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Neues Patent von EA könnte zu realistischem Altern der Umwelt durch KI führen

Ein von Electronic Arts im März 2019 eingereichtes US-Patent wurde angenommen, was darauf hindeutet, dass die Entwickler möglicherweise über einige neue Tools zur Erstellung realistischer Umgebungen verfügen.

Star Wars: Squadrons - (C) EA

EA hat ein Patent für „Artificial Intelligence Based Virtual Object Aging“ angemeldet, bei dem Objekte in Spielen durch eben jene KI altern können. Derzeit gibt es jedoch keine Anzeichen dafür, dass diese Methode in einem der kommenden Spiele von EA verwendet wird.

Jedoch enthält das Patent von EA einige interessante Ideen, laut denen eine künstliche Intelligenz verwendet wird um Objekte und Umgebungen im Spiel alt erscheinen zu lassen.

Für die meisten ist dieser Prozess erfordert es derzeit allerdings ein bewusstes Eingreifen bei praktisch jeder Texturänderung und jedem fehlenden Teil. Das EA-Patent soll diesen Prozess rationalisieren, sodass beispielsweise, ein in Sims 4 gebauter Schneemann jedes Mal auf eine etwas andere Weise schmilzt, oder es Entwicklern ermöglichen, einen Filter auf Objekte anzuwenden, die einen zehnjährigen Sprung in die Zukunft darstellen.

Um beispielsweise die Mauern von Skyhold, dem Hauptquartier der Inquisition aus Dragon Age: Inquisition zu schaffen, muss ein Game Asset-Künstler normalerweise bewusst darüber nachdenken, wie die Mauer verwittert, wo sich Risse bilden würden und wie sich Farbe und Textur des Steins über die Zeit verändern würde.

Dragon Age: Inquisition - (C) BioWare, EA

Dragon Age: Inquisition – (C) BioWare, EA

Künstliche Intelligenz lernt wie Texturen altern

Gemäß den Ansprüchen in diesem Patent werden mindestens zwei AI-Algorithmen trainiert, um diesen Prozess nachzubilden: einer, um Texturen und Verformungen auf das „Vorher“ -Bild anzuwenden, und der andere, um zu beurteilen, ob das „Nachher“ -Bild realistisch erscheint.

Natürlich ist der Prozess komplizierter als das, aber das Wesentliche ist, dass es ein „Generator“ – Modell und ein „Diskriminator“ -Modell gibt. Wahrscheinlich wird das Diskriminator Modell trainiert, indem viele Bilder von realen Orten und Strukturen in verschiedenen Stadien ihres Alterungsprozesses betrachtet werden. Es kann sogar auf bestimmte Arten von alternden Objekten spezialisiert werden.

Das Generator Modell hat Zugriff auf eine Bibliothek von Texturen, mit denen es experimentiert, und passt seinen Prozess entsprechend der Rückmeldung des Diskriminator Modells an. Künstliche Intelligenz ist ein weithin missverstandenes Thema, da einige Leute anfangen, an Skynet aus The Terminator zu denken, einem Netzwerk, das Geschicklichkeit entwickelt und sich unweigerlich gegen die Menschheit wendet.

In Wirklichkeit sind maschinelles Lernen und KI eher die neuesten Werkzeuge in einer ständig wachsenden Anzahl von Technologien. Künstliche Intelligenz kann viel schneller über bestimmte Dinge nachdenken als Menschen, aber Computer sind weitgehend nicht in der Lage, Verallgemeinerungen und Annahmen zu treffen, wie das Hollywood Beispiel Skynet.

EA’s Patent liegt momentan jedoch noch im Bereich „Das ist interessant, aber kann es tatsächlich gut aussehen?“

Auch Nvidia arbeitet bereits mit dem Thema KI – Entwicklung um die Möglichkeiten der Computergrafik zu verbessern. Somit ist es nicht EA allein die sich dem Thema KI widmen. Es ist unwahrscheinlich, dass ein Unternehmen in nächster Zeit öffentlich über das Thema KI-Entwicklung sprechen wird. Doch für uns Spieler ist es bereits jetzt interessant darüber zu spekulieren was der mögliche Einsatz von KI für die Spieleentwicklung bedeuten kann.

Quelle: USPTO Patent