EA-Chef kassiert immer mehr, während Mitarbeitergehälter sinken
CEO Andrew Wilson verdient mehr denn je, gleichzeitig sinkt das mittlere Einkommen der EA-Belegschaft deutlich. Die Zahlen werfen Fragen auf.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Electronic Arts steht erneut wegen seiner Gehaltsstruktur in der Kritik. Der langjährige CEO Andrew Wilson strich im Geschäftsjahr 2025 eine Gesamtvergütung von 30,5 Millionen US-Dollar ein, ein Plus von fast 5 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Zeitgleich meldete das Unternehmen jedoch einen deutlichen Rückgang beim mittleren Einkommen seiner Mitarbeiter.
Im aktuellen Proxy-Filing für das Fiskaljahr bis zum 31. März 2025 wurde das neue Gehaltspaket für den CEO offenbart: Neben Bargeld enthält es auch Aktienoptionen und Boni. Und: Ein neuer Performance-Anreiz, der auf die Nutzung von generativer KI abzielt, ersetzt frühere Ziele wie die Erhöhung der Spielzeit.
Derweil liegt das mittlere Gehalt der Belegschaft bei nur noch 117.000 Dollar, nach zuvor 149.000 Dollar im Jahr 2023. Das entspricht einem Rückgang von über 20 Prozent! EA erklärt den Unterschied nicht näher, betont aber, dass in beiden Zahlen Aktien und Boni enthalten sind, wie Gamefile.news berichtet.
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Statistik mit Nebenwirkungen
EA behauptet, zur Vergleichbarkeit weiterhin den „gleichen Median-Mitarbeiter“ verwendet zu haben, ein statistischer Kniff, der für Außenstehende schwer nachvollziehbar ist. Median bedeutet: Man sortiert alle Gehälter und nimmt den Wert genau in der Mitte, also kein Durchschnitt im klassischen Sinne.
Das Problem: Während Wilsons Vergütung sprunghaft ansteigt, wirkt die Linie der Mitarbeitergehälter auf einem Diagrammen nahezu flach, weil man Millionen mit sechsstelligen Beträgen vergleicht.
Besonders brisant: Wilsons neue Bonusziele verschieben den Fokus weg von der reinen Spielzeit der Nutzer hin zu „Innovation durch generative KI“. Das dürfte intern und extern für Diskussionen sorgen, denn auch wenn EA betont, KI als kreatives Werkzeug zu nutzen, bleibt unklar, ob Entwickler davon profitieren oder langfristig ersetzt werden sollen.
Erst kürzlich wurden hunderte Stellen bei EA gestrichen, sowie ein neues Titanfall-Spiel abgesetzt.
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