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Artikel von Markus Bauer +
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Wien, Österreich – Die Nachricht hat viele Gaming-Fans in Österreich kalt erwischt: Die Game City 2026 findet nicht statt. Nach dem Besucherrekord im Vorjahr mit über 87.000 Besucherinnen und Besuchern pausiert eines der wichtigsten Gaming-Events des Landes ausgerechnet dieses Jahr. Laut aktuellen Berichten soll die Veranstaltung 2027 zum 20-jährigen Jubiläum mit einem neuen Konzept zurückkehren. Künftig soll nicht nur das Wiener Rathaus im Mittelpunkt stehen, sondern die ganze Stadt stärker eingebunden werden.

Für viele Fans ist das mehr als nur eine abgesagte Messe. Die Game City Wien war über Jahre ein Treffpunkt für Spieler, Familien, Aussteller, Cosplayer, Entwickler und die österreichische Gaming-Community. Gerade in Wien ist die Szene eng vernetzt. Solche Veranstaltungen sind nicht nur Orte zum Anspielen neuer Games. Sie sind Treffpunkte, Wiedersehen, Community-Momente und oft auch der erste Kontakt junger Spieler mit E-Sport, Games-Kultur und heimischen Projekten.

Der Ausfall schmerzt, aber Wien bleibt nicht ohne Gaming

So enttäuschend die Absage ist, ganz ohne große Gaming-Events bleibt Wien 2026 nicht. Bereits am 11. und 12. Juli 2026 findet im Austria Center Vienna das Esports Festival 2026 statt. Die Veranstalter bezeichnen es als Österreichs „größtes Gaming- und Esports-Event“. Ein Event mit Turnieren, Bühnenshows und Community-Aktivitäten.

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Spannend ist vor allem die Kombination mit dem Spielefest Wien, das ebenfalls am 11. und 12. Juli 2026 im Austria Center Vienna stattfindet. Dort geht es nicht nur um digitale Spiele, sondern auch um Brettspiele, Kartenspiele, Tabletop, Turniere und Neuheiten zum Ausprobieren. Laut offizieller Seite warten über 1.500 Tische, an denen Besucher neue Spiele testen oder Klassiker spielen können.

Österreich gegen Deutschland: Ein Länderspiel, das es so noch nie gab

Ein besonderer Programmpunkt dürfte für E-Sport-Fans interessant werden: Am 11. Juli 2026 treffen im Rahmen des Esports Festivals erstmals die offiziellen Nationalteams von Österreich und Deutschland in einem League of Legends-Länderspiel aufeinander. Laut Pressematerial soll dieses Freundschaftsspiel nicht nur Show sein, sondern auch ein Schritt beim Aufbau langfristiger Strukturen für die Nationalteams.

„Ein offizielles Länderspiel gegen Deutschland ist für uns etwas ganz Besonderes. Viele von uns kennen die deutsche Szene seit Jahren, haben gegeneinander gespielt oder gemeinsam Erfahrungen gesammelt. Jetzt erstmals als österreichisches Nationalteam auf einer großen Bühne anzutreten und unser Land zu vertreten, ist eine große Ehre“, so der 25-jährige Daniel „seaz“ Binderhofer aus Wien, Kapitän des Österreichischen Nationalteams.

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Auch die deutsche Auswahl reist mit hohen Erwartungen nach Wien. Nationaltrainer Danusch „Arvindir“ Fischer erklärt: „Hinter diesem ersten Länderspiel steckt viel Arbeit. Wir haben in den vergangenen Monaten zahlreiche Spieler beobachtet, Gespräche geführt und intensiv daran gearbeitet, eine Mannschaft zu formen, die Deutschland bestmöglich repräsentiert. Jetzt erstmals gemeinsam als Team auf der Bühne zu stehen, das Nationaltrikot zu tragen und vor Fans für Deutschland zu spielen, ist für uns alle ein ganz besonderer Moment“.

Für die österreichische Szene ist das ein starkes Signal. E-Sport bekommt damit eine Bühne, die über ein normales Turnier hinausgeht. Österreich gegen Deutschland funktioniert sofort als sportlicher Aufhänger. Nicht immer muss dabei Fußball und Córdoba im Zusammenhang stehen.

League of Legends - Bild: (C) Riot Games

League of Legends – Bild: (C) Riot Games

Im August wird Wien zur Fortnite-Bühne

Noch größer wird es am 15. August 2026 mit Red Bull Reshuffle, ebenfalls im Austria Center Vienna am Bruno-Kreisky-Platz 1 im 22. Wiener Gemeindebezirk. Das Event bringt internationale Fortnite-Profis nach Wien. Laut Red Bull treten 40 Top-Spieler im Reload-Modus an. Der Clou: Die Duos werden immer wieder neu gemischt. Damit gewinnt nicht einfach nur das eingespielteste Team, sondern der Spieler, der sich am besten auf wechselnde Partner einstellen kann.

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Auch das Preisgeld ist ein klares Ausrufezeichen. Red Bull Reshuffle wird mit 50.000 Euro dotiert. Gespielt wird im Hauptsaal des ACV, vor Publikum und im Livestream. Fortnite-Namen wie Mr. Savage, Mongraal, Vadeal und Vico sind angesagt. Für Österreich ist das ein starkes internationales Signal, weil Wien damit nicht nur lokaler Treffpunkt, sondern Bühne für Profi-E-Sport wird.

Die Community braucht jetzt genau solche Treffpunkte

Die Absage der Game City 2026 (via Facebook) bleibt bitter. Daran ändert auch ein starkes Alternativprogramm nichts. Die Veranstaltung hatte einen eigenen Charakter, gerade durch die Lage im Wiener Rathaus und die breite Mischung aus Games, Jugendkultur, Bildung, Familie und Community. Trotzdem zeigt der Blick auf Juli und August: Wien verliert 2026 nicht seine Gaming-Szene.

Im Gegenteil. Das Esports Festival, das Spielefest Wien und Red Bull Reshuffle können in diesem Jahr besonders wichtig werden. Sie bieten Fans die Möglichkeit, sich trotzdem zu treffen, gemeinsam zu spielen, Matches live zu erleben und die Szene sichtbar zu halten. Für viele wird das kein Ersatz für die Game City sein. Aber es kann ein starkes Zeichen sein.

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Die Game City pausiert. Die österreichische Gaming-Community nicht.

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