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Artikel von René Nikel +
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Kabellose Gaming-Mäuse gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Die Turtle Beach Kone XP Air versucht sich mit einer praktischen Ladestation, auffälliger RGB-Beleuchtung und vielen programmierbaren Tasten von der Konkurrenz abzuheben. Dank Easy-Shift stehen sogar bis zu 29 Funktionen zur Verfügung, was sie vor allem für MMO-Spieler und Nutzer interessant macht, die gerne viele Befehle direkt auf der Maus haben.

Der Anlass für diesen Test war dabei eher unfreiwillig. Nachdem meine Logitech MX Master 3S nach rund drei Jahren intensiver Nutzung zunehmend mit einem lästigen Doppelklick-Problem zu kämpfen hatte, musste Ersatz her. Da ich schon länger mit der Kone XP Air geliebäugelt hatte, bot sich die Gelegenheit an, die kabellose Gaming-Maus einmal ausführlicher unter die Lupe zu nehmen.

Dabei macht die Kone XP Air nicht nur beim Spielen eine gute Figur. Auch im Alltag und bei der Arbeit erweisen sich die zusätzlichen Funktionen schnell als praktisch.

Die Kone XP Air setzt auf eine ergonomische Form und insgesamt 15 programmierbare Tasten.

Turtle Beach Kone XP Air – Bild: René Nikel

Komfort steht klar im Vordergrund

Schon beim ersten Anfassen fällt auf, wie angenehm die Kone XP Air in der Hand liegt. Die ergonomische Form richtet sich vor allem an Rechtshänder und dürfte besonders Gamern mit mittelgroßen bis größeren Händen entgegenkommen. Auch nach längeren Gaming-Sessions hatte ich nie das Gefühl, dass die Maus unbequem wird.

Die Verarbeitung hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck. Nichts knarzt oder wirkt billig. Trotz der vielen zusätzlichen Tasten wirkt die Maus nicht überladen. Das Gewicht von rund 99 Gramm ist zwar nicht rekordverdächtig niedrig, für eine kabellose Maus mit RGB-Beleuchtung und Ladestation geht es aber absolut in Ordnung.

Viele Tasten, aber trotzdem übersichtlich

Eine der größten Stärken der Kone XP Air sind ihre zahlreichen Eingabemöglichkeiten. Insgesamt stehen 15 programmierbare Tasten zur Verfügung. Durch die Easy-Shift-Funktion lassen sich sogar bis zu 29 verschiedene Befehle hinterlegen.

Das macht die Maus besonders interessant für MMO-Spieler, Fans von Strategie-Spielen oder Nutzer, die häufig mit Programmen wie Photoshop arbeiten. Aber auch im Alltag können zusätzliche Befehle für Lautstärke, Browserfunktionen oder Makros schnell zur Gewohnheit werden.

Positiv überrascht hat mich, dass sich die vielen Tasten erstaunlich intuitiv bedienen lassen. Nach kurzer Eingewöhnung findet man sich schnell zurecht, ohne ständig versehentlich eine falsche Taste zu drücken.

Die Dockingstation dient gleichzeitig als Ladegerät und als Empfänger für die kabellose Verbindung.

Kone XP Air mit Ladestation – Bild: René Nikel

Das Titan Wheel ist etwas gewöhnungsbedürftig

Turtle Beach setzt bei der Kone XP Air auf das sogenannte Titan Wheel. Das Mausrad vermittelt einen hochwertigen Eindruck und besitzt ein deutlich spürbares Raster.

Genau dieses ausgeprägte Raster sorgte bei mir zunächst für gemischte Gefühle. Das Scrollen fühlt sich etwas anders an als bei vielen anderen Mäusen und benötigt eine gewisse Eingewöhnungszeit. Ob einem das Titan Wheel am Ende zusagt, ist allerdings reine Geschmackssache. Manche werden das präzise und deutlich spürbare Raster zu schätzen wissen, während andere damit vermutlich weniger anfangen können.

Wer beispielsweise von einer Logitech MX Master 3S kommt, wird den Unterschied besonders deutlich bemerken!

Ladestation als unterschätzter Komfortgewinn

Ein echtes Highlight ist für mich die mitgelieferte Ladestation. Anfangs hielt ich sie eher für ein nettes Extra, im Alltag erwies sie sich aber schnell als überraschend praktisch.

Die Maus hat damit immer ihren festen Platz auf dem Schreibtisch und muss nicht ständig per Kabel geladen werden. Einfach nach dem Spielen auf das Dock stellen und beim nächsten Einsatz wieder eine geladene Maus zur Verfügung haben. Komfortabler geht es kaum.

Gleichzeitig dient die Station auch als Empfänger und fügt sich optisch sehr gut ins Gesamtbild ein. Zusammen mit der RGB-Beleuchtung entsteht ein durchaus schickes Setup.

Die Unterseite der Kone XP Air zeigt den Owl-Eye-Sensor sowie die großflächigen PTFE-Gleitfüße.

Kone XP Air – Bild: René Nikel

Starker Sensor ohne Schwächen

Im Inneren arbeitet der Owl-Eye-Sensor mit bis zu 19.000 DPI. In der Praxis gibt es daran kaum etwas auszusetzen. Egal ob schnelle Shooter, Strategiespiele oder normale Büroarbeit, die Kone XP Air arbeitet präzise und zuverlässig.

Auch bei schnellen Bewegungen oder hektischen Gefechten konnte ich keine Aussetzer oder Ungenauigkeiten feststellen. Die Verbindung über 2,4 GHz funktionierte während des Tests jederzeit stabil.

Alternativ unterstützt die Maus auch Bluetooth und lässt sich bei Bedarf per USB-Kabel verwenden. Dadurch eignet sie sich nicht nur für Gaming-PCs, sondern auch für Notebooks oder andere Geräte.

