Call of Duty: Activision jagt Cheat-Anbieter jetzt bis vor die eigene Haustür
Activision verschärft den Kampf gegen Call of Duty Cheats und überreichte einem Anbieter in Ohio persönlich eine Unterlassungsaufforderung.
Werbung
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Cheater aus einem laufenden Call of Duty-Match zu werfen, ist eine Sache. Die Anbieter der Software persönlich zu Hause aufzusuchen, ist noch einmal eine völlig andere Stufe. Genau diesen Schritt ist Activision jetzt gegangen. Der Publisher veröffentlichte auf dem offiziellen Call of Duty Account auf X.com ein Video, das zeigt, wie ein Vertreter eine Adresse im US Bundesstaat Ohio aufsucht. Dort wird einem Mann eine Unterlassungsaufforderung im Namen der Anwälte von Activision übergeben.
Das Ziel der Aktion war laut dem CoD-Herausgeber Elocarry, ein Anbieter, der unter anderem Cheats für Call of Duty und Warzone verkauft hatte. Gerade rechtzeitig zum Start der Modern Warfare 4-Beta.
Activision macht aus RICOCHET plötzlich einen Hausbesuch
Das rund um die Aktion veröffentlichte Material soll vom 22. August 2026 stammen. Darin fährt der Vertreter zu einem Wohnhaus, klingelt und erklärt dem Mann an der Tür, dass die Dokumente von Anwälten von Activision kommen.
Wichtig dabei: Im Video ist keine Verhaftung zu sehen. Es handelt sich um die persönliche Zustellung einer rechtlichen Aufforderung, die entsprechenden Aktivitäten einzustellen. Der US-amerikanische Videospiele-Publisher selbst bezeichnet die Aktion dennoch als Teil seines Vorgehens gegen Cheat-Verkäufer.
Twitter/X-Inhalt
Dieser Inhalt stammt von X bzw. Twitter und kann personenbezogene Daten übertragen. Mit einem Klick auf „Inhalt anzeigen“ gibst du diese Funktion in deinem Browser für mindestens 1 Jahr frei. Du kannst die Einwilligung jederzeit über den Button direkt unter dem Embed widerrufen.
Interessant ist vor allem die Botschaft dahinter. Activision schreibt, dass RICOCHET Anti-Cheat nicht endet, sobald dein Match vorbei ist. Cheat-Anbieter würden weltweit arbeiten und der Call of Duty-Herausgeber ebenfalls.
Und offenbar soll Ohio kein Einzelfall bleiben. Der Publisher kündigte ausdrücklich an, dass es sich bei diesem Vorgehen nicht um einen isolierten Fall handle.
Call of Duty-Cheats sind inzwischen ein Geschäft mit Konsequenzen
Activision versucht schon länger, nicht nur einzelne Accounts zu sperren, sondern direkt gegen die Infrastruktur hinter Cheats vorzugehen.
Bereits im März 2025 erklärte das RICOCHET Team, dass seit dem Start von Black Ops 6 mehr als 20 Cheat-Entwickler und Dutzende Wiederverkäufer ihr Geschäft aufgrund der Maßnahmen eingestellt hätten. Gleichzeitig waren damals mehr als 228.000 Accounts gesperrt worden.
Dass Activision dabei durchaus bereit ist, vor Gericht zu ziehen, zeigt ein anderer prominenter Fall. 2024 wurde der Cheat-Anbieter EngineOwning zu Schadenersatz von mehr als 14 Millionen US-Dollar verurteilt.
Im Fall von Elocarry scheint die Aktion zumindest bei Call of Duty Wirkung gezeigt zu haben. Die Webseite war nach dem Besuch übrigens weiterhin erreichbar und bot Cheats für mehrere andere Spiele an. Call of Duty und Warzone wurden dort jedoch nicht mehr als verfügbare Spiele geführt.
- Modern Warfare 4 öffnet die Beta für alle und wird deutlich größer
- Lesenswerter Artikel
- Modern Warfare 4 reagiert nach dem ersten Beta-Tag auf die Kritik der Spieler
- Lesenswerter Artikel
- Call of Duty kehrt nach 13 Jahren zu Nintendo zurück, doch der erste Eindruck hat einen Beigeschmack
- Lesenswerter Artikel
- Modern Warfare 4 hat wieder KI-Bilder, und Fans finden die typischen Fehler
- Lesenswerter Artikel
- Call of Duty: Black Ops 2 bekommt ein Update mit Werbung für MW4
- Lesenswerter Artikel
- Bei Black Ops 2 tut sich schon wieder etwas auf PS5, aber Activision schweigt noch
- Lesenswerter Artikel
- Call of Duty-Studio arbeitete an neuem Halo-Multiplayer, doch nach wenigen Wochen war Schluss
- Lesenswerter Artikel
- Black Ops 7 bringt Matchmaking wie früher zurück und sorgt damit für Frust
- Lesenswerter Artikel
Ob Hausbesuche künftig tatsächlich häufiger zur Anti-Cheat-Strategie von Activision gehören, bleibt abzuwarten. Für das kommende Modern Warfare 4 wäre das äußerst interessant. Call of Duty hat nicht nur aufgrund gewisser neuer Mechaniken an Spielern verloren, sondern auch aufgrund der Vielzahl an Cheatern. Gerade für die Rückkehr auf eine Nintendo-Konsole dürfte das äußerst interessant werden.
Hast du einen Fehler entdeckt oder weitere Infos zu diesem Artikel? Dann schick uns gerne dein !





