Crimson Desert zeigt kein PS5-Gameplay und der Entwickler verliert die Geduld
Crimson Desert erscheint am 19. März, doch PS5- und Xbox-Gameplay fehlt komplett. Der Marketing-Chef reagiert ungehalten.
Tim Rantzau Tim ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Nintendo-Fan und hat seine Begeisterung für Spiele mit einem Studium in Game Design vertieft. Beruflich arbeitet er an der Konzeption von Videospielen und kennt dadurch die Branche nicht nur von außen, sondern auch von innen. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch dem Spiele-Journalismus, in dem er Trends einordnet, Hintergründe erklärt und mit viel Erfahrung über neue Entwicklungen berichtet.
Crimson Desert erscheint am 19. März 2026 für PS5, Xbox Series X/S und PC. Zwei Wochen vor dem Launch haben Medien und Spielende bisher ausschließlich PC-Material zu sehen bekommen. Hands-on-Previews, Trailer, Digital-Foundry-Analysen: alles vom Computer. Kein einziges Bild von der PlayStation 5, kein Video von der Xbox. Für viele in der Community ist das kein gutes Zeichen.
Dem Marketing-Chef platzt der Kragen
Will Powers, Marketing Director bei Pearl Abyss, meldete sich am 4. März auf X zu Wort und machte keinen Hehl aus seiner Frustration. Er schrieb, er habe bereits hundertmal erklärt, dass Konsolenbilder noch vor dem Launch kommen werden. Man verstecke nichts. Die Community solle Geduld haben und dem Studio vertrauen. Der Tonfall war deutlich schärfer als üblich für offizielle Entwicklerkommunikation, den Abschluss bildete ein knappes: Let us cook.
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Das Statement dämpfte die Bedenken kaum. In der Community heißt es: Wer von seinem Produkt überzeugt ist, zeigt es frühzeitig. Wer zurückhält, hat einen Grund dafür.
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Das Cyberpunk-Trauma sitzt tief
Der Vergleich, der dabei immer wieder auftaucht, ist Cyberpunk 2077. Bei dessen Launch 2020 wurde die PC-Version monatelang in den Vordergrund gestellt, während die Konsolen-Fassungen für PS4 und Xbox One kaum gezeigt wurden. Das Ergebnis war bekannt: Die alten Konsolenversionen waren zum Release kaum spielbar, Sony nahm das Spiel aus dem PlayStation Store. Das Trauma sitzt bei vielen Spielerinnen und Spielern bis heute. Das ist der Kontext, in dem Powers Aussagen eingeordnet werden, egal wie selbstbewusst sie klingen.
Was die Technik bisher verspricht
Die PC-Previews von Digital Foundry waren beeindruckend. Ohne Upscaling erreicht Crimson Desert auf Highend-Hardware native 4K bei stabilen Bildraten. Die eigene BlackSpace Engine von Pearl Abyss liefert echte 3D-Wassersimulation, Raytracing-Beleuchtung und eine Weitsicht ohne sichtbaren Nebel. Für die PS5 Pro ist PSSR-Unterstützung bestätigt, die eine scharfe 4K-Auflösung bei höheren Bildraten ermöglichen soll. Das klingt gut.
Aber versprechen und liefern sind zwei verschiedene Dinge, und genau das ist der Kern der aktuellen Debatte. Das Review-Embargo fällt exakt 24 Stunden vor dem Release am 18. März. Dann wird sich zeigen, ob die Konsolenversionen halten, was der PC andeutet.
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