DDR5-Schock für PC-Spieler: AMD rechnet mit jahrelang hohen Preisen
Steigende Nachfrage, Produktionskürzungen und der KI-Boom könnten die Speicherpreise länger hoch halten als viele PC-Spieler hoffen.
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René Nikel Seit Dino Wars oder North & South am Amiga hat sich in der Spieleindustrie so einiges verändert, meine Leidenschaft für Videospiele allerdings nicht. Bereits mit fünf Jahren hatte ich zum ersten Mal einen Joystick in der Hand und seit diesem Moment war die virtuelle Welt wie ein zweites Zuhause für mich. Ich finde so ziemlich jedes Genre interessant, selbst wenn es sich nur um einen kleinen Indie Titel handelt. Die aktuellste Nintendo Konsole und ein leistungsstarker PC gehören bei mir zur Grundausstattung. Seit mittlerweile fast zehn Jahren verbinde ich meine Begeisterung für Videospiele außerdem mit dem Gaming Journalismus.
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Wer aktuell einen Gaming-PC zusammenstellt oder seinen Rechner aufrüsten möchte, hat es vermutlich bereits bemerkt. DDR5-Arbeitsspeicher ist in den vergangenen Monaten deutlich teurer geworden. Während viele PC-Spieler auf sinkende Preise gehofft haben, könnte die Realität deutlich ernüchternder ausfallen.
Denn laut AMD dürfte sich die Situation nicht so schnell entspannen. David McAfee, Corporate Vice President und General Manager bei AMD, erklärte im Rahmen der Computex 2026, dass DDR5-Speicherpreise voraussichtlich erst in rund zwei Jahren wieder ein normales Niveau erreichen könnten. Damit würde eine echte Marktberuhigung frühestens im Jahr 2028 eintreten.
KI-Boom treibt die Preise nach oben
Der Hauptgrund für die aktuellen Preissteigerungen ist die enorme Nachfrage aus dem KI-Sektor. Hersteller wie Samsung oder Micron investieren derzeit massiv in Speicherprodukte für Rechenzentren und KI-Anwendungen. Besonders der Bedarf an High Bandwidth Memory ist in den vergangenen Jahren explodiert.
Dadurch stehen weniger Produktionskapazitäten für klassischen DDR5-Arbeitsspeicher zur Verfügung. Laut AMD sorgt genau diese Entwicklung dafür, dass die Preise für PC-Nutzer deutlich länger hoch bleiben als ursprünglich erwartet.
AMD sieht Hoffnung ab 2028
Ganz hoffnungslos ist die Situation allerdings nicht. Laut McAfee befinden sich weltweit zahlreiche neue Fertigungsanlagen im Aufbau. Neben Samsung, Micron, SK hynix investiert auch der chinesische Hersteller CXMT massiv in zusätzliche DDR5-Kapazitäten.
Das Problem dabei ist der Zeitfaktor. Der Bau neuer Produktionsstätten dauert mehrere Jahre. Erst wenn diese Fabriken ihre volle Leistung erreichen, könnte das Angebot die hohe Nachfrage wieder einholen. Genau deshalb geht AMD aktuell davon aus, dass eine Normalisierung erst rund um das Jahr 2028 realistisch ist.
Andere Experten sind sogar noch pessimistischer
Interessanterweise gilt AMDs Prognose inzwischen sogar als vergleichsweise optimistisch. Einige Marktbeobachter rechnen damit, dass die Speicherknappheit noch länger anhalten könnte.
Berichten zufolge erwartet Nvidia-Chef Jensen Huang, dass sich die Auswirkungen des aktuellen Speicherengpasses noch bis 2029 oder sogar 2030 bemerkbar machen könnten. Zwar handelt es sich dabei nicht um eine konkrete Marktprognose, die Aussagen zeigen jedoch, wie angespannt die Lage derzeit eingeschätzt wird.
Was bedeutet das konkret für Gamer?
Wer aktuell einen neuen PC plant und das Budget zur Verfügung hat, sollte meiner Meinung nach nicht auf deutlich günstigere RAM-Preise warten. Empfehlenswert bleiben DDR5-6000-Kits mit CL30, da sie insbesondere bei AMD-Systemen weiterhin als Sweet Spot gelten.
Für die meisten Spieler sind 32 GB derzeit die sinnvollste Wahl. Wer sparen möchte, kann auch weiterhin zu 16 GB greifen. Von 48 GB oder mehr profitieren Gamer dagegen nur selten. In vielen Fällen bieten 32 GB DDR5-6000 CL30 durch die niedrigeren Latenzen sogar die bessere Gaming-Performance als größere Kits mit langsameren Timings.
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Aktuell gehören die Kingston FURY Beast DDR5-6000 CL30 Kits* weiterhin zu den interessantesten Optionen, wenn man Leistung, Kompatibilität und Preis-Leistung miteinander vergleicht.
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