Activision-Blizzard-Deal: Sony in Bedrängnis?
Ausgerechnet Sony Interactive Entertainment wird von Microsofts Kampf mit der Federal Trade Commission (FTC) vorgeladen.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
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Du magst Koop-Spiele? Nun, Microsoft auch. Einer der Gegner der Microsoft-Activision-Blizzard-Fusion ist Sony, genauer gesagt Sony Interactive Entertainment, die Herausgeber der PlayStation. Man möchte den Deal natürlich nicht abgeschlossen sehen, immerhin würde Xbox damit noch stärker werden. Nun gibt es interessante Details wie Sony sogar Microsoft „helfen“ könnte, den Deal abzuschließen.
Was möchte Microsoft? Die Xbox-Herausgeber möchten von PlayStation interne Informationen zu Geschäftspraktiken, exklusiven Deals mit Drittherstellern, Spieleveröffentlichungen- und Entwicklungen erhalten, usw. erhalten, da diese laut Microsofts Meinung für den Fall relevant seien.
Wie Gamedeveloper.com berichtet gibt es juristische Dokumente (via ftc.gov als PDF) die zeigen, dass Microsoft kürzlich seinen Mitbewerber vorgeladen hat, in der Hoffnung, dass Sony sie gegen die FTC „verteidigen“. Mehr oder weniger.
Die Federal Trade Commission (USA) reichte nämlich Klage gegen den Xbox-Hersteller ein, wie auch die Europäische Kommission und sogar Spieler aus Kalifornien. Sony sollte bis zum 17. Januar 2023 auf die Vorladung reagieren und hat Aufschub bis zum 27. Januar erhalten.
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Microsoft: Sony soll den Umsatzverlust für PlayStation 6 beziffern
In der Vergangenheit deutete Sony an, dass durch den Activision-Blizzard-Deal von Microsoft ein beträchtlicher Umsatzverlust für zukünftige Konsolen-Generation (PlayStation 6) entstehen könnte. Bisher blieb Sony jedoch schuldig, wie hoch dieser Ausfall beziffert werden kann.
Sony solle also eine Zahl nennen, wie hoch der Schaden ausfallen wird. Microsoft möchte erfahren, wie sehr die Übernahme das Geschäft von PlayStation wirklich beeinträchtigt.
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Wie reagiert Sony darauf?
Die Vorladung von Microsoft ist für Sony natürlich keine kleines Ding, aber die Anwälte des Xbox-Herausgebers haben auch Flüchtigkeitsfehler gemacht. Laut den Angaben von Fosspatents.com war die Vorladung in der ersten Version an den falschen Empfänger. Die zweite Version hatte ein falsches Datum. Nun scheint es so, als würde Sony nicht mehr auskommen. Der „dritte Brief“ musste akzeptiert werden.
Der Einwand von Sony gegen den Activision-Blizzard-Deal von Microsoft könnte ihnen noch selbst um die Ohren fliegen. Immerhin müsste Sony die Karten voll auf den Tisch legen, um anschließend weiterzuspielen. Kein „gutes Blatt“, wenn der Gegner alles gesehen hat. Auch keine gute Marktstellung, da PlayStation wesentlich größer als Xbox ist. Auch nach dem Deal.
Sony hat also die Wahl zwischen Geschäftspraktiken zu veröffentlichten, die ihnen wahrscheinlich zukünftig schaden könnten oder das Angebot von Microsoft zu nehmen: die nächsten 10 Jahre mit Call of Duty weiterzuleben.
Wann ist die FTC-Angelegenheit für Xbox vom Tisch? Bis 7. April 2023 hat Microsoft nun Zeit, die entsprechenden Informationen zu sammeln. Sony selbst sagte, dass ihr Verlängerungsantrag das Verfahren nicht hinauszögern wird. Aber mitwirken werden sie anscheinend auch nicht.
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