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Call of Duty und Nintendo finden nach langer Pause wieder zusammen. Seit Call of Duty: Ghosts auf der Wii U im Jahr 2013 erschien kein neuer Hauptteil mehr auf einer Nintendo-Konsole. Mit Modern Warfare 4 endet diese Durststrecke am 23. Oktober 2026 endlich. Die Switch 2-Version wird am selben Tag wie die Fassungen für PS5, Xbox Series X/S und PC erscheinen.

Die große Frage war deshalb weniger, ob Call of Duty auf Switch 2 funktioniert. Interessanter ist, wie viele Kompromisse Activision für die deutlich schwächere Hardware eingehen muss. Einige Content Creator konnten die Version bereits ausprobieren. Ihr erster Eindruck fällt überraschend zweigeteilt aus.

Modern Warfare 4 schafft auf Switch 2 tatsächlich 60 FPS

Fangen wir mit der guten Nachricht an. Der Multiplayer von Modern Warfare 4 zielt auf Nintendo Switch 2 tatsächlich auf 60 FPS. Die YouTuber Spawn Wave und Nintendo World Report konnten die Version bereits vor der öffentlichen Beta spielen (via WCCFTech.com). Beide berichten, dass die Bildrate im normalen Spielbetrieb größtenteils gehalten wird. Erst wenn viele Spieler, Explosionen und Effekte gleichzeitig auf dem Bildschirm erscheinen, kommt es zu sichtbaren Einbrüchen und kurzen Rucklern.

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Das ist durchaus bemerkenswert. Infinity Ward hatte bereits im Mai erklärt, dass die Portierung überraschend problemlos verlaufen sei. Co-Studio-Chef Jack O’Hara sagte damals, man habe Modern Warfare 4 nach Erhalt der Hardware sehr schnell auf Switch 2 zum Laufen gebracht.

Große Explosionen in Call of Duty: Modern Warfare 4 führen in der Beta-Version für die Switch 2 noch zu Rucklern. - Bild: Activision

Große Explosionen in Call of Duty: Modern Warfare 4 führen in der Beta-Version für die Switch 2 noch zu Rucklern. – Bild: Activision

Für die 60 FPS zahlt die Switch 2 allerdings einen hohen Preis

Genau hier beginnt das Problem. Um die hohe Bildrate zu erreichen, wurde die Bildqualität offenbar stark reduziert. Die frühen Tester berichten von einer niedrigen internen Auflösung und deutlich sichtbarer Artefaktbildung rund um Figuren, Waffen und Gebäude. Besonders bei schnellen Kamerabewegungen oder beim Sprinten soll das Bild teilweise sehr unruhig werden.

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Nintendo World Report bezeichnet die aktuelle Umsetzung von DLSS sogar als ungewöhnlich schlecht. Activision bestätigte gegenüber den Testern, dass die Switch 2-Version tatsächlich Nvidias Upscaling-Technologie verwendet. Gerade deshalb fällt das Ergebnis derzeit etwas enttäuschend aus. Auf dem kleinen Handheld-Display der Switch 2 fällt die niedrige Auflösung natürlich weniger stark auf. Im TV-Modus werden die Schwächen dagegen wesentlich deutlicher.

Die gute Nachricht: Wir sprechen hier noch über eine Beta-Version. Bis zum Release am 23. Oktober bleiben Activision und den beteiligten Studios noch rund zwei Monate für weitere Optimierungen. Immerhin klingt es nicht vielversprechend, wenn man im Multiplayer mit der Switch 2-Version im Nachteil ist. Vor allem wenn Gegner aufgrund der geringen Sichtweite schlechter zur erkennbar sind. Wenn Switch 2-Spieler über Crossplay direkt gegen Spieler auf anderen Plattformen antreten ist das ein massives Handicap.

Die Kampagne Call of Duty: Modern Warfare 4 soll in der Switch 2-Version "nur" 30 FPS erreichen, dafür eine bessere Auflösung haben. - Bild: Activision

Die Kampagne Call of Duty: Modern Warfare 4 soll in der Switch 2-Version „nur“ 30 FPS erreichen, dafür eine bessere Auflösung haben. – Bild: Activision

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Die Kampagne verfolgt offenbar eine andere Strategie

Noch interessanter wird es bei der Kampagne. Switch-Actu konnte kurz in den Singleplayer-Modus hineinschauen. Dort scheint Activision nicht mehr 60 FPS anzustreben, sondern ungefähr 30 FPS. Dafür wirkte das Bild sichtbar sauberer und schärfer. Die Kampagne belastet das Switch 2-System mit zusätzlichen NPCs, KI und größeren Szenen offenbar stärker als der Multiplayer.

Eine offizielle Aufschlüsselung der Grafikmodi gibt es bislang nicht. Damit wäre durchaus denkbar, dass Activision bis zum Release noch verschiedene Qualitätsoptionen anbietet. Die Tester wünschen sich beispielsweise einen Modus, bei dem Spieler zwischen höherer Auflösung und 60 FPS wählen können. Bestätigt ist das bisher nicht.

Nach den ersten Tests scheint Activision dabei zumindest ein wichtiges Ziel erreicht zu haben: Call of Duty läuft im Multiplayer tatsächlich mit rund 60 FPS auf einer Nintendo-Konsole. Ob man dadurch auch konkurrenzfähig bleibt ist derzeit noch ein großes Fragezeichen.

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