Sony zieht den Stecker: PS3- und Vita-Fans müssen sich beeilen
Der PlayStation Store auf PS3 und PS Vita wird 2027 weltweit geschlossen. Für Retro-Fans beginnt damit der letzte Countdown.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Sony beendet ein wichtiges Kapitel der PlayStation-Geschichte. Wie Sony im offiziellen PlayStation Blog bestätigt, wird der PlayStation Store auf PS3 und PS Vita schrittweise geschlossen.. In Mexiko, Honduras und Nicaragua beginnt die Schließung des PS3-Stores bereits im August 2026. Weitere Länder in Lateinamerika und im Nahen Osten folgen ab Ende 2026. In allen anderen Ländern wie bei uns wird der PlayStation Store auf PS3 und PS Vita im Juli 2027 geschlossen.
Damit läuft für viele Retro-Fans die Zeit ab. Nach dem jeweiligen Stichtag sind neue Käufe über die alten Konsolen nicht mehr möglich. Wer also noch digitale PS3- oder PS Vita-Spiele kaufen möchte, sollte nicht zu lange warten.
Bereits gekaufte Inhalte sollen laut Sony weiterhin heruntergeladen werden können. Ganz beruhigend klingt das aber nicht. Sony verwendet dabei die Formulierung „für absehbare Zeit“. Genau diese Einschränkung dürfte bei vielen Spielern für Stirnrunzeln sorgen. Denn sie zeigt einmal mehr, wie unsicher digitale Spiele langfristig sein können.
Digitale Exklusivspiele könnten zum Problem werden
Sony begründet den Schritt mit modernen Handels- und Zahlungssystemen. Die alten Plattformen könnten diese Anforderungen offenbar nicht mehr im nötigen Umfang unterstützen. Aus technischer Sicht mag das nachvollziehbar sein. Für Fans klassischer PlayStation-Spiele bleibt es trotzdem ein harter Einschnitt.
Besonders kritisch ist die Lage bei digitalen Exklusivtiteln. Nicht jedes PS3- oder PS Vita-Spiel erschien damals auch auf Disc. Einige Spiele, DLCs und kleinere Veröffentlichungen waren nur digital verfügbar. Sobald der Store geschlossen ist, werden solche Inhalte für neue Käufer praktisch verschwinden. Genau deshalb dürfte die Diskussion um Spiele-Erhaltung jetzt wieder lauter werden. Denn es geht nicht nur um Nostalgie. Es geht um den Zugang zu Spielen, die ein wichtiger Teil der PlayStation-Geschichte sind.
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Die PS VITA erschien am 22. Februar 2012 in Europa und verkaufte sich weltweit nur 16,21 Millionen Mal. – Bild: Sony Interactive Entertainment
Für Sammler beginnt jetzt der letzte Countdown
Wer seine PS3- oder PS Vita-Bibliothek noch erweitern möchte, sollte sich frühzeitig überlegen, welche Spiele, DLCs oder Klassiker noch fehlen. Besonders bei seltenen digitalen Titeln könnte der Druck steigen, je näher die Schließung rückt.
Besonders bitter ist das bei PSN-Titeln, die stark an die PS3-Ära gebunden sind. Spiele wie Tokyo Jungle, Trash Panic, The Last Guy, Rain, Echochrome II, Noby Noby Boy oder WipEout HD stehen sinnbildlich für eine Zeit, in der Sony im PlayStation Store viele kleinere, experimentelle Projekte veröffentlichte. Einige davon wurden später portiert oder erschienen regional auch auf Disc. Viele bleiben aber eng mit dem alten PS3-Store verbunden. Genau deshalb ist die Schließung für Retro-Fans und Spiele-Erhaltung so problematisch.
Für Sony ist es ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft. Für viele Spieler fühlt es sich aber wie der Verlust eines wichtigen Stücks PlayStation-Geschichte an. Die PlayStation 3 und PS Vita verschwinden dadurch nicht. Aber ihre digitalen Stores werden bald Geschichte sein.
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