DOOM verliert den Mann hinter seinem legendären Sound
Bobby Prince, der Komponist hinter dem ikonischen Soundtrack von Doom, ist im Alter von 81 Jahren gestorben.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Die Gaming-Welt verliert eine ihrer prägenden Stimmen. Bobby Prince, der Komponist des legendären Soundtracks zum originalen DOOM, ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Prince arbeitete nicht nur an Doom, sondern auch an mehreren anderen Klassikern von id Software und 3D Realms. Dazu zählen Wolfenstein 3D, Doom 2, Duke Nukem 3D, Commander Keen und Rise of the Triad.
Für viele Spieler ist sein Name aus der Anfangszeigt von id Software vielleicht nicht so bekannt wie John Carmack oder John Romero. Sein Sound aber schon. Wer DOOM nur einmal gestartet hat, kennt diese Energie sofort: harte Riffs, treibende MIDI-Gitarren, düstere Passagen und ein Tempo, das perfekt zu Shotgun, Dämonen und engen Korridoren passte.
Warum DOOM ohne Bobby Prince nicht das selbe gewesen wäre
DOOM erschien 1993 und veränderte den Shooter für immer. Doch es war nicht nur Technik, Leveldesign oder Gewalt, die hängen blieb. Die Musik gab dem Spiel seine eigene Haltung. Sie machte aus dunklen Gängen keine reine Gruselkulisse, sondern eine Bühne für Angriff, Geschwindigkeit und Kontrollverlust. Prince verstand sehr gut, wie PC-Sound damals funktionieren musste. Die technischen Grenzen waren eng. Trotzdem schaffte er Musik, die bis heute sofort wiedererkennbar ist. Genau das ist die eigentliche Leistung. Der DOOM-Soundtrack klingt nicht nur nach 90er-Jahre-PC. Er klingt nach einer ganzen Ära.
Auch deshalb wurde der Soundtrack von DOOM in diesem Jahr für die Bewahrung in der Library of Congress ausgewählt. Das zeigt, welchen kulturellen Stellenwert diese Musik inzwischen erreicht hat.

DOOM: The Dark Ages | Revelations – Die Erweiterung erscheint bereits im Juli 2026. – Bild: id Software, Xbox via YouTube-Trailer „Official 4K Trailer | XBOX Games Showcase 2026“
Mehr als nur DOOM erschaffen
Bobby Prince auf DOOM zu reduzieren, wäre trotzdem zu wenig. Er prägte den Klang der frühen PC-Shooter und Shareware-Zeit massiv. Wolfenstein 3D bekam durch ihn eine martialische, bedrohliche Klangfarbe. Duke Nukem 3D klang frecher, lauter und selbstbewusster. Bei vielen Spielen dieser Zeit war Prince einer jener Menschen, die aus begrenzter Technik eine klare Identität holten. Ich finde genau das bemerkenswert. Heute haben große Spiele riesige Orchester, teure Produktionen und perfekte Soundmischungen. Prince arbeitete in einer Zeit, in der ein paar MIDI-Spuren reichen mussten. Trotzdem sind viele seiner Stücke stärker im Gedächtnis geblieben als manches moderne Blockbuster-Orchester.
Der Einfluss von Bobby Prince endet nicht bei Nostalgie. Ohne diesen Sound wäre die spätere DOOM-Neuinterpretation kaum dieselbe gewesen. Auch moderne Shooter-Musik, von Industrial bis Metal, steht auf einem Fundament, das Prince mitgebaut hat.
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Sein Tod trifft daher nicht nur alte DOOM-Fans. Er erinnert daran, wie wichtig Musik für Spiele sein kann. Ein guter Soundtrack begleitet nicht nur das Gameplay. Er verändert, wie ein Spiel im Kopf bleibt. Bobby Prince wurde 81 Jahre alt. Sein Werk bleibt aber weit größer als eine Jahreszahl. Er gab DOOM einen Klang, der bis heute sofort trifft. Aggressiv, direkt, unvergesslich.
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