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Scarlet Nexus (PC) – Game Review

Scarlet Nexus ist ein gelungenes JRPG, welches auch einen Anime erhält.

Review von

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Hauptcharaktere mit eigenen Storys
  • Steuerung auf dem PC sehr angenehm
  • Leider sehr limitiert bei der Bewegungsfreiheit

Scarlet Nexus ist ein neues JRPG aus dem Hause Bandai Namco und bietet dem Spieler zwei Hauptcharaktere mit jeweils eigenen Storys die teilweise wieder zusammengeführt werden. Wir haben das Spiel, zu dem auch morgen der Anime startet, für euch auf dem PC getestet.

Scarlet Nexus lässt uns das Spiel aus der Sicht zweier möglicher Hauptcharaktere spielen. Yuito Sumeragi ist der Sohn einer einflussreichen Politiker-Familie und meldet sich freiwillig für die AAS, welche von seinem Bruder gleitet wird. Ihm gegenüber steht Kasane Randall, eine Rekrutin die von der AAS aufgrund ihrer Kräfte und Fähigkeiten einbezogen wurde. Beide besitzen kinetische Kräfte und unterscheiden sich vor allem dadurch, dass Yuito mit seinem Schwert ein Nahkämpfer ist während Kasane sich auf den Fernkampf konzentriert. Für meinen ersten Durchlauf habe ich den freundlichen und gutherzigen Yuito gewählt.

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Scarlet Nexus

Scarlet Nexus (c) Bandai Namco

Scarlet Nexus dringt bis ins Hirn

In dem Spiel bekämpfen wir als neustes Mitglied der AAS, eine Militärische Orginisation, Wesen welche “Andere” genannt werden. Diese sind vor allem auf die Gehirne der Menschen aus, weshalb die AAS sie bekämpft. In dieser Welt der Übermenschen, in welcher 99,9% der Bevölkerung spezielle Fähigkeiten haben, die Anderen um ihr Land zu verteidigen. Die Hauptcharaktere selbst besitzen beide psychokinetische Kräfte. Sie können Objekte schweben lassen und sie auf die Gegner werfen. Doch durch das SAS-System, ein virtuelles Kabel, können sich die Charaktere miteinander verbinden. So kann Yuito und Kanade auch die Kräfte ihrer Mitstreiter nutzen, die verschiedene Vorteile haben. Darunter Kräfte wie Pyrokinese, Hellsicht, Hyperspeed und vieles mehr.

Wie schon erwähnt, in dieser modernen Welt funktioniert alles über das Gehirn der Menschen. So können die Charaktere Hirnnachrichten erhalten und beantworten, sich miteinander verbinden und noch vieles mehr. Während der Kämpfe sammelt man wie gewohnt Erfahrungspunkte. Mit jedem Level erhält man Hirnpunkte, welche man in der Hirnkarte verwenden kann um die verschiedenen Fähigkeiten auszubauen oder neue Techniken zu erlenen. Je weiter man im Spiel voranschreitet, umso mehr Kategorien werden freigeschaltet. Am Ende hat man fünf Kategorien. Darunter auch die Techniken Gehirnantrieb und Gehirnfeld.

Scarlet Nexus

Scarlet Nexus (c) Bandai Namco

Gehirnantrieb lädt sich mit jedem besiegten Gegner auf, sollte man einen Anderen mittels Hirnzerschmetterer, ein Angriff der einen Gegner direkt tötet, lädt sie sich schneller auf. Ist die Anzeige voll, wird Gehirnantrieb leider automatisch aktiviert. Man kann sich den Zeitpunkt also nicht nach belieben aussuchen. Doch der Antrieb verstärkt sowohl die normalen Angriffe als auch die kinetischen Kräfte und kann einem auch mal aus brenzligen Situationen retten.

Das Gehirnfeld wiederum ist eine sehr starke Technik in Scarlet Nexus, kann selbst aktiviert und auch wieder deaktiviert werden. Da es sich dabei um eine Fähigkeit handelt, die Yuito seine maximale Kraft einsetzten lässt, ist sie sehr schädlich für sein Gehirn. Wenn man diese Kraft zu lange aktiviert lässt könnte es gut sein, dass man sich damit selbst ins Game Over katapultiert.

Scarlet Nexus

Stärke das Vertrauen zu deinen Kameraden

Yuito und Kanade können nicht nur mit ihrem Team kämpfen, sondern auch ihre Bindung mit diesem Stärken. Da sich alle dank des SAS-Systems miteinander verbinden, werden durch die tiefere Bindungen neue Kräfte freigeschaltet die bei Verwendung der Fähigkeiten der anderen aktiviert werden. Zwischen den Handlungen gibt es Ruhepausen im Versteck der jeweiligen AAS-Einheiten. Hier kann man den anderen Geschenke machen um diese Bindung zu stärken, als dann auch Vertrauensepisoden freischalten. Nach jeder Vertrauensepisode wird eine neue Fähigkeit zwischen dem Hauptcharakter und dem Teammitglied freigeschaltet.

