Bringt Streaming kein Geld? – Twitch setzt 500 Mitarbeiter vor die Tür!

Entlassungen von über 500 Mitarbeitern zur "Steigerung von Nachhaltigkeit" bei Twitch: Dan Clancy kündigt Neuausrichtung an.

Twitch: Der größte Gaming-Streaming-Dienst der Welt
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    1. Bild von Markus Bauer

      Markus Bauer: Markus spielt eigentlich schon immer Videogames und hat sich für Webdesign interessiert als es noch gar kein Internet bei ihm daheim gab. Seine Lieblingsgenres sind so unterschiedlich, wie seine Artikel. Am PC spielt Markus am Liebsten Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie. Auf den Konsolen haben es ihm Action-Adventures und Rennspiele angetan. Mit seinen Kindern spielt er aber auch gerne Minecraft oder Rocket League. Seit einigen Jahrzehnten baut Markus auch seine PCs selbst zusammen. Dabei ist es ihm egal ob Intel/Nvidia- oder AMD. Nur nicht gemischt. Das Preis- und Leistungsverhältnis müssen passen. Mit seinem neuesten PC-Projekt musste erstmals ein "Big Tower" herhalten. Irgendwie stieg die Angst die aktuellen Grafikkarten nicht mehr ins PC-Gehäuse zu bekommen.

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Twitch, eine der führenden Plattformen im Bereich des Livestreamings und der Videospielkultur, kündigte heute an, dass über 500 Mitarbeiter entlassen werden. Diese Maßnahme, so betont CEO Dan Clancy, sei Teil einer Neuausrichtung des Unternehmens, um langfristige Nachhaltigkeit zu gewährleisten und die Unterstützung der Streamer aufrechtzuerhalten.

Clancy äußerte sich auf dem Twitch-Blog und unterstrich die Notwendigkeit, das Unternehmen neu zu strukturieren, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Er verdeutlichte, dass trotz vorangegangener Bemühungen, Kosten zu senken und Effizienz zu steigern, eine Diskrepanz zwischen der aktuellen Unternehmensgröße und den zukünftigen Prognosen bestehe.

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Twitch entlässt 500 Mitarbeiter

Die genauen Details zu den betroffenen Positionen wurden nicht öffentlich gemacht. Diese Entscheidung spiegelt jedoch eine herausfordernde Dynamik wider, der viele Technologieunternehmen gegenüberstehen. Die Kürzungen zielen darauf ab, die momentanen Anforderungen zu erfüllen, könnten jedoch zu Engpässen führen, wenn das Unternehmen in einigen Jahren auf das Personal angewiesen ist, das heute entlassen wird.

„Heute habe ich einige unglaublich schwierige Neuigkeiten zu teilen. Wie Sie alle wissen, haben wir im letzten Jahr hart daran gearbeitet, unser Unternehmen so nachhaltig wie möglich zu führen. Leider müssen wir noch daran arbeiten, die Größe unseres Unternehmens anzupassen, und ich bereue, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir den schmerzhaften Schritt unternehmen, unsere Mitarbeiterzahl auf Twitch um etwas mehr als 500 Personen zu reduzieren. Das wird ein sehr harter Tag. Unser Dienst besteht darin, Gemeinschaften zu befähigen, gemeinsam etwas zu schaffen, und jeder einzelne von Ihnen hat eine entscheidende Rolle bei der Förderung unserer Gemeinschaft und der Förderung dieser Mission gespielt“, so Dan Clancy.

Bringt Streaming für Amazon kein Geld ein?

Amazon hat Twitch im Jahr 2014 für rund 970 Millionen US-Dollar erworben. Ursprünglich wurde der Kaufpreis auf 1,1 Milliarden US-Dollar geschätzt, aber der endgültige Betrag belief sich auf 970 Millionen US-Dollar.

Die genauen Gewinnzahlen von Amazon durch Twitch sind nicht öffentlich bekannt. Das Streaming-Portal generiert Einnahmen durch Werbung, Abonnements, Spenden und andere Partnerschaften. Diese Einnahmequellen fließen in die Gesamteinnahmen von Amazon, aber eine detaillierte Aufschlüsselung spezifisch für Twitch ist nicht öffentlich verfügbar. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass der Verlust bisher höher als der Gewinn war, deshalb auch die massiven Einschnitte in die Mitarbeiteranzahl.

Branchenweite Entlassungen und böser „Kick“-Kommentar

Die Entlassungen bei Twitch sind Teil eines breiteren Trends in der Videospielbranche. In den letzten Monaten haben mehrere namhafte Unternehmen ähnliche Schritte unternommen, darunter Bungie, Epic Games, PlayStation, Microsoft und weitere. Diese Umstrukturierungen und Schließungen von Studios bedeuten nicht nur eine Anpassung an aktuelle Herausforderungen, sondern führen auch zur Arbeitslosigkeit vieler Branchenexperten.

Während Twitch seine Entscheidung als Teil einer strategischen Neuausrichtung darstellt, zeigen diese Entlassungen in der Videospielindustrie die Unsicherheit und Herausforderungen, denen Unternehmen gegenüberstehen. Die Zukunft bleibt ungewiss, und die Auswirkungen auf diejenigen, die ihre Arbeitsplätze verloren haben, sind spürbar. Anscheinend sucht Twitch-Mitbewerber „Kick“ neue Leute. Bijan Tehrani, einer der Mitbegründer von Kick, reagierte auf die Kündigungswelle bei Twitch via Twitter: „Kick wird irgendwann Twitch kaufen“ und meinte, dass bei ihnen etliche Stellen zu besetzen sind.

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