Tekken-Produzent Harada zieht sich zurück
Katsuhiro Harada verlässt nach 30 Jahren Publisher Bandai Namco.
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Klaus Kainz Ein freiberuflicher Schreiber für Chronik-Themen, manchmal auch Kultur. Vor allem aber ist er faszinierter Zocker seit mehreren Jahrzehnten. Denn Resident Evil ist intensiver als jeder Horrorfilm, Bloodborne oder Metroid Prime immersiver als jeder Fantasy-Roman - und Dampf ablassen geht kaum besser als mit Streets of Rage oder Ninja Gaiden.
Katsuhiro Harada hat offiziell bekanntgegeben, Bandai Namco mit Ende 2025 verlassen zu wollen. Damit beendet der Tekken-Produzent eine rund dreißigjährige Karriere beim japanischen Publisher – und war öffentlich oft ein Aushängeschild für die Marke. Mit Tekken war Harada für eine der erfolgreichsten Fighting-Game-Serien aller Zeiten zuständig. Das im Vorjahr veröffentlichte Tekken 8 knackte bereits drei Millionen verkaufte Einheiten und verkaufte sich somit bereits schneller als der siebte Ableger (via IGN).
In einem Abschiedstext auf der Social-Media-Plattform X blickt der Serienchef auf die Anfänge zurück: “Meine Wurzeln liegen in der Zeit, als ich kleine lokale Turniere in japanischen Spielhallen und in kleinen Zentren im Ausland unterstützt habe. Ich erinnere mich daran, wie ich alleine Spielautomaten transportierte, die Leute dazu ermutigte, Tekken auszuprobieren und den Spielern direkt gegenüberstand.”
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Zuletzt habe er “den Ruhestand oder den Tod vieler älterer Kollegen miterlebt, die ich zutiefst respektiere”, erklärt Harada weiter. “Diese Ereignisse haben mich dazu gebracht, über meine Zeit, die mir als Schöpfer noch bleibt, nachzudenken.” Zuletzt äußerte der Entwickler großes Bedauern über den überraschenden Tod von Tomonobu Itagaki, Erfinder der Konkurrenzserie Dead or Alive. Rückendeckung für seine Entscheidung zum Rückzug sei nun vom alten PlayStation-Chef Ken Kutaragi gekommen.
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Die Zukunft von Tekken nach Katsuhiro Harada

Tekken 8 – © Bandai Namco
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“Rückblickend hatte ich das Glück, an einer außergewöhnlichen Vielfalt von Projekten mitarbeiten zu dürfen – VR-Titel wie Summer Lesson, Pokkén Tournament, Soul Calibur und viele andere, innerhalb wie auch außerhalb des Unternehmens”, so sein Resümee. Der Goldesel dürfte für Bandai Namco jedoch Tekken gewesen sein. Nun sei die Serie aber in sicheren Händen, so Harada: “In den letzten vier bis fünf Jahren habe ich nach und nach alle meine Aufgaben sowie die von mir betreuten Stories und die Weltgestaltung an das Team übergeben, was mich zum heutigen Tag gebracht hat.”
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