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Artikel von Markus Bauer +
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  • Das Wichtigste in Kürze
  • World of Warcraft: Forever startet am 04. November 2026 und baut auf dem ursprünglichen Azeroth aus dem Jahr 2004 auf.
  • Statt alte Erweiterungen erneut abzuspielen, bekommt diese WoW-Version neue Gebiete, Quests, Dungeons und Schlachtzüge.
  • Auch das aktuelle WoW verändert alte Regeln: Nachtelfen, Dunkelspeertrolle und Verlassene dürfen künftig Paladine werden.

World of Warcraft bekommt nicht einfach noch eine Classic-Version. Blizzard beginnt praktisch damit, eine zweite Geschichte von Azeroth zu schreiben. Auf der BlizzCon 2026 wurde World of Warcraft: Forever offiziell vorgestellt. Ausgangspunkt ist das ursprüngliche WoW aus dem Jahr 2004, doch diesmal soll die Reise nicht zwangsläufig wieder zu The Burning Crusade, Wrath of the Lich King und den späteren Erweiterungen führen.

Stattdessen fragt Blizzard: Was wäre, wenn das alte Azeroth damals einfach weiterentwickelt worden wäre?

PC Gamer beschreibt Forever deshalb treffend als jene Idee, die Fans seit Jahren unter dem Namen „Classic+“ diskutieren. Das Spiel startet wieder mit einer Maximalstufe von 60, erhält aber neue Geschichten und Inhalte, die es im ursprünglichen WoW nie gegeben hat.

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Über 1.000 neue Quests für das alte Azeroth

Blizzard hat dafür einiges vor. World of Warcraft: Forever bekommt drei komplett neue Gebiete, während mehrere bestehende Regionen überarbeitet und bislang leere Bereiche der alten Karte gefüllt werden. Dazu kommen mehr als 1.000 neue Quests, neun neue Dungeons und zwei neue Raids. Gleichzeitig führt Blizzard mit den Skyborne Elves ein zusätzliches spielbares Volk ein.

Besonders wichtig: Diese Inhalte sollen nicht nur am Ende des Spiels auf Stufe 60 warten. Neue Geschichten werden über den gesamten Level-Bereich verteilt. Wer einen frischen Charakter beginnt, soll damit bereits während des Hochspielens Dinge entdecken können, die 2004 nicht existierten.

Die Geschichte setzt kurz nach den Ereignissen der neuen Warcraft 3-Kampagne Forsaken Kingdom ein. Blizzard spricht ausdrücklich von einem „neu interpretierten ursprünglichen Azeroth“. World of Warcraft: Forever erscheint bereits am 04. November 2026 und ist im normalen WoW-Abonnement beziehungsweise mit regulärer Spielzeit enthalten.

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Blizzard friert WoW bewusst im Jahr 2004 ein

Der entscheidende Unterschied zu „WoW Classic“ ist die Zukunft. Classic versuchte ursprünglich, das damalige World of Warcraft möglichst authentisch wiederherzustellen und anschließend bekannte Erweiterungen erneut durchzuspielen. Forever benutzt Vanilla-WoW dagegen nur als Ausgangspunkt.

Blizzard möchte die Maximalstufe vorerst bei 60 belassen. Gleichzeitig können neue Gebiete, Geschichten und möglicherweise spätere Erweiterungen in eine völlig andere Richtung führen. Ereignisse, die wir seit zwei Jahrzehnten als WoW-Geschichte kennen, müssen in dieser Version also nicht zwangsläufig genauso passieren.

Damit existieren zunehmend zwei Versionen von Azeroth: das moderne World of Warcraft und eine zweite Zeitlinie, die dort weiterdenkt, wo das ursprüngliche MMO angefangen hat.

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Selbst Paladine halten sich nicht mehr an die alten Regeln

Interessanterweise löst Blizzard gleichzeitig auch im aktuellen World of Warcraft alte Grenzen auf. Mit dem kommenden großen Midnight-Update Eclipse werden drei weitere Völker Zugang zur Paladin-Klasse erhalten. Wie Blizzard im offiziellen „Midnight What’s Next“-Überblick bestätigt, dürfen künftig Nachtelfen, Dunkelspeertrolle und Verlassene Paladine werden.

Gerade die Verlassenen sind dabei interessant. Paladine gehören traditionell zu den stärksten Nutzern des Heiligen Lichts, während Untote durch eben jene Macht normalerweise Schmerzen erleiden. In der Warcraft-Lore ist die Kombination trotzdem grundsätzlich möglich. Untote Priester können das Licht schließlich ebenfalls verwenden, wenn auch unter anderen Voraussetzungen als lebende Charaktere.

Bei Nachtelfen wiederum diskutieren Spieler bereits seit Legion über Paladine. Figuren wie Delas Moonfang zeigten schon damals, dass eine Verbindung zwischen dem Licht beziehungsweise Elune und einer paladinähnlichen Rolle möglich ist.

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Nach 22 Jahren wird Azeroth flexibler

Hinter beiden Ankündigungen steckt deshalb dieselbe interessante Entwicklung. Blizzard scheint weniger Angst davor zu haben, Regeln anzufassen, die über Jahre fast unveränderbar wirkten. Forever darf die ursprüngliche Geschichte verändern. Das moderne WoW öffnet weitere Klassen für Völker, die früher davon ausgeschlossen waren. Gleichzeitig experimentiert Blizzard mit neuen Spielmodi, Housing und einer Welt, die nach mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr einfach nur von Erweiterung zu Erweiterung weiterlaufen muss.

Für World of Warcraft könnte genau das wichtiger sein als eine weitere große Zone oder ein neuer Raid. Blizzard behandelt Azeroth erstmals stärker wie eine Welt mit mehreren möglichen Zukunftsszenarien und weniger wie eine Geschichte, die nur in eine Richtung verlaufen darf.

Nach über 20 Jahren beginnt World of Warcraft damit ausgerechnet wieder dort, wo alles angefangen hat.

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