Age of Empires-Entwickler: Hat das RTS-Genre seinen Höhepunkt überschritten?
Hat sich die letzten 20 Jahre im RTS-Genre wirklich nichts getan? Ein Mitentwickler von Age of Empires hat hier eine besondere Ansicht.
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Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
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Real-Time-Strategy-Games (kurz „RTS“; dt.: Echtzeit-Strategie-Spiele) zählen zu den Klassikern der Gaming-Welt. Doch ist es an der Zeit für eine Revolution? Dave Pottinger, Mitentwickler von Age of Empires, Age of Mythology und Halo Wars, sieht das RTS-Genre in einer Sackgasse. Seiner Meinung nach hat sich in den letzten 20 Jahren kaum etwas geändert.
Auf dem VideoGamer-Podcast erklärte Pottinger, der aktuell am Sci-Fi-Strategiespiel „Project Citadel“ arbeitet, dass sich die Grundlagen der RTS-Spiele seit zwei Jahrzehnten kaum weiterentwickelt haben. „Man spielt immer noch dasselbe Spiel wie vor 20 Jahren,“ so Pottinger. Neue Titel wie Stormgate zeigen seiner Meinung nach nur wenig Innovation und setzen weiterhin auf bewährte Formeln.
„Bei der Age-Reihe gab es Momente, in denen wir der Sonne etwas zu nahe gekommen sind“, erinnert er sich. „Wir mussten uns zurückziehen und einige sehr innovative Dinge aus dem Spiel nehmen, ich spreche hier insbesondere vom Formationskampf in Age of Empires 3. Wir haben das sogar auf der E3 vorgeführt und aus dem Spiel genommen, weil wir befürchteten, dass wir damit zu viele der bestehenden Age-Fans vergraulen würden.“
RTS-Genre: Was sagt die aktuelle Situation aus?
Ein Beispiel für diese Problematik ist Stormgate wie Pottinger ausführt, ein Free-to-Play-RTS. Nach einem anfänglichen Höchststand von fast 4.500 Spielern auf Steam ist die Spielerzahl mittlerweile auf maximal 155 gesunken (via SteamCharts.com). Er betont, dass das Genre eine Möglichkeit zur Erneuerung hätte, aber Entwickler müssten mutiger werden und neue Wege gehen.
Pottinger und sein Team von Last Keep haben sich bewusst mit den Klassikern des Genres auseinandergesetzt. Obwohl sie viel Nostalgie empfanden, war es auch ernüchternd zu sehen, wie wenig sich die Spiele verändert haben. Dieses Erlebnis habe ihre Entscheidung bestärkt, mit Project Citadel, dass bald im Early Access auf Steam verfügbar sein soll, neue Wege zu gehen.
„Wir wollen etwas wirklich Neues schaffen, aber das birgt auch Risiken,“ so Pottinger. Es könnte sein, dass langjährige Fans der Serie nicht begeistert sind. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass große Publisher häufig lieber auf bewährte Franchises setzen, anstatt Risiken einzugehen.
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Das RTS-Genre befindet sich an einem Wendepunkt. Während Klassiker wie Age of Empires ihren Charme bewahren, bleibt die Frage, ob Entwickler bereit sind, die Komfortzone zu verlassen und das Genre neu zu definieren. Mit Titeln wie Project Citadel könnte ein frischer Wind durch die Welt der Strategiespiele wehen. Es bleibt spannend, wie sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren gestaltet. Wenn das alles nicht hilft, kann man noch immer zu Command & Conquer zurückkehren.
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