Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Die Shooter-Szene erlebt gerade eine überraschende Wendung. Electronic Arts meldet offiziell, dass Battlefield 6 der bestverkaufte Shooter des Jahres 2025 ist. Auf der Battlefield-Webseite bedankt sich das Unternehmen bei den Spielern mit einem neuen Hinweis: „Danke, dass ihr Battlefield 6 zum meistverkauften Shooter-Spiel des Jahres gemacht habt.“
Das Timing ist spannend. Denn der größte Konkurrent, Call of Duty: Black Ops 7, wurde erst am 14. November veröffentlicht, also vor weniger als einer Woche. Trotzdem deutet vieles darauf hin, dass Battlefield 6 seinen Vorsprung nicht so schnell verlieren wird. Doch woran liegt das? Und warum startet Black Ops dieses Jahr deutlich schwächer?
Battlefield 6 startet stärker in den Handel als Call of Duty
Laut Daten des britischen Marktforschers GfK, die Branchenkenner Chris Dring öffentlich teilte (via X.com), hatte Black Ops 7 einen kleineren physischen Launch als Battlefield 6. Dring erklärte in einem Tweet, dass die Retail-Zahlen in Großbritannien für Call of Duty „deutlich unter Battlefield 6“ liegen.
Besonders auffällig ist der Vergleich mit dem Vorjahr. Black Ops 7 verkauft sich im physischen Handel 61 Prozent schlechter als Black Ops 6. Zwar argumentierten einige Nutzer, dass der Digitalmarkt einen immer größeren Anteil ausmacht, doch Dring widersprach direkt und fragte, ob ein minus 61 Prozent „wirklich nicht überraschend“ sei.
Das zeigt: Der schwache Start hat wahrscheinlich andere Gründe als nur digitale Verschiebung.
Battlefield 6 ist laut EA der meistverkaufte Shooter des Jahres. – Screenshot: X.com @NextGenPlayer
Wie sich Call of Duty: Black Ops 7 auf Steam schlägt
Auch auf Steam läuft es nicht wie erwartet. Der Titel schaffte es zum Start kaum zurück in die Top 10 der meistgespielten Spiele. Er landete hinter Titeln wie Arc Raiders und eben Battlefield 6. Dabei ist ein starker Steam-Start für Call of Duty normalerweise gesetzt.
Ein möglicher Faktor: Black Ops 7 ist direkt am ersten Tag über den Xbox Game Pass spielbar. Das könnte den Kaufanreiz gedrückt haben. Interessant ist dabei, dass Black Ops 6 im Vorjahr trotz Game Pass deutlich höhere Steam-Zahlen erreichte. Damals war das Abo jedoch günstiger, was erneut zeigt, wie viele Faktoren diesmal zusammenspielen.
Battlefield 6 hatte seit Release positive Mundpropaganda und stabile Spielerzahlen. Die Community lobt die technischen Verbesserungen und die Rückkehr zu klassischeren Schlachtfeldern. Zudem erschien der Titel ohne Abo-Bindung, was die Verkaufszahlen direkter misst als bei Serien wie Call of Duty, die sich stärker auf Abos stützen.
Das Duell Battlefield gegen Call of Duty war früher fest verankert. Doch 2025 könnte ein Wendepunkt werden. Die Call of Duty-Serie verliert erstmals im großen Stil Marktanteile zum Start. Die Gründe reichen von Abo-Effekten über höhere Preise bis zu einem weniger überzeugenden Launch. Für Gamer bedeutet das mehr Wettbewerb. Das tut gut. Vor allem am Shooter-Markt.
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