EA Sports FC 26 im Test: Spaß auf dem Platz, Stillstand daneben
EA Sports FC 26 überzeugt mit solider Spielbarkeit und sinnvollen Tweaks, doch große Neuerungen und frische Optik fehlen. Unser Review mit Fazit.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
- Das Wichtigste in Kürze
- Zwei Spielstile: Authentisch (ruhiger, physischer) und Kompetitiv (schnell, direkt)
- Stärken: Steuerung, Spielfluss, Umfang, kurze Ladezeiten
- Schwächen: Mikrotransaktionen in UT, visuelle Stagnation, Balancing online
EA Sports FC 26 läuft im Tunnel ein, die Choreo sitzt, das Flutlicht brennt und du fragst dich: Hat sich auf dem Rasen wirklich etwas getan? Kurz gesagt: Die Ballkontrolle wirkt runder, einige Modi bekommen sinnvolle Ergänzungen, online gibt es neue Anreize. Aber der ganz große Wurf bleibt aus. Wenn du schon länger mit der Serie spielst, fühlst du dich sofort zu Hause. Im Guten wie im Schlechten.
Auf PC, Xbox Series X/S und PlayStation 5 (worauf das Spiel die meiste Zeit getestet wurde) liefert der Titel eine gewohnt stabile Performance mit schnellen Ladezeiten. Der Ball rollt flüssig, die Menüs reagieren fix. Trotzdem ist das Drumherum visuell spürbar in die Jahre gekommen. Modelle, Texturen, Zuschauer-Animationen: solide, aber kaum frischer als im Vorjahr.
Zwei Spielstile, ein Gefühl: „Ich kenn dich doch“
Der auffälligste Banner im neuen Stadion ist die Wahl zwischen „Authentisch“ und „Kompetitiv“. Authentisch spielt sich ruhiger, körperlicher, mit mehr Gewicht in Zweikämpfen und Spielaufbau. Kompetitiv zieht das Tempo an, belohnt schnelle Kombis, Pressing und One-Touch-Fußball. Die Idee ist gut und war im Kern schon da. Neu ist vor allem, wie deutlich EA die Wahl präsentiert und erklärt.
Auf dem Platz wirkt EA Sports FC 26 insgesamt etwas feinjustiert. Die Ballannahmen sind berechenbarer, Schüsse fühlen sich wuchtig an, und Keeper zeigen ein paar neue Paraden. Trotzdem kippt der kompetitive Stil online oft stark zugunsten des Angriffs: Doppelpässe stechen Verteidiger zu leicht aus, und diagonale Abschlüsse sitzen etwas zu häufig. Das macht Matches wild und manchmal „frustig“. Hier braucht es Balancing-Patches, damit Defensivarbeit mehr belohnt wird. Außerdem ist es wieder so, dass viele mit der 5er-Kette spielen, um schnelle Angriffe abzufedern. Entweder geht ein Match 10:2 aus oder man hadert herum wer den ersten Fehler macht und es gibt lediglich ein Tor.
Karriere, Clubs und UT: kleine Schritte statt Revolution
Die Karriere bleibt ein Highlight, gerade wenn du abseits des Online-Trubels planst, tüftelst und deine Geschichte schreibst. Als Spielerin oder Spieler levelst du dich mit 13 neuen Archetypen feiner aus, vom pressingstarken Flügeljäger bis zum spielmachenden Sechser. Als Trainerin oder Trainer warten mehr Ereignisse, klarere Ziele, kleinere Story-Überraschungen und ein spürbar lebendigerer Transfermarkt. Das ist nicht revolutionär, aber motivierend genug, um „nur noch eine Saison“ dranzuhängen. Insgesamt wirkt es realistischer als noch in EA Sports FC 25.
Clubs profitiert von frischen Turnierformaten (u. a. Rush-Varianten) und saubererem Torwart-Handling. Das Zusammenspiel mit der Truppe fühlt sich eingespielt an, Aufstiege bleiben süchtig machend. Im Ultimate Team (UT) setzt EA Sports FC 26 zusätzlich auf K.-O.-Turniere mit limitierten Tickets und reizvollen Belohnungen. Dazu kommen überarbeitete Fortschrittsstufen in Rivals und Champions mit Checkpoints, die das Grinden etwas entschärfen und Zwischenerfolge greifbarer machen.
Klingt gut und spielt sich auch so. Doch das Grundproblem von UT bleibt: Wer Echtgeld investiert, beschleunigt den Weg zum Top-Kader spürbar. Skill entscheidet viel, aber auf höherem Niveau kippt ein Extra-Sprintwert oder ein Monster-Innenverteidiger Matches auf Knopfdruck. Das ist seit Jahren bekannt und auch in EA Sports FC 26 nicht gelöst, nur etwas netter verpackt. Das war es auch schon.