Wer jetzt in Scarlet Nexus ein ausgefeiltes Vertrauenssystem ala Persona 5 erwartet, wird vermutlich etwas enttäuscht werden. Insgesamt gibt es pro Mitglied 6 Vertrauensepisoden und die Geschenke für die jeweiligen Kameraden zu finden, wird dadurch erleichtert, dass im Shop genau gesagt für wen es ein geeignetes Geschenk ist. Es ist also mehr eine Art netter Zusatz, als wirklich ein ausgeklügeltes großes System in welches man mehr Zeit investieren muss.

Scarlet Nexus

Scarlet Nexus (c) Bandai Namco

Grafik und Sound sind gut, aber nichts Besonderes

Die Grafik in Scarlet Nexus ist nichts außergewöhnliches. Es erinnert sehr stark an Spiele wie God Eater oder Code Vein. Ein typisches JRPG im Anime-Stil. Auch der Soundtrack sticht für mich nicht sonderlich heraus. Auch die eigentliche Bewegungsfreiheit ist sehr limitiert. Die Größe der Maps hält sich in Grenzen, auch wenn man sie immer wieder besuchen kann um diverse Nebenmissionen zu erledigen, die diverse Belohnungen enthalten, wie Waffen oder Kostüme.

Auch die Steuerung auf dem PC war überraschend angenehm. JRPGs werden teilweise ja priorisiert für Konsole und Controller entwickelt. Da das Kampfsystem im Spiel allerdings nicht sonderlich kompliziert ist, lässt es sich mit Maus und Tastatur ohne Probleme spielen. Zudem erhalten wie die Möglichkeit, das Game mit deutschen Texten und mit japanischen oder englischem Voice-Over zu spielen.

Schau dir den Anime an, wenn du die Möglichkeit hast.

Wie am Anfang erwähnt, startet in Japan am 1. Juli auch der Anime Scarlet Nexus. Hier werden dann wöchentlich eine neue Folge erscheinen. Die Anzahl der finalen Episoden ist bis jetzt allerdings noch nicht bekannt. Normalerweise bewegen sie sich allerdings so um die 12 Episoden pro Staffel. Ob der Anime allerdings mehrere Staffeln erhalten wird, wage ich zu diesem Zeitpunkt zu bezweifeln. Denn auch der Anime zu Final Fantasy 15 war in einer Staffel mit mit gerade mal 5 Episoden schon beendet worden.

Scarlet Nexus

Scarlet Nexus (c) Bandai Namco

Der Grund warum der Anime für das Spiel von Bedeutung ist liegt darin, dass in jeder Episode von Scarlet Nexus ein Code zu finden ist. Diese Codes muss man Musubi bringen, einer Restaurant-Besitzerin, die dann neue Informationen entschlüsselt. Was die Informationen beinhalten und ob auch noch andere Dinge dadurch freigeschaltet werden, ist bis dato nicht bekannt. Wer keine Chance hat den Anime zu schauen, braucht sich erstmal keine Sorgen zu machen. Entweder schafft der Anime den Sprung irgendwann auch nach Deutschland für eine Lokalisierung oder man sucht sich einen Guide im Internet.

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Fazit zu Scarlet Nexus

Scarlet Nexus ist ein sehr gelungenes JRPG, welches mit den zwei Hauptcharakteren auch einen hohen Wiederspielwert hat, wenn man die gesamte Story erleben möchte. Für den ersten Run sollte man daher rund 30 Stunden einplanen. Für den zweiten dürften es dann, danke “New Game” nur noch 10-20 Stunden sein. Also kann man insgesamt mit einer Spielzeit von 50 Stunden rechnen. Dass der Anime teilweise mit dem Game vernetzt ist, finde ich einen schönen Zusatz.

Grafik und Sound sind ok, können allerdings nicht sonderlich hervorstechen. Schade finde ich, dass das Vertrauenssystem und auch die Welt sehr limitiert sind, denn das Spieler des Genres Freude an derartigen Mechaniken haben beweisen schon einige Titel zuvor.

ReviewWertung

9SCORE

Ein Militär-JRPG das einem bis ins Gehirn dringt.

Detail-Wertung

Grafik

8

Sound

9

Gameplay

8

Story

10

Motivation

10

Steuerung

9

Test-Hardware: Intel Core i7 8700K, NVIDIA GeForce GTX 1070 Ti, 12x 3.70GHz, 16GB DDR4, Gigabyte Z370P D3 Mainboard. Gespeichert auf Crucial MX300 SSD

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