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Artikel von Markus Bauer +
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  • Das Wichtigste in Kürze
  • WARDOGS Season 2 startet am 15. Oktober 2026 und bringt Regen sowie weitere neue Map-Bedingungen.
  • Vier neue Waffen sind geplant, jeweils eine für Assault, Medic, Support und Recon.
  • Progression und Bargeld werden weiterhin saisonal zurückgesetzt, dauerhafte Systeme sollen später wichtiger werden.

WARDOGS Season 2 startet am 15. Oktober 2026 und wird deutlich größer als die bisherigen Updates. Entwickler BULKHEAD hatte zunächst lediglich den Termin und ein verregnetes Schlachtfeld gezeigt. Inzwischen gibt es mehr Details: Der Entwickler bestätigt neue Map-Bedingungen, zusätzliche Ausrüstung, Balance-Überarbeitungen und weitere Features. In einem ausführlichen Entwicklergespräch wurden außerdem vier neue Waffen, Änderungen am Level-4-Helm und weitere Details zum Wettersystem verraten.

Offiziell bezeichnet BULKHEAD Season 2 im aktuellen Update 0.1.2 als größeres Content-Update. Genannt werden dort ausdrücklich „Neue Kartenbedingungen, Ausrüstung, Überarbeitungen der Spielbalance und zusätzliche Funktionen“. Wichtig ist dabei die Formulierung: Neue Map-Bedingungen bedeuten bislang nicht automatisch eine komplett neue Map.

WARDOGS Season 2 bringt Regen und Sturm auf die Schlachtfelder

Die auffälligste Neuerung ist das Wetter. Schon der erste Teaser zeigte eine Karte bei starkem Regen. Im rund 95-minütigen Push-to-Talk-Interview mit den Entwicklern wurde das System inzwischen genauer beschrieben. Season 2 soll regnerische und stürmische Bedingungen bekommen. Wasser sammelt sich sichtbar auf Waffen und Fensterscheiben und trocknet wieder, wenn du dich in ein Gebäude bewegst.

Für BULKHEAD ist dabei vor allem die Performance entscheidend. Bei 100 Spielern, Fahrzeugen, zerstörbaren Elementen und großen Karten darf zusätzlicher Regen nicht plötzlich die Bildrate einbrechen lassen. Genau deshalb wirkt das Wetter zunächst eher wie eine neue Variante bestehender Schlachtfelder als ein komplett dynamisches Wettersystem, das mitten im Match beliebig umschlägt.

Noch offen ist, wie stark der Regen das eigentliche Gameplay verändert.

Regen könnte das Gameplay von Wardogs komplett verändern. - Bild: Bulkhead, Team 17

Regen könnte das Gameplay von Wardogs komplett verändern. – Bild: Bulkhead, Team 17

Vier neue Waffen kommen mit Season 2

Inzwischen ist auch bestätigt, dass das Arsenal wächst. Season 2 bringt vier neue Waffen, jeweils eine für Assault, Medic, Support und Recon. Vollständig vorgestellt wurden sie noch nicht. Das passt zur grundsätzlichen Season-Idee des Spiels. BULKHEAD will die Reihenfolge der Freischaltungen regelmäßig verändern und Waffen sowie Fahrzeuge rotieren lassen. Dadurch soll sich nicht jede Season bis ins Endgame identisch spielen.

Auch bestehende Ausrüstung wird angepasst. Besonders interessant ist der Level-4-Helm. Seine hohe Schutzwirkung sorgt aktuell für Diskussionen, weil Kopftreffer deutlich weniger gefährlich werden. In Season 2 bekommt der Helm deshalb stärkere praktische Nachteile: Das Sichtfeld durch das Visier wird deutlich eingeschränkt und bei Regen kann die Scheibe beschlagen.

Das ist ein interessanter Ansatz, weil die Entwickler den Helm nicht einfach abschwächen. Der hohe Schutz bleibt bestehen, dafür musst du mit weniger Sicht leben.

Wardogs bekommt in der zweiten Season gleich 4 neue Waffen. - Bild: Bulkhead, Team 17

Wardogs bekommt in der zweiten Season gleich 4 neue Waffen. – Bild: Bulkhead, Team 17

Das Endgame wird überarbeitet, aber Season 2 wird nicht alles reparieren

Der vielleicht wichtigere Teil von Season 2 steckt unter der Oberfläche. Die Entwickler wissen inzwischen ziemlich genau, wo Wardogs nach mehreren Wochen Early Access Probleme bekommt. CEO Joe Brammer formulierte es ungewöhnlich deutlich: Das Endspiel sei nicht kaputt, aber momentan schlicht „sh*t“.

Ein Grund dafür ist die Progression. Spieler, die sehr viel Zeit investieren, erreichen schwere Fahrzeuge, starke Rüstung und hochwertige Ausrüstung wesentlich früher als der Durchschnitt. Gleichzeitig fühlt sich der XP-Grind für weniger aktive Spieler sehr langsam an. Season 1 wurde laut Brammer deshalb bewusst kurz gehalten. Mit echten Daten von Millionen Spielern will das Team die Progression nun neu justieren.

