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The Medium (PC) – Review

The Medium ist ein spannendes Spiel mit ungewöhnlichen Ideen.

Review von
The Medium

Das Wichtigste in Kürze

  • Lovecraftisch Vibes der Geisterwelt
  • Eine fantastische Grafik
  • Tolle Synchronsprecher

The Medium ist ein psychologisches Horror Spiel von Bloober, welches für die Xbox Series X und den PC erschienen ist. Es wurde mit seinem Dual-Reality Gameplay von vielen heiß erwartet. Wir haben es für euch auf dem PC getestet.

Die Story dreht sich um Marianne, ein junges Mädchen mit ganz besonderen Kräften. Ihr ist es möglich in die Geisterwelt einzutreten, um die Geschichten von verstorbenen zu enthüllen und ihren Seelen auf den Weg ins Paradies zu finden. Als ihr Vater Jack stirbt, bereitet sie ihn für die Bestattung vor. Doch sie erhält einen sonderbaren Anruf. Ein Mann Namens Thomas sagt ihr, sie solle ins Niwa Resort kommen, wenn sie die Antworten wissen möchte die sie bereits ihr lebenlang sucht. Doch in dem alten Gebäude, in welchem sich laut Gerüchten ein Massaker ereignete, erwartet sie mehr als nur ein paar verlorene Seelen.

The Medium 02

(C) Bloober Team

Die Dual-Reality in The Medium

Rund 1/3 der Spielzeit, die sich auf 8-10 Stunden streckt, verbringen wir in diesem Dual-Reality Modus. Die restliche zeit wandeln wir in der echten Realität umher oder in der Geisterwelt. Während der Dual-Reality Moment unkontrollierbar aktiviert und deaktiviert wird, erlernt Marianne im Verlauf des Spiels die Welten durch das nutzen von Spiegeln zu wechseln. Dies sorgt dafür, das wir die Rätsel die uns erwarten lösen können und immer ein Vorankommen gesichert ist. Berichten zu Folge scheint die Dual-Reality von The Medium auf der Xbox Series X Probleme zu machen, da sie die Auflösung herabsenkt. Auf dem PC mit einem i7 8700k Prozessor und einer 1070Ti Grafikkarte keinerlei Probleme in hoher Auflösung zu spielen. Allerdings konnte ich beobachten, dass die 60 FPS nicht dauerhaft aufrecht erhalten werden konnten.

The Medium 01

(C) Bloober Team

Doch natürlich wandeln wir in The Medium nicht nur einfach so durch das Niwa Resort und retten Seelen. Nach und nach finden wir Erinnerungsfragmente, Postkarten und Notizen die immer mehr die schrecklichen Wahrheiten enthüllen die hier geschehen sind. Während das junge Mädchen Sadness aus der Geisterwelt uns unterstützt, treffen wir auch auf ein Wesen das uns nicht Wohlgesonnen ist. Ein gigantisches Monster mit Flügeln macht uns das Leben schwer. Zudem kann es wie Marianne zwischen den beiden Welten hin und her wechseln. Während es uns allerdings in der Geisterwelt sehen und daher leicht finden kann, stellt sich dies in der realen Welt etwas schwieriger heraus. Denn hier muss es sich auf seinen Hörsinn verlassen. Doch unserer Nachteil ist, das wir ihn ebenfalls nur sehr schwer sehen können. Um uns an dem Monster vorbei schleichen zu können, müssen wir uns verstecken, schleichen und sogar die Luft anhalten. Denn es nimmt jedes noch so kleine Geräusche war.

Ein paar ungewöhnliche Gameplay-Mechaniken

Die Dual-Reality und das Wechseln der Welten durch Spiegel sind nicht das einzige, womit Marianne und das Spiel aufwarten. Zwar war es durch die Gameplay-Trailer schon bekannt, dennoch ist es in der heutigen Zeit doch eher selten geworden das ein Horror Spiel mit einer relativ statischen Third-Person-Kamera arbeitet. Wir können uns also nicht nach belieben umsehen, sondern können nur das wahrnehmen was uns die Kamera zeigt. Vermutlich entschied sich der Entwickler dafür, um die Renderanforderung für Konsole und Grafikkarten im Grenzen zu halten.

The Medium 03

(C) Bloober Team

Um in der Welt der Geister bestehen zu können, hat Marianne auch die Möglichkeit sich zu währen und zu schützen. Es gibt Punkte im Spiel, wo sie sich mit einer besonderen Energie aufladen kann. Mit dieser kann sie nicht nur Stromkästen wieder mit Strom versorgen, sondern auch einen Schutzschild erschaffen. Dieser ist dafür nötig um durch die Gänge zu bekommen in welchen tausende von Motten umherschwirren und Marianne angreifen. Gegen das oben genannte Monster kann sie die Energie auch bündeln und stoßartig frei lassen, falls man mal von ihm entdeckt und angegriffen wird. Eine sehr nützliche Fähigkeit, wenn es mal brenzlig wird.

Auch die Rätsel kommen in The Medium nicht zu kurz. Allerdings hält sich ihr Schwierigkeitsgrad sehr in Grenzen und sind daher nicht allzu schwer. Doch sie bringen immer mal wieder etwas frischen Wind in die Sache und sind oft aktiv mit der Story und der Geschichte hinter dem Massaker verknüpft.

Inspiration und Talente in der Entwicklung

Es gab bereits viele, die die Geisterwelt von The Medium mit der von Silent Hill verglichen. Allerdings basiert das Aussehen von ihr auf der des polnischen Künstlers Zdzisław Beksinski der mit seinem Gemälden ebenfalls alptraumhafte Welten und Wesen erschafft. Sowohl die Art und Weiß wie die Welt aussieht, als auch die Farbgebung basieren wirklich sehr stark auf Beksinskis Werken. Doch der Künstler ist nicht der einzige große Name, den man mit dem Spiel verknüpfen kann. Der teilweise wirklich geniale Soundtrack der uns während Mariannes Wandel durch die Welten begleitet, wurde von Arkadiusz Reikowski und Akira Yamaoka komponiert. Bloober Team hat für dieses Spiel also sämtliche Register gezogen.

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Fazit zu The Medium

In erster Linie muss ich sagen, dass ich The Medium nur zwangsläufig als Horror bezeichnen würde. Es besitzt zwar eine dunkle Atmosphäre und allgemein alles, was in ein Horror Spiel gehört. Dennoch kam bei mir nur bedingt der Gruselfaktor auf. Doch das schmälert weder die fantastische Grafik, noch das tolle Gameplay oder die spannende Story. Mit rund 8-10 Stunden Spielzeit ist die Geschichte auch weder zu kurz noch zu lang geraten. Bloober Team hat mit diesem Titel definitiv ein solides Game erschaffen, welches man durchaus mitnehmen kann. Wer jetzt aber Gruselfaktor ala Silent Hill erwartet, dürfte wohl etwas enttäuscht sein. Vor allem da The Medium vor allem zu Beginn etwas länger braucht um richtig in Fahrt zu kommen.

ReviewWertung

8SCORE

Kein wirklicher Horror, aber ein durchaus gelungenes Spiel mit netten Gameplay-Elementen.

Detail-Wertung

Grafik

10

Sound

10

Gameplay

7

Story

6

Motivation

7

Steuerung

7

Test-Hardware: Intel Core i7 8700K, Nvidia GeForce GTX 1070 Ti, 12x 3.70GHz, 16GB DDR4, Gigabyte Z370P D3 Mainboard. Gespeichert auf Crucial MX300 SSD

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