Down to Hell – Review
Kopfüber in die Hölle
Manuel ... hat seit dem NES keine Nintendo-Konsole ausgelassen und so zahlreiche Spielereihen wie Super Mario Bros., The Legend of Zelda oder Super Mario Kart von Anfang an erlebt. Im Laufe der Jahre haben jedoch auch Konsolen von Sega, Sony und Microsoft ihren Weg in sein Nintendo-Wohnzimmer gefunden. Für ihn ist jedes Videospiel ein eigenes Kunstwerk, das verstanden werden sollte – daher beschränkt sich seine Begeisterung nicht nur auf ein bestimmtes Genre.
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Down To Hell ist ein moderner Sidescroll-Slasher in welchem man sich mit einem Schwert bewaffnet gegen Horden von Dämonen stellt. Das Spiel wurde von Red Dev Studio S.A. und Ultimate Games S.A. entwickelt und veröffentlicht. Es ist bereits am 18.04.2019 für MS Windows und Mac erschienen. Auf Konsole wurde das Spiel einzig für die Nintendo Switch am 19.12.2019 herausgebracht. Wir haben für euch die Nintendo Switch Version getestet.
Von einem Mädchen gerettet
In Down to Hell startet man als Ritter mit Schwert bewaffnet in einem dunklen Wald. Immer wieder wird man von höllischen Kreaturen angegriffen bis man scheitert. Dem Tode ins Auge blickend, wird der Held plötzlich von einem Mädchen gerettet. Sie treibt die Bestien zurück, wird am Ende aber selbst von einem der Monster überwältigt und entführt. Nachdem man sich erholt hat, geht man tiefer in den Wald. Man trifft auf einen alten Mann, der dem Ritter mitteilt, dass es nun des Helden Schicksal ist, das Mädchen zu retten.

Down to Hell – © Red Dev Studio S.A.
Kein Mittagspaziergang
Es geht gleich spielerisch mit einem kurzen Tutorial los, welches einen die Grundsteuerung lehrt. Wir erlernen dabei eine simple, aber dafür kombolastige Steuerung. Während dem Spielgeschehen wird die Geschichte von einem Erzähler aus dem Off erzählt. Das ist eine sehr interessante Herangehensweise dem Spieler die Story des Helden näher zu bringen. Immer wieder wird der Held in ruhigen Momenten von der Stimme aus dem Off an seine eigene dunkle Vergangenheit erinnert. Diese Puzzlestücke seiner eigenen Vergangenheit motivieren dabei sehr zum Weiterspielen.
Im Kontrast dazu steht leider der nicht auswählbare, sehr hohe Schwierigkeitsgrad von Down to Hell, weswegen das Spiel schon von Beginn an kein Mittagspaziergang ist: Tiefe Abgründe und tödliche Fallen beenden das Dasein sofort. Für den anderen nicht viel langsameren Tod gibt es noch Herden von Dämonen, welche mal aus der Nähe, mal aus der Entfernung oder gar auf beide Arten bezwungen werden müssen. Weiters stehen dem Helden noch ein paar speziellere Attacken und Magie zur Verfügung, welche für schwierigere Gegner, wie die Endbosse die am Ende jedes Levels auf uns warten, von Nöten sind. Aber Achtung: Wer sich bei Down to Hell auf das typische „man-merkt-sich-einfach-das-Boss-Schema“ verlassen will sei gewarnt: Hier können die Bosse ihre Strategie ändern. Das ist ein großer Pluspunkt, aber gleichzeitig auch ein Manko vom Spiel, da nur hier nachgedacht werden muss und die sonstigen Gegner meist mittels Button-Mashing bezwungen werden.

Down to Hell – © Red Dev Studio S.A.
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Pop-Up Kinderbuch und Hampelmänner
Die Grafik von Down to Hell hat einen sehr eigenen Stil bekommen: Auf den ersten Blick einfach, aber beim näheren Betrachten sehr detailliert. Die Darstellung der Welt besteht aus mehreren Schichten aus animierten Hintergründen. Der Aufbau erinnert an ein Pop-Up Kinderbuch – mit Horrorelementen. Die Gegner und ihre Gliedmaßen wirken optisch so als ob sie sich nur an gewissen Punkten drehen, sodass die Bewegungen wie die von Hampelmännern wirken. Die Kamera ist meistens weiter weg, zoomt aber bei gewissen Attacken kurz ins Bild, während man literweise Blut spritzen sieht. Diese ganzen Details geben dem eigens kreierten Grafikstil des Spieles eine sehr persönliche Note. Die Zwischensequenzen wirken von Hand gezeichnet und haben einen dreidimensionalen Effekt, da auch diese mit Schichten überlappt sind.

Down to Hell – © Red Dev Studio S.A.
Off-Stimme
Während der Levels läuft eine eher ruhige, vor sich dahindümpelnde Musik. Dafür knallt uns überraschenderweise ein Heavy Metal Track um die Ohren, der sogar Vocals beinhaltet (!), sobald man auf Bosse trifft. Abseits der musikalischen Untermalung, sorgt noch der besagte und talentierte Geschichtenerzähler für die richtige Stimmung. Der Sprecher unterhält uns während des ganzen Spieles und ist wirklich sehr gut gecastet worden. Die Unterhaltungen zwischen den Figuren in Down to Hell sind aber leider nicht synchronisiert.
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Fazit
Der leider einzige Schwierigkeitsgrad scheint direkt aus der Hölle zu sein. Dafür offenbart sich je weiter man kommt eine mehr und mehr interessante Geschichte, die man sogar von einem Sprecher erzählt bekommt. Der Grafikstil hat Charme und der Soundtrack überrascht durch seine situationsbedingten Stilwechsel.
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