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Artikel von Markus Bauer +
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Watch Dogs: Legion soll fast sieben Jahre nach seinem ursprünglichen Release tatsächlich noch einmal zurückkehren. Ubisoft plant laut einem neuen Bericht von Insider Gaming einen Director’s Cut für die erste Jahreshälfte 2027. Noch wichtiger ist allerdings eine zweite Information: IGN hat inzwischen nachgelegt und erklärt, durch eigene Quellen ebenfalls von Ubisofts Plänen für eine überarbeitete Version des Open-World-Spiels erfahren zu haben. Offiziell angekündigt ist der Director’s Cut weiterhin nicht.

Damit hat sich die Situation seit unserem ersten Bericht vom Februar 2026 deutlich verändert. Damals hatte Insider Tom Henderson erstmals davon gesprochen, dass Ubisoft an einer neuen Version von Legion arbeitet. Genannt wurden neuer Content, frische Motion-Capture-Aufnahmen sowie ein sogenannter Night Mode. Was genau hinter diesem Modus steckt und wie umfangreich der zusätzliche Inhalt ausfällt, blieb offen. Auch die neuen Berichte vom Oktober bestätigen diese einzelnen Features bislang nicht erneut. Das erste konkrete Release-Fenster gibt es aber jetzt.

Ubisoft will offenbar mehr verändern als nur Grafik und Auflösung

Eine einfache PS5- oder Xbox-Series-Neuauflage würde wenig Sinn ergeben. Watch Dogs: Legion besitzt bereits native Versionen für die aktuellen Konsolen und bekam nach dem ursprünglichen Release technische Verbesserungen.

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Die Hinweise auf neues Motion Capture und zusätzliche Inhalte sprechen deshalb eher dafür, dass Ubisoft am eigentlichen Spiel arbeitet. Insider Gaming bezeichnet die Neuauflage inzwischen sogar als eine Art „Remake“. Wie weit diese Überarbeitung tatsächlich geht, ist allerdings nicht bekannt. Gerade beim sogenannten „Play-as-Anyone“-System gäbe es viel Raum für Veränderungen. Legion verzichtete auf einen klassischen Hauptcharakter und ließ dich stattdessen fast jeden Einwohner Londons für DedSec rekrutieren. Das technisch beeindruckende Konzept hatte allerdings eine Konsequenz: Viele Figuren wirkten austauschbar und der Geschichte fehlte eine klare Hauptfigur.

Später versuchte Ubisoft bereits, diesen Schwachpunkt mit bekannten Charakteren abzufedern. Die Bloodline-Erweiterung brachte Aiden Pearce aus dem ersten Watch Dogs und Wrench aus Watch Dogs 2 zurück. Ob der Director’s Cut stärker auf solche festen Figuren setzt oder sogar Teile der Kampagne verändert, ist derzeit nicht bekannt. Genau deshalb sind die neuen Motion-Capture-Aufnahmen interessant. Sie deuten zumindest darauf hin, dass Ubisoft nicht lediglich Texturen austauscht und das bestehende Spiel erneut veröffentlicht.

Angeblich erwartet uns 2027 ein Director's Cut von Watch Dogs: Legion. Bestätigt wurde es bisher offiziell noch nicht. - Bild: Ubisoft

Angeblich erwartet uns 2027 ein Director’s Cut von Watch Dogs: Legion. Bestätigt wurde es bisher offiziell noch nicht. – Bild: Ubisoft

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Warum gibt Ubisoft ausgerechnet Watch Dogs Legion eine zweite Chance?

Das bleibt die ungewöhnlichste Frage hinter dem Projekt. Wenn Ubisoft die „Watch Dogs“-Reihe zurückbringen möchte, wären auch ein Remaster des ersten Teils oder eine modernisierte Version von Watch Dogs 2 naheliegend. Stattdessen investiert der Publisher offenbar erneut in den Teil, der das klassische Konzept der Serie am stärksten verändert hatte.

Die Entscheidung könnte allerdings weniger mit Nostalgie und mehr mit vorhandener Technik zu tun haben. London, Missionen, Charaktere, Fahrzeuge und die grundlegenden Systeme existieren bereits. Ein umfangreicher Director’s Cut von Watch Dogs: Legion wäre damit wahrscheinlich wesentlich schneller umzusetzen als ein komplett neues Spiel. Ubisoft könnte gleichzeitig testen, wie groß das Interesse an der Marke im Jahr 2027 noch ist. Ob das tatsächlich die Strategie hinter dem Projekt ist, wurde vom Unternehmen allerdings nicht bestätigt.

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