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Die Unterschiede zwischen dem Online Casino und Videospielen

Artikel von (Gastartikel)
Bildquelle: Pixabay

Spiele üben eine Faszination auf uns, Menschen, aus, ganz egal ob man dabei im Casino online Echtgeld einsetzt oder es in Videospielen nur um virtuelle Werte geht. Dass dem so ist, zeigen sowohl die steigenden Nutzerzahlen der Online Casinos als auch die immer größeren Absatzmärkte der Videospiel-Industrie.

Der Mensch hat einen angeborenen Spieltrieb, wie man ihn auch von anderen Säugetieren wie beispielsweise Katzen kennt. Als Kind baut man etwa Türme aus Lego oder spielt Einkaufen mit den Freunden. Erwachsene leben ihren Spieltrieb eher bei sportlichen Wettkämpfen, im Casino oder bei Videospielen aus.

Können und Glück

Glücksspiel übt schon immer einen ganz besonderen Reiz auf Menschen aus. Hier werden Nervenkitzel, Abwechslung und neue Erlebnisse geboten. Für den Ausgang des Spiels ist in der Regel vor allem der Zufall verantwortlich und nur in geringem Ausmaß (oder gar nicht) das Können des Spielers. Ganz im Gegensatz dazu steht bei Videospielen oft das Können im Vordergrund. Aus einigen Videospielen haben sich eigene digitale Sportarten, sogenannte E-Sports, etabliert. Dabei treten die besten Spieler des jeweiligen Titels bei internationalen Wettkämpfen gegeneinander an. Fans verfolgen die Partien online oder sogar in Stadien und den Gewinnern winken teils astronomische Preisgelder.

Videospiele mit Glücksspiel-Mechaniken

Doch bei genauerer Betrachtung gibt es durchaus auch einige Gemeinsamkeiten. Bei der Entwicklung von Videospielen wird sich immer mehr bei klassischen Elementen aus dem Glücksspiel bedient. Die inzwischen eher verpönten „Lootboxen“ bezeichnen ein System, bei dem meist kosmetische digitale Gegenstände hinter einem Zufallsgenerator versteckt sind. Für das Öffnen einer solchen Truhe können oft sowohl die eigene digitale Währung als auch echtes Geld verwendet werden. Zwar handelt es sich bei diesen Systemen nicht um elementare Bestandteile, die das Wesen des Spiels verändern. Aber sie nehmen doch deutlichen Einfluss auf das Empfinden der Spieler und erhöhen definitiv die Anziehung auf manche Spieler.

Ein Franchise, das immer wieder für eine derartige Mechanik kritisiert wird, ist der Fußballsimulator FIFA von EA. Die Serie mit jährlicher Neuauflage ermöglicht es Spielern, im Multiplayer-Modus „Ultimate Team“, Kartenpacks zu öffnen, aus denen man eine Vielzahl an Fußballspielern ziehen kann. Statt also, wie in vielen anderen Spielen mit einer ähnlichen Mechanik, nur kosmetische Gegenstände erhalten zu können, handelt es sich hier tatsächlich um ein sogenanntes „Pay-to-win-System“. Man kann seine Chancen auf erfolgreiche Partien also signifikant erhöhen, wenn man mit echtem Geld Kartenpacks öffnet und so die besten Spieler ziehen kann. Da hier also im Prinzip Minderjährige Glücksspiel ausgesetzt werden, hat EA auch schon mehrere Klagen am Hals.

Abseits von diesen Mechaniken gibt es in einigen Spielen sogar virtuelle Casinos. Im sehr beliebten Videospiel Grand Theft Auto V beispielsweise wurde nachträglich ein digitales Casino eingefügt. In diesem kann man all die verschiedenen Glücksspiele spielen, die man sonst nur aus dem echten Casino kennt. Zwar hat man dabei nur mit virtuellen Dollars zu tun, die man sich ganz normal im Spiel freischalten kann. Allerdings kann man durchaus auch echtes Geld in GTA V einzahlen. Da die Alterskontrolle nach dem Kauf des Spiels praktisch ausgehebelt ist, werden auch hier Minderjährige dem Glücksspiel ausgesetzt. Oftmals kaufen Eltern ihren Kindern einfach das gewünschte Spiel und lassen es von da an mit dessen Inhalten alleine. Bei Online Casinos und landbasierten Casinos ist die Alterskontrolle natürlich deutlich strenger.

In Bezug auf die Gemeinsamkeiten mit dem Glücksspiel lassen sich klare Unterschiede bei den einzelnen Genres der Videospielbranche erkennen. Das klassische Bezahlmodell bei Videospielen ist ja, dass man das Spiel für einen fixen Kaufpreis ersteht und das Spiel dann unbegrenzt lange nutzen kann. Aktuell sind aber sogenannte Free-to-Play-Spiele auf dem Vormarsch. Hier kann der Spieler völlig kostenlos auf die Software zugreifen und muss in der Regel kein Geld bezahlen, um voranzukommen. Allerdings neigen gerade diese Spiele dazu, den Spieler mit Mechaniken aus dem Glücksspiel so sehr in den Bann zu ziehen, dass er langfristig eben doch Geld ausgibt.

Wo das große Geld verdient wird

Sowohl bei Free-to-play-Spielen als auch bei Online Casinos wird der große Gewinn aber nicht mit dem durchschnittlichen Spieler gemacht, sondern viel mehr mit den sogenannten Walen. So werden beispielsweise beim Free-to-Play Spiel Kongregate 84 Prozent der Umsätze mit nur sieben Prozent der Spieler gemacht. In Online Casinos kennt man diese Wale auch unter dem Begriff High Roller. Sie spielen mit besonders hohen Einsätzen und spülen den Anbietern so langfristig das Geld in die Tasche.

Fazit

Es existiert also immer noch der grundlegende Unterschied zwischen Videospielen und Glücksspiel, dass bei dem einen der Fokus auf Können und beim anderen der Fokus auf dem Glück beziehungsweise Zufall liegt. Doch es gibt auch im Online Casino Spiele, bei denen das Können eine Rolle spielt, wie zum Beispiel Poker. Und die Welt der Videospiele schaut sich immer öfter bei den Entwicklern von Glücksspielen ab, wie diese die Nutzer bei der Stange halten und dazu bringen, Geld auszugeben.