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Artikel von Sinan Huemer + unter Mithilfe von KI *.
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Manche Orte in Assassin’s Creed Black Flag Resynced sind nicht wegen ihrer Beute interessant. Es gibt dort keine legendäre Waffe, kein besonders starkes Kleinod und auch keinen Bauplan, der die Jackdaw plötzlich in ein schwimmendes Monster verwandelt. Man besucht sie, weil sie eine kleine Geschichte erzählen. Eine Geschichte, die nicht in einer langen Zwischensequenz erklärt wird, sondern einfach dort liegt … zwischen kaputten Kisten, Blutspuren und Leichen.

Genau so ein Ort ist in Navassa zu finden.

Wo liegt die Insel des treuen Hundes?

Die Insel befindet sich weit unten im Süden der Weltkarte. Die Insel ist klein, als Gebiet mit mittlerem Schwierigkeitsgrad markiert und kann leicht übersehen werden, wenn man nur den Hauptmissionen folgt oder mit der Jackdaw von Ziel zu Ziel rast.

Setzt eine Markierung auf die Koordinaten 623:49 und segelt zur Insel. Einen großen Hafen gibt es hier nicht. Ihr könnt die Jackdaw direkt vor der Küste stoppen und die letzten Meter schwimmen. Alternativ nähert ihr euch langsam dem kleinen Steg und sucht euch eine Stelle, an der ihr bequem an Land kommt.

Ich würde allerdings empfehlen, tatsächlich durch das Wasser zur Insel zu schwimmen. Nicht weil es schneller wäre … sondern weil der Fund dadurch noch etwas unangenehmer wird.

Bereits vor der Küste treiben tote Menschen im Wasser.

Die Insel des Hundes in AC Black Flag Resynced © Ubisoft, Screenshot by DailyGame

Die Insel des Hundes in AC Black Flag Resynced © Ubisoft, Screenshot by DailyGame

Leichen im Wasser und Blut im Sand

Der Ort wirkt aus der Entfernung fast idyllisch. Weißer Sand, klares Wasser, Palmen und ein kleiner bewachsener Felsen, der über die Hütten ragt. Eine dieser typischen karibischen Inseln, auf denen man normalerweise mit einer Schatzkarte in der Hand nach einem vergrabenen Schatz suchen würde.

Sobald man näher kommt, kippt die Stimmung.

Im Wasser treiben Leichen. Am Strand liegen weitere tote Menschen zwischen Netzen, Kisten und den Überresten einer kleinen Siedlung. Blutspuren ziehen sich durch den Sand und über die Holzbretter vor den Hütten. Manche Körper liegen noch dort, wo sie offenbar getötet wurden. Andere wurden ins Meer geworfen oder von den Wellen vom Ufer weggetragen.

Bei meinem Besuch gab es auf der Insel keine lebenden Soldaten, keine Piraten und auch sonst niemanden, mit dem man sprechen konnte. Navassa ist still. Fast vollständig jedenfalls.

Denn ein Bewohner ist noch da. Der nun berühmteste Hund von Assassins Creed Black Flag Resynced.

Der braveste Hund in AC Black Flag Resynced © Ubisoft, Screenshot by DailyGame

Der braveste Hund in AC Black Flag Resynced © Ubisoft, Screenshot by DailyGame

Die Botschaft der britischen Marine

An einer der Hütten findet ihr eine Nachricht, die von Kapitän James Presgrove von der Royal Navy unterzeichnet wurde. Darin werden alle „Komplizen und Kollaborateure“ gewarnt. Die Toten sollen als Beispiel dafür dienen, welche Strafe jene erwartet, die der Piraterie in diesen Gewässern Vorschub leisten.

Die Nachricht bleibt dabei nicht bei der Hinrichtung stehen. Presgrove droht zusätzlich mit einer Strafe in einem „See aus Feuer und Schwefel“ und fordert alle Überlebenden dazu auf, sich dem Glauben zuzuwenden und Buße zu tun.

Viel Raum für Interpretation bleibt da nicht.

Die Royal Navy hat die Menschen offenbar nicht getötet, weil sie selbst Piraten waren. Sie wurden bestraft, weil sie Piraten unterstützt haben sollen. Vielleicht mit Nahrung, vielleicht mit einem sicheren Platz an der Küste, vielleicht durch Handel. Das Spiel erklärt nicht jedes Detail und genau das macht den Ort so stark. Man sieht das Ergebnis und liest die Rechtfertigung der Täter … den Rest setzt man selbst zusammen.

Natürlich könnte es sein, dass einzelne Bewohner tatsächlich mit Piraten zusammengearbeitet haben. Die britische Botschaft lässt aber keinen Zweifel daran, dass hier ein Exempel statuiert wurde. Nicht nur an bewaffneten Kämpfern, sondern offenbar an einer gesamten kleinen Gemeinschaft.

Der einzige Überlebende ist ein Hund

Zwischen all den Leichen, den blutigen Kisten und den verlassenen Hütten läuft ein schwarzer Hund über den Strand.

Er greift Edward nicht an. Er bellt ihn nicht wütend an und führt auch zu keinem versteckten Schatz. Er ist einfach da. Allein.

