Entwickler von Clair Obscur: Expedition 33 teilt gegen AAA-Studios und Ubisoft aus
Der Chef von Clair Obscur: Expedition 33 sprach in Interviews über seine vorherigen Jobs in der AAA-Branche. Dort sieht er Sackgassen.
Werbung
Klaus Kainz Ein freiberuflicher Schreiber für Chronik-Themen, manchmal auch Kultur. Vor allem aber ist er faszinierter Zocker seit mehreren Jahrzehnten. Denn Resident Evil ist intensiver als jeder Horrorfilm, Bloodborne oder Metroid Prime immersiver als jeder Fantasy-Roman - und Dampf ablassen geht kaum besser als mit Streets of Rage oder Ninja Gaiden.
Artikel ist älter als ein Jahr: Es ist möglich, dass sich die darin enthaltenen Informationen inzwischen geändert haben!
Clair Obscur: Expedition 33 schlägt hohe Wellen. Der von Klassikern wie Final Fantasy und Lost Odyssey inspirierte Überraschungshit sieht nämlich aus wie ein teuer produziertes AAA-Spiel, wurde aber von einem relativ kleinen Kernteam mit rund 30 Mitarbeitern entwickelt. Auch bei den Verkaufszahlen hat Clair Obscur eingeschlagen: Zwölf Tage nach seinem Launch zählt der Titel bereits über zwei Millionen Spieler (via X).
Was hat Clair Obscur: Expedition 33 mit Ubisoft zu tun? Das für den Titel zuständige Sandfall Interactive wurde ursprünglich vom Ubisoft-Veteranen Guillaume Broche gegründet. Von seinem Job beim französischen Publisher war er aber “gelangweilt”, verriet er der BBC. Deswegen hat er 2020 für sein Traumprojekt über soziale Medien wie Reddit und SoundCloud ein frisches Team rekrutiert, das nun in Montpellier angesiedelt ist.
Das rundenbasierte RPG sticht mit seinem französischen Anstrich und Inspirationen aus Japan jedenfalls aus der Masse heraus. Aus Sicht des Game Directors wäre die Produktion des Titels bei einem großen Publisher aber nicht möglich gewesen. „Für diese Art von Projekt mit einer neuen Marke, einer originellen Geschichte und originellen Charakteren, ist es sehr schwer, in einem größeren Unternehmen einen Antrag zu stellen”, so Broche in einem Interview mit dem YouTube-Kanal Pouce Cafe (via Dexerto).
Twitter/X-Inhalt
Dieser Inhalt stammt von X bzw. Twitter und kann personenbezogene Daten übertragen. Mit einem Klick auf „Inhalt anzeigen“ gibst du diese Funktion in deinem Browser für mindestens 1 Jahr frei. Du kannst die Einwilligung jederzeit über den Button direkt unter dem Embed widerrufen.
Denn in großen Firmen müsse „man sich in der Regel erst beweisen” und gut etabliert sein, “um überhaupt die Chance zu haben, ein solches Projekt zu bekommen”. Bei Ubisoft hätte Broche vielleicht “25 Jahre gebraucht”, um Clair Obscur durchzuboxen. “Und dafür habe ich nicht genug Geduld.” Zudem sei die freundschaftliche Atmosphäre im Team ausschlaggebend für die Qualität des Spiels gewesen. “Diese Flexibilität und Beweglichkeit haben nur Indie-Studios„, fuhr er fort. Das habe aber gleichsam „sehr wenige Urlaube und schlaflose Nächte über mehrere Jahre hinweg“ mit sich gebracht.
- JRPG-Klassiker soll trotz Kickstarter-Debakel wiederkommen
- Lesenswerter Artikel
- Watch Dogs Legion soll 2027 zurückkehren: Jetzt bestätigt eine zweite Quelle Ubisofts ungewöhnlichen Plan
- Lesenswerter Artikel
- Assassin’s Creed Hexe: Neue Details zu Hauptfigur, Schauplätzen und Story
- Lesenswerter Artikel
- Ganondorf als Hauptfigur: Nintendo lehnte Ubisofts fertigen Prototyp ab
- Lesenswerter Artikel
- Beyond Good & Evil 2 – 18 Jahre später sucht man bei Ubisoft noch immer Entwickler
- Lesenswerter Artikel
- Rainbow Six Siege: GTA 6 kommt und Ubisoft will Spieler „wie Könige“ behandeln
- Lesenswerter Artikel
- Assassin’s Creed Mirage bekommt eine eigene AlUla-App
- Lesenswerter Artikel
- Diese großen Publisher machen beim Xbox Disc-to-Digital-Programm nicht mit
- Lesenswerter Artikel
Frankreichs Präsident beglückwünscht Indie-Studio
Als Clair Obscur die erste Million knackte, feierte Sandfall den Erfolg mit einem Post auf Instagram – in der Kommentarspalte gratulierte daraufhin der offizielle Account des französischen Staatsoberhaupts Emmanuel Macron: “Eine Million Exemplare und bis heute eines der am besten bewerteten Spiele der Geschichte: und ja, es ist Französisch! Bravo an Sandfall Interactive und an alle Schöpfer von Expedition 33.”
Hast du einen Fehler entdeckt oder weitere Infos zu diesem Artikel? Dann schick uns gerne dein !





