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Dank Activision: Warum Bethesda-Entwickler-Studios schließen müssen!

Die Bethesda Studios Arkane Austin (Redfall) und Tango Gameworks (Hi-Fi Rush) müssen schließen. Doch warum setzt Xbox diese Schritte?

Die beiden Bethesda Game Studios Arkane Austin und Tango Gameworks werden geschlossen. - Bildmontage - Bilder/Logos: Bethesda

Die Schließung von Bethesda-Studios Arkane Austin (Redfall) und Tango Gameworks (Hi-Fi Rush) hat die Gaming-Welt erschüttert. Doch die eigentlichen Gründe liegen nicht direkt bei Bethesda selbst, sondern haben viel mit dem Game Pass und der Übernahme von Activision zu tun.

Der Game Pass, Microsofts Abo-Service für Spiele, hat ein Paradoxon geschaffen. Spiele, die dort starten, verfehlen oft ihre Verkaufsziele. Warum also den vollen Preis zahlen, wenn du das Spiel im Abo spielen kannst? Das führt dazu, dass viele Spiele nach dem ersten Hype schnell in der Versenkung verschwinden, während die Umsätze stagnieren. Natürlich gibt es einige Ausnahmen, wie Palworld. Ansonsten ist es Fakt, dass Microsoft zu wenig Geld damit verdient.

Microsoft sieht Xbox-Sparte nicht mehr als Hobby

Früher war Xbox für Microsoft eher ein Nebenprojekt. Doch mit der Übernahme von Bethesda und vor allem von Activision für satte 70 Milliarden Dollar hat sich das geändert. Jetzt liegt der Druck auf Xbox, diese Investitionen wieder einzuspielen oder die Kosten drastisch zu senken.

Das Problem für kleinere Studios ist, dass ihre Spiele im Game Pass oft untergehen. Selbst großartige Titel wie Hi-Fi Rush, dass von Kritikern und Spielern in höchsten Tönen gelobt wurde, können nicht genug Geld verdienen, um die riesigen Investitionen von Microsoft auszugleichen. Dadurch sind viele Studios gezwungen, ihre Türen zu schließen. Wahrscheinlich bilden Arkane Austin und Tango Gameworks erst den Anfang.

Während große Franchises wie Call of Duty weiterhin Erfolg haben werden, leiden die kleineren Studios unter den Auswirkungen des Game Pass. Es bleibt abzuwarten, wie Microsoft diesen Balanceakt zwischen Abonnentenwachstum und finanzieller Rentabilität meistern wird.

Call of Duty: Modern Warfare 3 - (C) Activision

Mit der Übernahme von Activision ist Xbox kein Hobby von Microsoft mehr. Jetzt geht es darum Geld zu verdienen. – Bild: Activision

Die Xbox-Abteilung von Microsoft ist also gezwungen in Zukunft auf ihre Kosten zu schauen. Der “Nachkauf” von weiteren Spielestudios ist also keine Option mehr. Vielmehr muss Xbox mit den bestehenden Studios selbst interessante Titel produzieren, die auch erfolgreich werden. Nach Starfield ist es schwer, daran zu glauben, dass irgendein Titel erfolgreich wird, doch dem ist so. Bisher konnte sich Activision auf Call of Duty verlassen, um Geld quasi zu drucken. Für Xbox und Activision (und Bethesda) ist der Kuchen allerdings zu klein. Xbox steht im Zugzwang, bessere Videospiele auf den Markt zu bringen.

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