Black Flag Resynced: Isla de Sacrificios – ist die Insel verflucht?
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Sinan Huemer Ich bin der Beweis, dass man durch zu viel Fernsehen und Videospiele nicht brutal wird. Man wird nervig. Fragt jeden der mir zuhören muss.
Assassin’s Creed Black Flag Resynced besitzt eine riesige Spielwelt voller kleiner Inseln. Manche besucht man wegen einer Schatzkarte, andere wegen einer Mission und wieder andere nur, weil man gerade zufällig daran vorbeisegelt.
Und dann gibt es noch Inseln, die man garantiert nicht so schnell vergisst.
Die Isla de Sacrificios gehört definitiv dazu.
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Bereits die Anreise fühlt sich anders an als eine gewöhnliche Fahrt durch die Karibik. Je näher ich der Insel komme, desto schlechter wird das Wetter. Dunkle Wolken ziehen auf, der Wind wird stärker und die Jackdaw kämpft sich plötzlich durch einen ausgewachsenen Seesturm.
Bei mir passierte das bisher wirklich bei jeder Annäherung.
Kaum erreicht man anschließend die Küste, beruhigt sich das Meer wieder und der Himmel beginnt aufzuklaren. Zufall? Eine feste Wetterzone? Oder möchte Ubisoft uns hier ganz bewusst das Gefühl geben, dass diese Insel verflucht ist?
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Keine Ahnung…
Aber es funktioniert. Und an dieser Stelle schon mal „Hut ab“ an Ubisoft.
Wo findet ihr die Isla de Sacrificios?
Die Isla de Sacrificios befindet sich ganz im Westen der Weltkarte. Ihr findet sie in der Region Conttoyor ungefähr bei den Koordinaten:
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18:548
Damit liegt sie ziemlich weit außerhalb jener Gebiete, in denen ihr euch zu Beginn der Geschichte normalerweise bewegt. Öffnet eure Karte, scrollt vollständig nach Westen und sucht dort nach der kleinen Insel.
Falls ihr noch nicht besonders weit gespielt habt, solltet ihr euch auf eine längere Reise einstellen. Je nachdem, welche Route ihr nehmt und welche Schiffe unterwegs sind, kann die Fahrt etwas unangenehm werden.
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Und dann wäre da natürlich noch der Sturm…
Andere Guides berichten ebenfalls von extrem schlechtem Wetter und sehr eingeschränkter Sicht während der Anreise. Es scheint also zumindest kein Erlebnis zu sein, das ausschließlich meine Jackdaw betrifft. Ob dahinter tatsächlich ein bewusstes „Fluch der Opferinsel“-Skript steckt, wird allerdings nicht erklärt.
Ich würde euch trotzdem empfehlen, die Insel nicht einfach per Schnellreise abzuhaken, sobald ihr sie einmal entdeckt habt. Die erste Anfahrt über das aufgewühlte Meer trägt enorm zur Atmosphäre bei.
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Massengrab in AC Black Flag Resynced © Ubisoft, Screenshot by DailyGame
Früher ein DLC, heute ein fester Bestandteil des Spiels
Spieler des ursprünglichen Assassin’s Creed 4: Black Flag könnten die Insel bereits kennen. Allerdings bekam sie damals längst nicht jeder zu Gesicht. Ich für meinen Teil sehe sie zum ersten Mal.
Die Isla de Sacrificios gehörte zur kleinen Zusatzmission „Geopferte Geheimnisse“. Dieser Inhalt war 2013 je nach Plattform und gekaufter Edition als Bonus enthalten und wurde später auch über zusätzliche DLC-Pakete verfügbar gemacht. Gemeinsam mit der Schwarzen Insel und der Mystery Island diente sie hauptsächlich dazu, besondere Ausrüstungsgegenstände freizuschalten.
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In Black Flag Resynced ist die Insel nun ein fester Bestandteil der Spielwelt.
Und das ist gut so.
Denn auch wenn euch hier keine große Questreihe mit stundenlangen Dialogen erwartet, gehört die Insel für mich zu den interessantesten optionalen Schauplätzen im gesamten Spiel.
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Eine Insel voller Skelette
Schon wenige Schritte nach der Ankunft wird deutlich, weshalb dieser Ort Isla de Sacrificios heißt.
Überall liegen menschliche Überreste.
