EA-Übernahme durch Saudi Arabien: Spieler protestieren direkt vor dem Hauptquartier
Der geplante Verkauf von Electronic Arts an ein saudisch geführtes Konsortium sorgt weiter für Widerstand. Jetzt erreichte der Protest eine neue Stufe.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Der Widerstand gegen die geplante Übernahme von Electronic Arts (EA) durch ein saudisch geführtes Konsortium erreicht eine neue Stufe. Laut eigenen Instagram-Account demonstrierte die Gruppe Players Alliance am 11. Mai 2026 direkt vor dem EA-Hauptquartier in Redwood City (Kalifornien, USA). Ziel war es, eine Petition gegen den Deal persönlich an die Unternehmensführung zu übergeben.
An der Aktion nahmen laut Bericht rund ein Dutzend Protestierende teil. EA hatte den Bereich vor dem Madden-Feld bereits abgesperrt und auf eine private Veranstaltung verwiesen. Die Demonstranten versuchten trotzdem, die Petition zu überreichen. Der Sicherheitsdienst ließ sie nicht ins Gebäude, versprach aber, die Unterlagen weiterzugeben. Zusätzlich wurde die Petition per E-Mail an EA-CEO Andrew Wilson und das zuständige US-Komitee für Auslandsinvestitionen geschickt.
Warum der Deal so umstritten ist?
Der geplante Kauf von EA sorgt seit Monaten für Diskussionen. Die Sorge der Protestierenden richtet sich nicht nur gegen Saudi-Arabien als Investor, sondern auch gegen die finanzielle Struktur des Deals. Laut PCGamer.com geht es um einen 20 Milliarden US-Dollar schweren Schuldenanteil, der EA belasten könnte. Kritiker befürchten deshalb Entlassungen, Studioschließungen oder stärkeren Kostendruck.
Dazu kommen Sorgen über mögliche inhaltliche Einschränkungen. Wenn ein großer westlicher Publisher unter starkem Einfluss saudischer Geldgeber steht, fragen sich viele Spieler, ob bestimmte Themen in Zukunft schwieriger werden könnten. Auch Fragen rund um Menschenrechte, politische Einflussnahme und nationale Sicherheit spielen in der Debatte eine Rolle.

Battlefield 6 war nach Umsatz das meistverkaufte PC-Spiel im Jahr 2025. Am Konsolenmarkte rangierte es letztes Jahr hinter EA Sports FC 26 (ebenfalls EA) und NBA 2K26 (2K Games). – Bild: EA
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EA steht mitten im Kulturkampf der Games-Branche
EA ist nicht irgendein Publisher. Das Unternehmen steht hinter Reihen wie EA Sports FC, Battlefield, The Sims, Dragon Age, Mass Effect, Apex Legends und vielen weiteren bekannten Marken. Genau deshalb hat eine Übernahme dieser Größe Signalwirkung für die gesamte Branche.
Schon Anfang 2026 hatten EA-Aktionäre dem Verkauf deutlich zugestimmt. Es stimmten mehr als 201 Millionen Aktien für den Deal, nur rund 1,9 Millionen dagegen. Der geplante Kaufpreis liegt bei 55 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Microsoft bezahlte 68,7 Milliarden US-Dollar für Activision-Blizzard im Jahr 2023 (u.a. Call of Duty).
Klar, auch wir Gamer verstehen, dass große Publisher nicht nur nach kreativen Erfolgen bewertet werden, sondern auch als globale Finanzobjekte hin und her gehandelt werden. Wenn EA tatsächlich unter neue Eigentümer kommt, könnten Entscheidungen über Spiele, Studios und Arbeitsplätze künftig noch stärker von Investoreninteressen geprägt sein.
Electronic Arts bringt uns nicht nur jedes Jahr ein neues EA Sports-Update zum Vollpreis, sondern unterstütze auch kleinere unabhängige Studios wie Hazelight Studios in der Vergangenheit, die uns Videospiele-Perlen wie It Takes Two (2021) brachten. Und genau diese Investitionen könnten im Sand verlaufen, wenn EA „noch mehr“ als Finanzobjekt gesehen wird.
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