Studio hinter 007 First Light muss Niederlassung schließen
Der Erfolg von 007 First Light schützt IO Interactive nicht vor Einschnitten. Nach einer Studio-Schließung fragen sich Fans, wie es weiter geht.
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Tim Rantzau Tim ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Nintendo-Fan und hat seine Begeisterung für Spiele mit einem Studium in Game Design vertieft. Beruflich arbeitet er an der Konzeption von Videospielen und kennt dadurch die Branche nicht nur von außen, sondern auch von innen. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch dem Spiele-Journalismus, in dem er Trends einordnet, Hintergründe erklärt und mit viel Erfahrung über neue Entwicklungen berichtet.
Mit 007 First Light gelang IO Interactive in diesem Jahr einer der größten Erfolge der Firmengeschichte. Das James-Bond-Abenteuer wurde von Spielern und Kritikern positiv aufgenommen und sollte eigentlich den Grundstein für eine langfristige Zukunft der Reihe legen. Nun sorgen jedoch neue Entwicklungen für Unsicherheit. Das dänische Studio hat die Schließung seines Standorts in Istanbul bestätigt und gleichzeitig Entlassungen angekündigt.
Grund für die Maßnahmen ist allerdings nicht 007 First Light (hier zur Game Review), sondern die Entwicklung von Project Fantasy. Nachdem eine externe Finanzierung weggefallen ist, hat IO Interactive die vollständigen Rechte an dem Rollenspiel zurückerhalten und möchte das Projekt künftig aus eigener Kraft finanzieren. Um die langfristige Stabilität des Unternehmens zu sichern, seien deshalb schwierige Entscheidungen notwendig gewesen. Dazu gehören die Schließung des Studios in Istanbul und Stellenstreichungen an weiteren Standorten.
Was bedeutet das für einen Nachfolger?
Viele Fans fragen sich jetzt, ob die Umstrukturierungen Auswirkungen auf einen möglichen 007 First Light Nachfolger haben könnten. Nach aktuellem Stand gibt es dafür jedoch keine konkreten Hinweise. IO Interactive betont vielmehr, dass man sich künftig stärker auf die wichtigsten internen Marken konzentrieren wolle. Dazu zählen neben Hitman ausdrücklich auch 007 First Light und Project Fantasy.
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Allerdings gibt es noch einen weiteren Unsicherheitsfaktor. Bereits im Juni hatte Amazon MGM Studios angedeutet, dass zukünftige James-Bond-Spiele unter der Aufsicht von Amazon Games entstehen könnten. Dadurch ist derzeit unklar, ob IO Interactive auch einen direkten Nachfolger entwickeln wird oder ob Amazon künftig stärker in die Entscheidungen eingebunden sein wird. Eine endgültige Entscheidung dazu wurde bislang nicht bekannt gegeben.
IO Interactive will unabhängig bleiben
Trotz der schwierigen Situation gibt sich das Studio optimistisch. In seinem offiziellen Statement betont IO Interactive, dass man Project Fantasy unabhängig weiterentwickeln und gleichzeitig die eigenen Kernmarken langfristig stärken wolle. Die aktuellen Einschnitte seien notwendig, um als unabhängiger AAA-Entwickler wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben.
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Für Fans von James Bond gibt es daher derzeit keinen Grund zur Panik. Weder wurde ein 007 First Light Nachfolger abgesagt noch hat IO Interactive angekündigt, sich von der Marke zurückzuziehen. Dennoch zeigt die aktuelle Entwicklung, wie schnell sich die Lage in der Spielebranche verändern kann. Trotz eines erfolgreichen Bond-Spiels muss das Studio sparen – und wie die Zukunft der Reihe nach 007 First Light aussieht, dürfte letztlich auch von den Entscheidungen von Amazon MGM Studios und Amazon Games abhängen.
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