Ihr findet Skelette an den Stränden, zwischen den Ruinen und in kleinen Höhlen. Manche lehnen an alten Konstruktionen, andere wurden scheinbar achtlos in Gruben geworfen. An einer Stelle entdeckt ihr ein richtiges Massengrab voller Knochen und Schädel.
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Das Spiel hält sich dabei mit Erklärungen zurück.
Es gibt keine lange Zwischensequenz, in der euch ein Historiker erzählt, was genau hier passiert ist. Stattdessen übernimmt die Umgebung diese Aufgabe. Zerfallene Ruinen, überwucherte Steine, Opferstätten und menschliche Überreste erzählen ihre eigene Geschichte.
Oder zumindest genug davon, damit der eigene Kopf den Rest erledigt.
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Besonders unheimlich sind die Skelette, die noch immer aufrecht an bestimmten Stellen sitzen. Eines davon befindet sich direkt neben einer Truhe unter einer einfachen Holzkonstruktion. Das sieht beinahe so aus, als hätte jemand dort bis zu seinem Tod über den Schatz gewacht.
Oder als hätte man ihn absichtlich dort zurückgelassen.
Die Ruinen und die vorhandene Maya-Stele ordnen die Insel innerhalb des Spiels eher den Maya als den Azteken zu. Die Stele zählt sogar zu den Rätseln, die ihr für die Maya-Steine und die dazugehörige Rüstung lösen könnt.
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Opferstein in AC Black Flag Resynced © Ubisoft, Screenshot by DailyGame
Nehmt euch Zeit für die Erkundung
Die Isla de Sacrificios ist nicht besonders groß. Trotzdem solltet ihr nicht einfach anlegen, eine einzelne Truhe öffnen und sofort wieder verschwinden.
Die Insel ist vertikaler aufgebaut, als sie auf den ersten Blick wirkt. Es gibt erhöhte Ruinen, schmale Wege, versteckte Bereiche und Stellen, die ihr nur über kurze Kletterpassagen erreicht.
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Aktiviert am besten zuerst die Aussichtspunkte. Dadurch bekommt ihr einen besseren Überblick und erleichtert euch die Suche nach den verschiedenen Geheimnissen.
Achtet außerdem auf die Tierwelt.
Auf der Insel ist unter anderem ein Jaguar unterwegs. Wer nur auf die Ruinen oder eine Schatztruhe starrt, kann ziemlich schnell von der Seite angesprungen werden. Diese Viecher teilen ordentlich Schaden aus und sind gerade dann gefährlich, wenn ihr bereits Lebenspunkte verloren habt.
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Natürlich könnt ihr das Tier auch jagen und häuten. Immerhin sind wir Piraten und lassen praktisch nichts ungenutzt.
Käpt’n Drakes Montur finden
Der vermutlich interessanteste Schatz der Insel ist Käpt’n Drakes Montur.
Ihr findet das legendäre Outfit in einer Truhe an der östlichen Küste der Insel. Die gesuchten Koordinaten lauten ungefähr:
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23:552
Die Truhe befindet sich im Wasser vor der Küste. Ihr müsst also nicht das komplette Zentrum der Ruinen durchsuchen, um an das Outfit zu kommen. Springt ins Meer, taucht zur Truhe und plündert sie.
Anschließend wird Käpt’n Drakes Montur dauerhaft für Edward freigeschaltet.
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Und ganz ehrlich…
Für mich gehört sie zu den schönsten Outfits im gesamten Spiel. Ich freue mich auch schon auf die Kutte von Captain Morgan. Auch wenn ich kein Fan von dem Hut bin.

Captain Drakes Montur in AC Black Flag Resynced © Ubisoft, Screenshot by DailyGame
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Die Kombination aus grauem Stoff, den roten Elementen und den metallenen Rüstungsteilen sieht hochwertig aus, ohne Edward komplett in eine schwere Ritterrüstung zu stecken. Besonders die Schulterplatten und der Armschutz verleihen ihm ein deutlich kampferprobteres Auftreten.
Edward sieht damit noch immer wie ein Pirat aus…
…nur wie einer, der bereits mehrere Flotten versenkt und beschlossen hat, sich zur Belohnung etwas wirklich Teures anzuziehen.