Die Präsentation von EA Sports FC 26 im Test: Funktional, aber ordentlich angestaubt
Ein Fußballspiel muss nicht jedes Jahr wie ein Konsolen-Showcase aussehen, aber ein bisschen Frischzellenkur täte gut. EA Sports FC 26 bleibt hübsch genug, ohne zu beeindrucken. Die Stadionatmosphäre passt, Lichtstimmungen sind ordentlich, Jubel-Sequenzen machen Laune. Gleichzeitig sind Gesichter, Trikots, Rasen und Crowd-Animationen nur in Details verbessert. Auch die Menüs wirken vertraut bis zum Déjà-vu.
Lizenzseitig liefert EA traditionell viel, aber nicht alles. Vereine mit Fantasienamen und Ligen mit Lücken dämpfen die Immersion, besonders wenn du Fan bestimmter Teams bist. Wer nur zockt, zuckt mit den Schultern; wer gesammelt, sammelt und rekonstruiert, runzelt die Stirn.

EA Sports FC 26 kann mit vielen neuen Animationen punkten. Die große Revolution bleibt allerdings aus. – Bild: EA Sports
Balance-Fragen: Wenn Angriff immer gewinnt
Der Spaßfaktor ist hoch, sobald du dich auf den jeweiligen Stil einlässt. Authentisch belohnt Geduld, gutes Stellungsspiel und Timing. Kompetitiv ist ein Fest für Dribbler und Passkünstle. Das Problem: In der Meta online zahlt sich Risiko zu oft aus. Steile Läufe, flache Steckpässe in den Strafraum und wuchtige Abschlüsse sind derzeit zu effizient, während Verteidiger manchmal am Spielfeld „kleben blieben“. Wenn EA hier nachjustiert, hebt das Gesamtlevel des Gameplays deutlich an. Es hat mich schon sehr verwundert im Karriere-Modus, dass ich mir gegen den Letzten in der Liga manchmal schwerer tue, als im Champions League-Finale.
Für wen lohnt sich EA Sports FC 26?
Wenn du die Reihe liebst, bekommst du mit EA Sports FC 26 genau das: verlässlichen Kick, viele Modi, solide Technik und genug Neuerungen, um dich ein paar Dutzend (oder Hundert) Stunden zu beschäftigen. Karriere-Bastlerinnen und Bastler und Clubs-Teams kommen auf ihre Kosten. UT-Fans freuen sich über neue Turniere und ein fairer wirkendes Fortschrittssystem zwischen den großen Belohnungen. Das Ding ist trotzdem, dass man viel Geld hineinstecken muss. Nicht umsonst dürfte der 55-Milliarden-US-Dollar-Deal wegen solchen Modis passiert sein.
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Suchst du allerdings die große Erneuerung in EA Sports FC 26 – eine neue Grafikpipeline, spürbar andere Animationen, ein Lizenz-Paket ohne Lücken oder eine grundlegende Neuausrichtung – dann spielt EA Sports FC 26 auf Sicherheit. Es ist mehr „Feinschliff“ als „Neuanfang“. Hat EA seine Versprechen erfüllt? Nun, nicht alle, aber mehr als noch im Vorgänger.
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Fazit zu EA Sports FC 26 im Test: Solider Saisonsieg ohne Meisterstück
EA Sports FC 26 ist ein gutes Fußballspiel. Ende. Der Ball läuft, Abschlüsse knallen, Karriere fesselt, Clubs motiviert, UT lockt mit neuen Anreizen. Doch der große Schritt nach vorn bleibt aus. Wer zuletzt pausiert hat und wieder eintauchen will, bekommt ein rundes Paket. Wer sehnsüchtig auf die große Erneuerung wartet, muss weiter Geduld haben.
Unterm Strich bleibt EA Sports FC 26 ein verlässlicher Allrounder mit Spaßgarantie und einer To-do-Liste für Patches und für die Zukunft. Die große Revolution hat ohnehin niemand erwartet, aber die Evolution ist durchaus spürbar.
Wenn du auf der Suche nach richtig guten Guides für das Spiel bist, bieten wir dir eine große Auswahl. Wir erklären dir, wie du das beste Ultimate Team baust, den schnellsten Spieler in EA Sports FC 26 findest oder was die neue „Deeper Simulation“-Option im Karrieremodus bedeutet.
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