Perfekte Balance solltest du am 15. Oktober trotzdem nicht erwarten. Brammer sagt selbst, dass man es auch „in Season 2 noch nicht vollständig richtig hinbekommen werde“. Nerfs, Buffs und Änderungen sollen deshalb während des gesamten Early Access weitergehen.

Ein konkretes Beispiel ist die aktuelle Mortar-Meta. Bulkhead hält die Menge an verfügbarer Mörsermunition für zu hoch und untersucht Änderungen. Auch Fahrzeuge, Rüstungen und die Reihenfolge bestimmter Freischaltungen werden anhand der Live-Daten bewertet.

Derzeit funktioniert im "Early Access" noch nicht alles so, wie es sich die Entwickler vorstellen. - Bild: Bulkhead, Team 17

Derzeit funktioniert im „Early Access“ noch nicht alles so, wie es sich die Entwickler vorstellen. – Bild: Bulkhead, Team 17

Mit Season 2 kommt auch der nächste Progressions-Wipe

Für Spieler dürfte der Wipe mindestens genauso wichtig sein wie neue Waffen. Wardogs setzt seine saisonale Progression weiterhin zurück. Level und XP gehören zum jeweiligen Zyklus, ebenso das normale Bargeld. Nicht ausgegebenes Cash wird beim Season-Wechsel in Gold Bars umgewandelt. Gold Bars und darüber erworbene kosmetische Inhalte bleiben dauerhaft auf deinem Account.

Damit beginnen Spieler nach dem Reset wieder deutlich näher beieinander. Gleichzeitig können die Entwickler die XP-Kurve und die Reihenfolge der Freischaltungen verändern. Bereits zum Start von Season 1 erklärte das Studio, dass jede Season eine andere XP-Kurve und eine andere Reihenfolge der Items verwenden kann.

Eine genaue Uhrzeit für den Season-Wechsel und eine vollständige technische Beschreibung des Wipes hat Bulkhead für den 15. Oktober bislang noch nicht veröffentlicht.

Bereits 5 Wochen nach Release erhält Wardogs ein Content-Update. - Bild: Bulkhead, Team 17

Bereits 5 Wochen nach Release erhält Wardogs ein Content-Update. – Bild: Bulkhead, Team 17

Einige große Wardogs-Systeme kommen erst später

Beim Blick auf die bisherigen Aussagen sollte man außerdem zwischen Season 2 und der langfristigen Early-Access-Roadmap unterscheiden. Die Entwickler arbeiten an wesentlich größeren Systemen, deren Release am 15. Oktober aber noch nicht bestätigt ist. Dazu gehören permanente Skills, die sich durch Benutzung verbessern sollen. Als Beispiele nennt Brammer längeren „Tactical Sprint“ oder die Fähigkeit, beim Nachladen eines Repetiergewehrs weiter durch das Zielfernrohr zu schauen. Anders als normale Level sollen diese Skills Season-Wipes überstehen.

Auch eine zusätzliche Ressource namens Intel ist geplant. Damit sollen später Waffenkomponenten und umfangreichere Modifikationen freigeschaltet werden. Black Market, Vault, weitere Fahrzeuge, neue Waffenkategorien und sogar Kampfjets gehören ebenfalls zu den langfristig angekündigten Early-Access-Plänen. Für Season 2 ist davon aktuell aber nicht alles bestätigt.

Season 2 kommt nach einem völlig unerwarteten Start

Dass Bulkhead bereits fünf Wochen nach dem Early-Access-Start so stark nachjustieren muss, hängt auch mit dem Erfolg zusammen. Wardogs hat innerhalb von etwas mehr als zwei Wochen mehr als drei Millionen Exemplare verkauft. Beim Launch erreichte der Shooter außerdem rund 400.000 gleichzeitig aktive Spieler. Viele davon sind noch nicht gegangen. Aktuelle SteamDB-Zahlen zeigen einen 24-Stunden-Peak von 255.105.

Der Andrang brachte allerdings Serverprobleme, Cheater und DDoS-Angriffe mit sich. Direkt nach dem Release sorgten die technischen Probleme sogar für negative Steam-Bewertungen. Ein Teil des Teams musste nach den ersten Wochen verpflichtend Urlaub nehmen, weil die Entwickler laut Brammer körperlich und mental erschöpft waren.

Season 2 ist deshalb mehr als der übliche nächste Battle-Pass-Termin eines Multiplayer-Spiels. Es ist der erste richtige Test, ob Bulkhead aus den Daten und Problemen der ersten Millionen Spieler schnell genug lernen kann. Am 15. Oktober bekommen wir Regen, vier neue Waffen, neue Ausrüstung und einen veränderten Progressionslauf. Ob sich damit auch das Endgame besser anfühlt, wird für Wardogs langfristig aber wesentlich wichtiger sein.

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