Das Outfit soll einst dem britischen Entdecker Sir Francis Drake gehört haben. Ob es zu eurem persönlichen Bild von Edward passt, ist natürlich Geschmackssache. Optisch hebt es sich aber deutlich von vielen gewöhnlichen Kleidungsstücken ab. Oder von seltsamen Stilbrüchen. Und ich meine nicht die mystischen DLC Klamotten, sondern so komische Ideen wie die Rüstung von Yasuke aus Assassins Creed Shadows als Outfit einzufügen. Wer kam bitte auf diese Idee??
Ich habe es nach dem Fund jedenfalls sofort angezogen.
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Noch mehr legendärer Loot
Käpt’n Drakes Montur ist nicht die einzige besondere Belohnung auf der Isla de Sacrificios.
In einem weiteren geheimen Bereich findet ihr Käpt’n Drakes Schwerter. Diese besitzen einen Schadenswert von 38 und sind damit gerade dann interessant, wenn ihr die Insel relativ früh besucht.
Die Schwerter liegen ungefähr bei den Koordinaten:
15:550
Der Weg dorthin führt euch über Teile der Maya-Ruinen und eine kurze Kletterpassage. Außerdem müsst ihr mit spanischen Soldaten und dem bereits erwähnten Jaguar rechnen. Ihr könnt euch vorsichtig durch den Bereich bewegen oder die Insel einfach auf klassische Edward-Kenway-Art von allen Problemen befreien.
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Also mit Stahl, Pistolen und sehr wenig diplomatischem Geschick.
Neben Montur und Schwertern gibt es außerdem ein verstecktes Anker-Medaillon, gewöhnliche Truhen, Aussichtspunkte und die Maya-Stele. Insgesamt enthält die Insel zehn relevante Sammelobjekte beziehungsweise Entdeckungen.
Wer auf vollständige Synchronisation aus ist, sollte also wirklich jeden Winkel absuchen.

Opferinsel in AC Black Flag Resynced © Ubisoft, Screenshot by DailyGame
Ist die Isla de Sacrificios tatsächlich verflucht?
Eine offizielle Erklärung für den Sturm habe ich bisher nicht gefunden.
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Vielleicht handelt es sich schlicht um eine besonders aggressive Wetterzone. Vielleicht soll die gefährliche Überfahrt dafür sorgen, dass sich die weit entfernte Insel noch abgeschiedener anfühlt. Es könnte natürlich auch einfach Zufall sein, dass mich das Spiel bei jeder Reise dorthin durch einen Sturm schickt.
Aber genau das ist irgendwie das Schöne daran.
Black Flag funktioniert besonders gut, wenn es nicht alles erklärt.
Eine Insel voller Massengräber, Opfersteine und Skelette benötigt keinen Geist, der plötzlich aus einer Wand springt. Der Ort ist bereits unheimlich genug. Wenn sich bei der Anreise zusätzlich der Himmel verdunkelt und die Jackdaw durch hohe Wellen geschleudert wird, entsteht automatisch das Gefühl, dass man vielleicht besser umkehren sollte.
Was ein Pirat natürlich niemals macht.
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Dort könnte schließlich Beute liegen.
Diese Insel solltet ihr nicht ignorieren
Die Isla de Sacrificios ist kein gewaltiges neues Gebiet und beschäftigt euch vermutlich auch nicht mehrere Stunden. Trotzdem ist sie einer jener Orte, die zeigen, weshalb das Erkunden in Assassin’s Creed Black Flag Resynced so viel Spaß macht.
Ihr segelt an das westliche Ende der Karte, kämpft euch möglicherweise durch einen Sturm und landet schließlich auf einer Insel voller Maya-Ruinen, Opferstätten und menschlicher Überreste.
Dazu kommen mehrere starke Belohnungen.
Käpt’n Drakes Montur gehört für mich zu den schönsten Outfits des Spiels. Seine Schwerter sind ebenfalls einen Abstecher wert und auch Sammler bekommen mit der Maya-Stele, dem Anker-Medaillon und den weiteren Truhen einiges zu tun.
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Besucht die Insel am besten nicht nur für einen schnellen Haken auf der Karte.
Schaltet die Benutzeroberfläche für einen Moment aus, geht langsam durch die Ruinen und seht euch die Umgebung genauer an. Überlegt, was an diesem Ort passiert sein könnte und weshalb überall Skelette zurückgelassen wurden.
Und wenn bei der nächsten Anreise wieder ein Sturm aufzieht…
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…dann wissen wir zumindest, dass es nicht nur bei mir so war.
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