FTC versucht erneut Microsoft-Activision Blizzard-Deal zu stoppen
Die FTC hat weitere Schritte unternommen, um sicherzustellen, dass der Zusammenschluss nicht zustande kommt!
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
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- Das Wichtigste in Kürze
- FTC möchte eine einstweilige Verfügung beantragen, um die geplante Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft zu blockieren
- Die FTC hatte bereits geklagt, um die Übernahme im Wert von 68,7 Milliarden US-Dollar zu blockieren
Microsofts geplante Übernahme von Activision Blizzard (samt dem mobilen Candy Crush-Herausgeber „King“) scheint erneut auf erhebliche Hindernisse gestoßen zu sein. Die Federal Trade Commission (FTC) verklagt bereits, um die Fusion zu blockieren, doch zu allem Unglück für Microsoft wurde nun bekannt, dass die FTC eine einstweilige Verfügung beantragt haben soll, die den Deal vor dem 18. Juli 2023 blockieren würde.
Dies berichtet CNBC in einem neuen Bericht. Die Webseite zitiert eine mit der Angelegenheit vertrauten Person. Sollte diese Entwicklung eintreten, dann bleibt es weiterhin spannend. Nach der Ankündigung der Pläne für die fast 70 Milliarden Dollar teure Fusion zu Beginn des Jahres 2022 wird es mehr als 18 Monate dauern, bis alles geklärt ist.
Activision Blizzard-Fusion mit Microsoft: Geht der Deal überhaupt über die Bühne?
Das „geklärt sein“ könnte bedeuten, dass der Deal überhaupt nicht durchgeführt werden darf, da dieser neueste Schritt der FTC nur das jüngste Hindernis für Microsoft und Activision Blizzard ist. Der ursprüngliche Vorstoß der FTC, die Fusion zu vereiteln, ist immer noch in Bewegung. Allerdings wird der Fall erst im August vor dem internen Richter der FTC vorgebracht, nachdem die oben genannte Frist abgelaufen ist.
Selbst wenn der erste Richter die Durchführung der Übernahme blockiert, kann Microsoft, wenn die Situation es erfordert, die Entscheidung anfechten – und das wird den bereits langwierigen Prozess um weitere Monate verlängern, ohne dass ein Ende in Sicht ist. Dass die FTC nun offenbar vor Abschluss dieses Prozesses eine einstweilige Verfügung beantragt hat, macht die Aufgabe für die Unternehmen nur noch schwieriger.

Bisher haben sich nur die FTC (USA) und die CMA (Großbritannien) gegen die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft gestellt. – (C) Activision.
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Bisher nur Großbritannien als einziges Land nicht überzeugt
Die Nachricht, dass die FTC versucht sicherzustellen, dass der Deal blockiert wird, kommt nachdem die britische Wettbewerbsbehörde CMA noch einen Schritt weiter gegangen ist und die Übernahme gänzlich verhindert hat. Unter der Begründung, dass Xbox einen zu großen Einfluss auf den Cloud-Gaming-Markt hätte, sollte der Deal durchgehen, legt Microsoft derzeit Berufung gegen die Entscheidung ein und hat möglicherweise sogar vorläufige Pläne, um Activision Blizzard zu übernehmen, ohne dass Großbritannien zustimmen muss. Selbst die EU und Japan, das Heimatland von PlayStation, haben dem Deal zugestimmt.
Als wäre die langwierige Fusion nicht schon schwer genug: letzten Monat sorgte Activision Blizzard-CEO Bobby Kotick für ganz andere Aussagen, als er bestritt, dass es unter seiner Führung irgendwelche Belästigungsvorfälle gegeben habe. Ermittler haben diese Aussagen überprüft und bestätigt, dass allein im Jahr 2022 29 Fälle von Belästigung im Studio aufgetreten sind.
Egal wie die Sache ausgehen wird. Auch wenn Microsoft nicht den Call of Duty-Publisher übernimmt, müssen sie trotzdem zahlen. Die FTC und Microsoft werden so schnell auch keine Freunde mehr. Erst kürzlich mussten die Redmonder eine Strafe von 20 Millionen US-Dollar hinnehmen.
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