Gamestop schließt alle Filialen in Österreich

Möglicherweise verschwinden die Geschäfte aus Österreich und der Schweiz komplett.

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Bildquelle: GameStop

Gamestop gilt für viele Spieler entweder als hilfreicher Laden um Gebrauchtspieleperlen zu finden, oder als Abzockparadies mit viel zu teuren Preisen, das seine Kunden vermeindlich sogar ausspioniert. Sei es wie es ist, in kleineren Städten des Landes sind die Filialen des Videospiel- und Merchandiseverkäufers oft die einzige Möglichkeit an die begehrte Games zu kommen. Mit Anfang 2023 ändert sich das allerdings nun. Denn der globale Videospielriese schließt all seine Filialen in Österreich und der Schweiz.

Auch wenn ein offizielles Statement des Unternehmens noch aussteht, will das Magazin Weekend von einer exklusiven firmeninternen Quelle erfahren haben, dass der österreichweite Rückzug bereits unabdingbar beschlossen sei. Eine Entscheidung, die auch bereits andere Nachrichtenoutlets aufgenommen haben. Der Rückzug soll dabei Anfang 2023 stattfinden und dabei zeitgleich sowohl in Österreich als auch der Schweiz passieren. Alle sieben in Österreich verbliebenen Filialen sollen daraufhin unverzüglich geschlossen und das Inventar im Abverkauf angeboten werden.

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Was ist passiert Gamestop?

Die Entscheidung alle Filialen in Österreich und der Schweiz zu schließen ist natürlich ein drastischer Schritt, aber dennoch einer, der sich seit längerer Zeit abgezeichnet hat. So baute Gamestop in den Vergangenen Jahren immer mehr ihrer Filialen in Österreich ab, bis schlussendlich nur noch wenige übrig waren. So scheint es, dass der Videospielverkäufer nicht mehr mit anderen großen Ketten wie Media Markt oder Müller konkurrieren konnte. Auch spielt die internationale Dominanz des Versandriesen Amazon sicherlich eine wichtige Rolle. So verzichten Spieler mittlerweile oft gänzlich ihre Spiele im Laden zu kaufen und bestellen sie gleich online, wo sie dann bequem bis zur Wohnungstüre geliefert werden.

Trotz des unfassbaren Börsenkurs, den Gamestop dank Internet-Trollen hingelegt hat, scheint sein Schicksal in Österreich nun besiegelt. Da hilft auch eine Filmadaption mit Top-Schauspielern wie Pete Davidson und Seth Rogen wohl nur noch wenig. Vorerst gibt es also nicht viel zu tun, als dem Videospielladen ein letztes Mal Tribut zu zollen. Es waren schöne, wenn auch manchmal überteuerte, Jahre.

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