RGB-Fans kommen voll auf ihre Kosten

Natürlich ist eine RGB-Beleuchtung immer Geschmackssache. Wer auf farbenfrohe Setups steht, kommt bei der Kone XP Air mit ihren zahlreichen Beleuchtungszonen aber voll auf seine Kosten.

Zusammen mit der Ladestation entsteht ein stimmiges Gesamtbild auf dem Schreibtisch. Wer es dezenter mag, kann die Beleuchtung natürlich auch reduzieren oder komplett deaktivieren.

Besonders gut gefällt mir die Möglichkeit, sich den Akkustand über die RGB-Beleuchtung anzeigen zu lassen. Je nach Ladezustand wechselt die Farbe automatisch, sodass man jederzeit auf einen Blick erkennt, wie viel Energie noch vorhanden ist. Das ist zwar nur ein kleines Detail, hat sich im Alltag für mich aber als überraschend praktisch erwiesen.

Die Swarm-II-Software ermöglicht die Anpassung von Beleuchtung, Tastenbelegung und DPI-Einstellungen der Turtle Beach Kone XP Air.

Swarm II – Bild: René Nikel

Swarm II bietet viele Möglichkeiten

Mit der Swarm II Software lassen sich praktisch alle wichtigen Einstellungen anpassen. Dazu gehören die DPI-Stufen, die Polling-Rate, die RGB-Beleuchtung und natürlich die umfangreiche Tastenbelegung.

Besonders die Easy-Shift-Funktion eröffnet viele zusätzliche Möglichkeiten und macht die Kone XP Air zu einer überraschend vielseitigen Maus.

Die Software wirkt übersichtlich und funktionierte im Test zuverlässig. Schön ist außerdem, dass sich verschiedene Profile anlegen lassen. Dadurch können für unterschiedliche Spiele oder Anwendungen eigene Einstellungen gespeichert werden. Auch wenn manche Konkurrenzlösungen noch etwas umfangreicher ausfallen, bringt Swarm II meiner Meinung nach alles mit, was man im Alltag und beim Gaming tatsächlich benötigt.

Akkulaufzeit überzeugt

Auch bei der Akkulaufzeit gibt es wenig Grund zur Kritik. Wie lange die Maus durchhält, hängt natürlich stark von der gewählten RGB-Beleuchtung ab. Dank der Ladestation spielte das Thema Akku im Alltag allerdings kaum eine Rolle.

Die Kone XP Air landete bei mir nach der Nutzung meistens automatisch wieder auf dem Dock. Dadurch war sie praktisch immer einsatzbereit.

Viel Maus für das Geld

Mit einer UVP von rund 170 Euro gehört die Turtle Beach Kone XP Air sicherlich nicht zu den günstigsten Gaming-Mäusen auf dem Markt. Mittlerweile ist sie allerdings regelmäßig deutlich günstiger erhältlich und bewegt sich häufig im Bereich zwischen 100 und 130 Euro.

In dieser Preisklasse bekommt man zwar Konkurrenz von Logitech, Razer oder Corsair, insgesamt muss sich die Kone XP Air aber keineswegs verstecken. Die hochwertige Verarbeitung, die praktische Ladestation und die vielen programmierbaren Tasten sorgen für ein stimmiges Gesamtpaket.

Wer lediglich eine möglichst leichte Maus für kompetitive Shooter sucht, findet sicherlich günstigere Alternativen. Wer dagegen Wert auf Komfort, viele Funktionen und umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten legt, bekommt hier meiner Meinung nach ein faires Gesamtpaket geboten.

Fazit zu Turtle Beach Kone XP Air im Test

Die Turtle Beach Kone XP Air hat mich positiv überrascht. Anfangs war sie für mich vor allem ein Ersatz für meine in die Jahre gekommene Logitech MX Master 3S. Mittlerweile möchte ich die vielen zusätzlichen Tasten und die praktische Ladestation aber nicht mehr missen.

Besonders gefällt mir der hohe Komfort, die vielseitigen Anpassungsmöglichkeiten und die gelungene Software. Auch die RGB-Beleuchtung und die Dockingstation machen im Alltag mehr Sinn, als ich zunächst erwartet hatte.

Das Titan Wheel benötigt etwas Eingewöhnung und mit knapp 100 Gramm gehört die Kone XP Air nicht zu den leichtesten Gaming-Mäusen auf dem Markt. Wirkliche Schwächen leistet sie sich aber kaum.

Wer eine komfortable und vielseitige kabellose Gaming-Maus sucht und die zusätzlichen Funktionen auch tatsächlich nutzt, bekommt mit der Turtle Beach Kone XP Air ein rundes Gesamtpaket, das nicht nur beim Spielen, sondern auch im Alltag überzeugen kann.

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Bewertung von René Nikel
Sehr Gut
8

Die Turtle Beach Kone XP Air ist keine kompromisslose Shooter-Maus, sondern ein vielseitiger Allrounder mit hohem Komfort, vielen Tasten und praktischer Ladestation.

  • Hoher Komfort und ergonomische Form
  • Praktische Ladestation mit RGB-Beleuchtung
  • 15 programmierbare Tasten und bis zu 29 Funktionen mit Easy-Shift
  • Präziser Owl-Eye-Sensor
  • Übersichtliche Swarm II Software
  • RGB-Beleuchtung mit Akkuanzeige
  • Gute Akkulaufzeit
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Titan Wheel ist Geschmackssache
  • Mit knapp 100 Gramm nicht die leichteste Gaming-Maus
  • UVP relativ hoch
  • Für reine Shooter-Spieler gibt es leichtere Alternativen

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