Warum wurde die E3 2023 abgesagt?
Die E3 2023 wurde offiziell abgesagt. Eigentlich nur noch "Formsache", doch wie kam es überhaupt dazu? Warum ist die einst so große Messe tot?
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
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Große Videospiele-Publisher-Namen sagten bereits im Vorfeld ab. Nintendo, Microsoft, Ubisoft, SEGA und viele andere große Namen. Alle nicht auf der E3 2023. Die Reihenfolge an Absagen folgte heute die offizielle Bestätigung: Es wird keine E3 2023 stattfinden. Eine Schande. Immerhin handelt es sich um die einst so große und mächtige Videospielemesse.
Einmal nach Los Angeles (Kalifornien, USA) zur E3 fliegen. Der Traum vieler Videospieler (von damals).
„Wenn wirklich etwas Wichtiges passiert, dann zur E3“, so die Aussage vieler Videospiele-Redakteure – ebenfalls von damals. Eigentlich hätte die E3 von 13. bis 16. Juni 2023 stattfinden sollen. Dazwischen und davor (und überhaupt) macht heute jeder sein eigenes Ding. Live-Shows, Direct-Sendungen, State of Play oder wie man es sonst nennen möchte. So ziemlich jeder große Name in der Gaming-Branche hat heute sein eigenes (Online-)Event. Vielleicht braucht man so etwas wie eine E3 nicht mehr.
Summer Game Fest hat die E3 nicht getötet
Gegenüber vieler Behauptungen: Nein, dass Summer Game Fest hat die E3 nicht umgebracht.
Gegenüber IGN.com sagten die ESA und ReedPop:
„Dies war eine schwierige Entscheidung aufgrund all der Anstrengungen, die wir und unsere Partner unternommen haben, um diese Veranstaltung zu verwirklichen, aber wir mussten das Richtige für die Branche und das Richtige für die E3 tun. Wir wissen zu schätzen und verstehen, dass interessierte Unternehmen keine spielbaren Demos bereithalten würden und dass die Herausforderungen bei der Ressourcenbeschaffung die Teilnahme an der E3 in diesem Sommer zu einem Hindernis machten, das sie nicht überwinden konnten. Für diejenigen, die sich zur E3 2023 verpflichtet haben, tut es uns leid, dass wir nicht die Präsentation bieten können, die Sie verdienen und die Sie von den Eventerlebnissen von ReedPop erwarten.“
Auch nicht Corona ist Schuld
Ebenfalls ein Argument: Corona. Nein, seit der E3 2018 hat die jährliche Gaming-Veranstaltung zu kämpfen. Vor 5 Jahren war die letzte große Show im vollem Funktionsumfang. Auf der E3 2019 war Sony zum ersten Mal – seit der Gründung des Events – NICHT dabei.
Die E3 2020 wurde wegen Covid-19 gänzlich abgesagt. 2021 kehrte das Event zurück, jedoch mit begrenzter Kapazität und als rein digitaler Veranstaltung. Um sie 2022 erneut abzusagen.
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PlayStation hat das Schiff zuerst verlassen
Im Juni wird von PlayStation ein Online-Event erwartet. Viel First-Party-Games wird man dabei nicht sehen, aber sicherlich den ein oder anderen Deal – den man abschließen konnte, um Spiele exklusiv auf der PS5 anzubieten. Im Juni ebenfalls stattfinden wird das Summer Game Fest. Auch das Xbox Games Showcase samt Starfield Direct und Ubisoft Forward finden im selbem Monat statt.
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PlayStation hat damit begonnen, sich von der E3 zurückzuziehen. Xbox und Nintendo folgten später. Ohne die großen Namen ist die E3 einfach nicht mehr jene Veranstaltung, die es einmal war. Und sie wird es auch nicht mehr werden.
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