommt, während GameStop bei rund 12 Milliarden Dollar liegt. Das der „kleine Fisch“ den „großen Fisch“ schluckt wäre neu.
Genau das ist auch der Grund, warum in vielen Reaktionen sofort die Frage auftaucht: Wie soll GameStop das überhaupt bezahlen? Reuters nennt als wahrscheinliche Mittel eine Mischung aus Fremdfinanzierung und Aktienausgabe. Also genau die Art Finanzierung, bei der ein Teil des Deals nicht mit bereits vorhandenem Bargeld, sondern mit Schulden und neuen Aktien gestemmt wird. Das ist an den Finanzmärkten nicht ungewöhnlich, bei dieser Größenrelation aber besonders auffällig.
So verrückt die Idee klingt, sie kommt nicht ganz aus dem Nichts. GameStop-CEO Ryan Cohen versucht seit geraumer Zeit, das Unternehmen deutlich breiter aufzustellen. Laut WSJ soll GameStop langfristig zu einem viel größeren Handels- und Konsumunternehmen umgebaut werden. eBay würde dazu strategisch durchaus passen, weil die Plattform stark in Bereichen ist, in denen GameStop zuletzt ebenfalls aktiver geworden ist, wie Sammlerstücke oder Trading Cards. Basiert der Big-Deal also nur wegen ein paar Pokémon-Karten?
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Reuters verweist zusätzlich darauf, dass eBay zuletzt in genau diesen Feldern Wachstum gezeigt hat. Auch der Ausbau des Secondhand- und Sammlermarkts spielt eBay in die Karten. Das erklärt zumindest, warum ein solcher Deal auf dem Papier mehr wäre als nur ein neues Meme. Strategisch könnte GameStop mit eBay auf einen Schlag sehr viel relevanter im digitalen Handel werden.
Offiziell ist noch nichts beschlossen
Wichtig bleibt aber: Weder GameStop noch eBay haben den Bericht bisher offiziell bestätigt. Reuters schreibt ausdrücklich, dass beide Unternehmen auf Anfragen zunächst nicht reagiert hätten. Es gibt also derzeit keine bestätigte Übernahme, keinen unterzeichneten Vertrag und nicht einmal eine offizielle Absichtserklärung. Was es gibt, ist ein belastbarer Bericht großer Wirtschaftsmedien, dass GameStop sich auf einen möglichen Vorstoß vorbereitet.
Dass die Märkte die Story trotzdem sofort aufgegriffen haben, zeigt, wie spektakulär diese Spekulation ist. Wild, weil GameStop als Käufer von eBay fast wie ein Rückfall in die 2000er klingt. Irgendwie komplett absurd, aber ich feiere es gerade.
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