CoD-Streamer müssen Black Ops 7 eine Woche lang exklusiv spielen – laut Insider unter Vertrag
Laut Berichten stehen einige Call of Duty-Streamer unter Vertrag, eine Woche lang ausschließlich Black Ops 7 zu streamen. Warum Activision solche No-Compete-Klauseln nutzt und wie die Community reagiert.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Die Marketing-Maschine rund um Call of Duty: Black Ops 7 läuft auf Hochtouren. Offenbar so sehr, dass einige bekannte Streamer vertraglich verpflichtet wurden, eine Woche lang keinen anderen Multiplayer-Shooter zu spielen. Das behauptet Content Creator Cloakzy, und auch Insider Tom Henderson bestätigt entsprechende Klauseln.
Wie Cloakzy berichtet (via ModernWarzone auf X.com), dürfen bestimmte Call of Duty-Streamer aktuell auf Twitch und YouTube keine anderen Multiplayer-Shooter zeigen. Das bedeutet: sieben Tage lang nur Black Ops 7 – kein Fortnite, kein Counter-Strike 2 oder kein Battlefield 6.
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Laut Henderson (ebenfalls via X.com) stammt diese Vorgabe von Agenturen, die „No-Compete“-Klauseln in Verträge integrieren. Creator sollen während dieser Zeit ausschließlich ein einziges Spiel streamen, auch wenn sie privat etwas anderes zocken wollen würden. Activision hat auf Nachfrage laut Henderson erklärt, solche Klauseln seien „branchenüblich“. Bisher war dieses Vorgehen vor allem aus dem Mobile-Gaming-Bereich bekannt. Im AAA-Segment sorgt es nun für Diskussionen.
Streamer verdienen so viel wie nie, können aber verhandeln
Henderson stellt klar: Diese Verträge sind zwar strikt, aber nicht unverhandelbar. Wer keine Exklusivbindung möchte, kann entsprechende Passagen herausstreichen lassen. Zumindest theoretisch. Viele Creator sollen laut Henderson „die höchsten Summen ihrer Karriere“ angeboten bekommen haben. Vor allem große Shooter-Projekte greifen tief in die Marketingtasche, um die Reichweite zum Launch zu maximieren.
Parallel tauchten Berichte auf, dass der Launch von Call of Duty: Black Ops 7 auf Steam schwächer verlief als erhofft. Das Spiel schaffte es zwar zurück in die Top 10 der meistgespielten Titel, blieb dort aber hinter Premium-Veröffentlichungen wie Arc Raiders und Battlefield 6 zurück.
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Streamer unter Vertrag: Kein anderer Shooter als Call of Duty: Black Ops 7 soll laut Berichten gespielt werden! – Bild: Activision
„Game Pass“ als Bremse für Black Ops 7?
Ein Faktor könnte die Verfügbarkeit über Xbox Game Pass sein, allerdings zeigt der Vergleich zum Vorjahr, dass Black Ops 6 wesentlich bessere Steam-Zahlen hatte (trotz Game Pass-Day One-Release und ohne Ultimate-Beschränkung).
Dass Streamer eine Woche lang ausschließlich Black Ops 7 spielen, zeigt, wie aggressiv Activision das Spiel pushen will. Für die Publisher ist es ein kalkulierter Marketingvorteil. Für die Community wirkt es jedoch schnell wie künstlicher Hype. Wie nachhaltig diese Strategie ist, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Fest steht: Ein Launch wie zu Black Ops 6 scheint bislang außer Reichweite. Zurecht. Ich habe das Spiel erst zum Release-Tag für einen Test erhalten und „quäle“ mich gerade durch. Ich hätte nicht am selben Tag zuvor noch Battlefield 6 spielen sollen…
Call of Duty: Black Ops 7 ist jetzt für PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S und PC verfügbar.
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