Aufsichtsbehörde in Japan: Microsoft-Deal schadet Sony nicht
In Japan, der Heimat von Nintendo (und PlayStation), sieht man den Activision-Blizzard-Deal nicht so eng.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Artikel ist älter als ein Jahr: Es ist möglich, dass sich die darin enthaltenen Informationen inzwischen geändert haben!
Es sieht so aus, als würde die Aufsichtsbehörde in Japan „grünes Licht“ für Microsofts geplanter Fusion mit Activision Blizzard geben. Die japanische Wettbewerbsbehörde hat nun erklärt, dass sie den 69-Milliarden-US Dollar-Deal nicht blockieren würde.
Die „Japan Fair Trade Commission“ veröffentlichte einen Bericht, in der man zum Schluss kam, dass die vorgeschlagene Übernahme „wahrscheinlich nicht zu einer wesentlichen Einschränkung des Wettbewerbs in bestimmten Handelsbereichen führen wird“ und dass sie „keine Unterlassungsverfügung erlassen“ werden. Laut der japanischen Aufsichtsbehörde verletzte die Transaktion keine Wettbewerbsregeln.
Rückschlag für PlayStation in Japan
Während Sony gerade in den USA, der EU und in Großbritannien energisch gegen die geplante Mega-Fusion argumentierte, ist es sehr interessant, wie die Japaner darauf reagieren.
„Es gibt konkurrierende Unternehmen und Spiele werden in digitalem Format vertrieben, daher ist es unwahrscheinlich, dass es zu einem Mangel an Lieferkapazitäten kommt“, so die Japan Fair Trade Commission in ihrer Erklärung (via VGC.com). „Daher“, so das Fazit, „würde die Übernahme den Wettbewerb in bestimmten Handelsbereichen nicht wesentlich einschränken.“
Etappensieg für Microsoft Deal (zumindest in Japan)
Nachdem bereits andere Länder, wie Brasilien, Saudi Arabien, Chile und Serbien dem Deal zugestimmt haben, ist Japan als „Videospiele-Nation“ sicherlich ein wichtiger zwischenzeitlicher „Sieg“ für Microsoft.
Um die Genehmigung für den Deal zu erhalten, hat Microsoft den Aufsichtsbehörden mitgeteilt, dass es bereit ist, jedes neue Call of Duty-Spiel für einen Zeitraum von 10 Jahren mit PlayStation-Konsolen zu teilen. Bei gleichen Funktionen und vollem Inhalt, wie für Xbox. Ebenfalls profitieren werden Nintendo und Nvidia, die ebenfalls Call of Duty für ihr „Ökosystem“ erhalten werden.
Das Portfolio, dass Microsoft übernehmen möchte, kann sich sehen lassen. Neben Call of Duty und Candy Crush gibt es wesentlich mehr zu holen:
- Diablo
- StarCraft
- WarCraft
- World of WarCraft
- Crash Bandicoot
- Guitar Hero
- Tony Hawk’s
- Spyro
- Hearthstone
- Heroes of Storm
- Skylanders
- Overwatch
Activision-Blizzard beschäftigt rund 10.000 Mitarbeiter, bei einem Jahresumsatz von rund 9 Milliarden US-Dollar (2021).
- Mehr Werbung auf PlayStation? Sony soll neue Einnahmequellen prüfen
- Lesenswerter Artikel
- Microsoft holt die Xbox 360 zurück, doch einen großen Haken gibt es
- Lesenswerter Artikel
- Black Ops 2 auf PS5 in Gefahr: Hacker greifen jetzt sogar Spielerkonten an
- Lesenswerter Artikel
- Xbox wird in Europa deutlich teurer: Preise steigen um bis zu 200 Euro
- Lesenswerter Artikel
- PlayStation-Fans dürfen hoffen: Leak zeigt LEGO-PS1 mit Astro Bot
- Lesenswerter Artikel
- Xbox-Server sind mal wieder down: Tausende von Spielern ausgesperrt
- Lesenswerter Artikel
- Xbox bringt Klassiker endlich auf den PC, aber der Start ist kleiner als gedacht
- Lesenswerter Artikel
Jetzt muss Microsoft nur noch die Aufsichtsbehörden in den USA, der EU und Großbritannien überzeugen. Doch dieses Unterfangen wird noch eine Weile dauern.
Hast du einen Fehler entdeckt oder weitere Infos zu diesem Artikel? Dann schick uns gerne dein !





