Nintendo-Legende Satoru Iwata sah Sonys Disc-Zukunft schon 2009 kommen
Satoru Iwata sprach bereits vor 20 Jahren über das Ende physischer Spiele. Nach Sonys Entscheidung wirken seine Aussagen heute treffend.
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Tim Rantzau Tim ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Nintendo-Fan und hat seine Begeisterung für Spiele mit einem Studium in Game Design vertieft. Beruflich arbeitet er an der Konzeption von Videospielen und kennt dadurch die Branche nicht nur von außen, sondern auch von innen. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch dem Spiele-Journalismus, in dem er Trends einordnet, Hintergründe erklärt und mit viel Erfahrung über neue Entwicklungen berichtet.
Die Entscheidung von Sony, ab Januar 2028 keine neuen PlayStation-Spiele mehr auf Disc zu veröffentlichen, hat in der Gaming-Community für hitzige Diskussionen gesorgt. Viele Spieler kritisieren das Ende physischer Datenträger und sorgen sich um Themen wie Eigentum, Weiterverkauf und die langfristige Verfügbarkeit digitaler Spiele. Doch tatsächlich hatte ein Mann diese Entwicklung bereits vor fast zwei Jahrzehnten kommen sehen: der frühere Nintendo-Präsident Satoru Iwata.
Bereits 2009 sprach Iwata auf einer Pressekonferenz über die Zukunft der Spielebranche. Damals erklärte er, dass der vollständige Umstieg auf den digitalen Vertrieb zwar unausweichlich sei, dieser Wandel jedoch Zeit brauche. Seine Einschätzung: In etwa 20 Jahren werde sich die Situation grundlegend verändert haben. Genau dieser Zeitraum endet nun – und mit Sonys Entscheidung scheint sich seine Prognose zu bewahrheiten.
Eine bemerkenswert treffende Prognose
Iwata widersprach damals den Stimmen, die den stationären Handel schon innerhalb weniger Jahre für überflüssig hielten. Stattdessen ging er davon aus, dass physische Spiele noch lange eine wichtige Rolle spielen würden. Rückblickend lag er damit erstaunlich richtig: Erst jetzt verabschiedet sich mit Sony der erste große Konsolenhersteller vollständig von neuen Spiele-Discs.
Die Gründe für diesen Schritt liegen auf der Hand. Laut Sony werden inzwischen rund 80 Prozent aller PS5-Spiele digital gekauft. Downloads sind für den Hersteller günstiger, einfacher zu vertreiben und deutlich profitabler als physische Datenträger. Gleichzeitig verändert sich das Kaufverhalten der Spieler seit Jahren kontinuierlich in Richtung digitaler Inhalte.
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Allerdings hat die Entwicklung auch Schattenseiten. Erst kürzlich sorgte Sony für Kritik, nachdem aufgrund auslaufender Lizenzen zahlreiche digital gekaufte Filme aus den Bibliotheken einiger Nutzer entfernt wurden. Solche Fälle befeuern die Diskussion darüber, ob digitale Käufe tatsächlich mit physischem Besitz gleichzusetzen sind.
Nintendo verfolgt weiterhin einen anderen Weg
Während Sony vollständig auf digitale Verkäufe setzt, geht Nintendo derzeit einen Mittelweg. Bei der Nintendo Switch 2 kommen neben klassischen Spielmodulen auch sogenannte Game-Key-Karten zum Einsatz. Diese enthalten zwar nicht immer das komplette Spiel, lassen sich aber weiterhin weiterverkaufen oder verleihen – ein wichtiger Unterschied zu rein digitalen Downloads.
Ob langfristig auch Nintendo vollständig auf physische Datenträger verzichten wird, ist derzeit offen. Die Aussagen von Satoru Iwata zeigen jedoch, dass der frühere Nintendo-Präsident den Wandel der Branche schon sehr früh erkannte. Fast 20 Jahre später wirkt seine damalige Einschätzung erstaunlich präzise.
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Mit Sonys Entscheidung endet für viele Spieler eine Ära. Gleichzeitig zeigt sich, dass Satoru Iwata den langfristigen Trend der Spieleindustrie bereits erkannte, als physische Datenträger noch selbstverständlich waren. Seine Prognose gehört damit zu den bemerkenswertesten Vorhersagen der Videospielgeschichte.
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