Xbox: „Mobile Store“ doch nicht tot? Asha Sharma reagiert auf neuen Bericht
Ein Bericht über angeblich abgeschaltete Testseiten sorgte sofort für Wirbel. Jetzt hat Xbox-Chefin Asha Sharma selbst teilweise widersprochen.
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Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Der Xbox Mobile Store galt plötzlich schon wieder als gescheitert. Auslöser war ein neuer Bericht von WindowsCentral.com, laut dem frühere Test-URLs des Projekts inzwischen nur noch auf eine „404“ (Error)-Seite führen. Das wirkte wie ein ziemlich klares Signal: still beerdigt, nie gestartet und Ende der Geschichte.
Ganz so einfach ist es offenbar aber nicht. Denn kurz nach dem Bericht meldete sich Asha Sharma selbst zu Wort. Die neue Xbox-Chefin erklärte öffentlich, Microsoft habe vor wenigen Wochen ein Amicus Brief eingereicht, weil Wettbewerb im Mobile-Bereich weiter wichtig sei. Noch entscheidender ist ihr Satz via X.com (vormals Twitter): „Die Idee eines Xbox Mobile Stores ist nicht tot.“ Damit ist die ursprüngliche Schlagzeile zumindest in ihrer härtesten Form schon wieder relativiert.
Warum der Bericht trotzdem nicht aus der Luft gegriffen ist
Der Wirbel kommt nicht von ungefähr. Microsoft hatte den Xbox Mobile Store schon 2024 offiziell angekündigt (bereits 2022 durchgesickert). Damals sagte Xbox-Präsidentin Sarah Bond, dass der Store im Juli 2024 starten solle, zunächst webbasiert und zuerst mit Microsofts eigenen Mobile-Marken wie Candy Crush.
Passiert ist danach bekanntlich: nichts. Später hieß es, der Start verschiebe sich auf den Winter 2024. Seitdem wurde es um das Projekt immer stiller. Dass nun Testseiten nicht mehr funktionieren, passt also zu einem Eindruck, den viele ohnehin schon hatten: Der Store ist zumindest nicht in der Form gestartet, wie Microsoft ihn ursprünglich angekündigt hatte. Oder so.
Das eigentliche Problem war wohl nie nur Xbox selbst
Ein zentraler Punkt in der ganzen Geschichte: Microsoft hatte schon früher deutlich gemacht, dass Apple und Google den Aufbau eines konkurrierenden mobilen Stores massiv erschweren. Bereits 2025 unterstützte Microsoft Epic in einem Rechtsstreit und argumentierte, Apple blockiere effektiv die Einführung eines Xbox Mobile Store auf iOS.
Genau das macht Sharmas jetzige Reaktion so wichtig. Sie sagt im Grunde nicht: „Der Store kommt sofort.“ Sie sagt eher: Die Idee lebt noch, aber die Marktbedingungen sind weiterhin das eigentliche Problem. Das ist ein spürbarer Unterschied.
Was das jetzt für Xbox bedeutet
Im Moment spricht vieles dafür, dass das ursprüngliche Projekt mindestens auf Eis liegt oder neu gedacht wird. Die funktionierenden Testseiten sind weg, der 2024 angekündigte Launch kam nie, und selbst Sharmas Antwort klingt eher nach politischem und strategischem Festhalten an der Idee als nach einem unmittelbar bevorstehenden Start.
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Trotzdem ist das Thema nicht erledigt. Gerade weil Microsoft mit Marken wie Candy Crush und Minecraft im Mobile-Bereich viel zu verlieren und zu gewinnen hat, bleibt ein eigener Vertriebskanal logisch. Aber solange Apple und Google ihre Plattformen nicht weiter öffnen oder Gerichte sie stärker dazu zwingen, bleibt ein echter Xbox Mobile Store wohl eher ein Ziel als ein fertiges Produkt für die nächste Zeit.
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