Ihr könnt euch ihm nähern und ihn streicheln. Edward geht dabei in die Hocke und krault den Hund, während dieser ruhig bei ihm bleibt. Es ist nur eine kurze Animation, aber an diesem Ort wirkt sie völlig anders als bei den Hunden in den größeren Städten. Dort gehört das Tier zur Umgebung. Auf Navassa ist es der einzige lebende Bewohner einer ausgelöschten Siedlung.

Und dann geht Edward wieder.

Die Botschaft in AC Black Flag Resynced © Ubisoft, Screenshot by DailyGame

Die Botschaft in AC Black Flag Resynced © Ubisoft, Screenshot by DailyGame

Genau das ist der Punkt, der viele Spieler gerade beschäftigt. Man kann den Hund trösten, aber man kann ihn nicht mitnehmen. Er bleibt auf der Insel zurück… bei den Toten, zwischen den Blutspuren und den verlassenen Hütten.

Ob einer der getöteten Menschen sein Besitzer war, wird nicht ausdrücklich erklärt. Es ist aber schwer, beim Erkunden der Insel nicht genau daran zu denken. Vielleicht wartet er noch immer darauf, dass jemand zurückkommt. Vielleicht versteht er nicht, warum plötzlich niemand mehr da ist. Vielleicht haben wir es hier aber auch einfach mit einem kleinen Detail zu tun, das von Ubisoft bewusst platziert wurde, um die Grausamkeit des Fundortes noch stärker wirken zu lassen.

Funktioniert hat es jedenfalls.

Die Black Flag Community will den Hund retten

In der Community hat der Fund inzwischen eine kleine Rettungsaktion ausgelöst. Ausgangspunkt war unter anderem ein Reddit-Beitrag des Nutzers Ordinary-Republic-38, der Ubisoft aufforderte, den „good boy“ retten zu dürfen. Dabei wurden auch die Koordinaten 624:50 geteilt, damit andere Spieler den Hund besuchen können.

Von einer richtigen Petition wird inzwischen immer wieder gesprochen. Eine klassische Unterschriftenaktion konnte ich bei meiner Suche aktuell allerdings nicht finden. Es handelt sich bisher eher um eine lautstarke Community-Kampagne, die sich über Reddit und andere soziale Netzwerke verbreitet hat.

Die Wünsche der Spieler sind ziemlich eindeutig. Edward soll den Hund mit auf die Jackdaw nehmen können. Andere schlagen vor, ihn zumindest nach Great Inagua zu bringen, damit er dort zwischen den Bewohnern ein neues Zuhause bekommt.

Das würde sogar hervorragend zu den bereits vorhandenen Tierbegleitern passen. Aktuell lassen sich auf der Jackdaw Katzen und Affen als Haustiere einsetzen, der Hund von Navassa gehört jedoch nicht dazu. Einige Spieler würden ihn gerne in der Kapitänskajüte schlafen lassen, falls er auf dem Deck technisch oder optisch keinen Platz bekommt. Andere würden ihn sogar lieber als Begleiter verwenden als die bereits verfügbaren Affen.

Ganz ehrlich… so schlecht klingt die Idee gar nicht.

Es braucht keine große Questreihe, keinen komplizierten Kampf und keine neue Insel. Ein kurzes Ereignis, bei dem Edward den Hund rettet und nach Great Inagua bringt, würde vollkommen reichen. Oder man schaltet ihn direkt als Begleiter für die Jackdaw frei. Selbst ein fester Schlafplatz in der Kapitänskajüte wäre besser, als ihn auf Navassa zurückzulassen.

Leichen im Wasser in AC Black Flag Resynced © Ubisoft, Screenshot by DailyGame

Leichen im Wasser in AC Black Flag Resynced © Ubisoft, Screenshot by DailyGame

Lohnt sich der Besuch auf der Insel?

Spielerisch gehört dieser Ort vielleicht nicht zu den wichtigsten Orten in Assassin’s Creed Black Flag Resynced. Ihr bekommt hier nach meinem Besuch keinen gewaltigen Vorteil, der alle kommenden Kämpfe leichter macht. Trotzdem ist die Insel einen Abstecher wert.

Die Insel zeigt sehr gut, wie viel Atmosphäre in kleinen, leicht übersehbaren Orten stecken kann. Es gibt keine lange Erklärung und keinen NPC, der Edward erzählt, was passiert ist. Die Leichen, die britische Warnung und der einsame Hund reichen völlig aus.

Das grausame Idyll gehört damit zu jenen Orten, die man vermutlich nie findet, wenn man nur der Hauptgeschichte folgt und jede Reise mit der Schnellreise abkürzt. Genau deshalb lohnt es sich in Black Flag Resynced, hin und wieder einfach mit der Jackdaw loszusegeln und kleine Inseln anzusteuern, die auf den ersten Blick völlig uninteressant wirken.

Segelt zu den Koordinaten 623:49, schwimmt an den Toten vorbei und seht euch die Insel selbst an. Vergesst vor der Abreise nicht, den Hund zu streicheln.

Mitnehmen könnt ihr ihn leider noch nicht.

Aber vielleicht hört Ubisoft dieses eine Mal auf die Community… denn dort allein zurücklassen möchte ihn wohl wirklich niemand.

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Bei der Erstellung dieses Artikels kam Künstliche Intelligenz zum Einsatz (z. B. für Text, Recherche, Bilder oder Tabellen). Alle Inhalte wurden vor der Veröffentlichung sorgfältig von einem Menschen geprüft.

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