Welche "The Legend of Zelda"-Spiele sollte kein Fan verpasst haben? Diese 8 Spiele gelten für uns als Maß der Dinge!
Markus Bauer: Markus spielt eigentlich schon immer Videogames und hat sich für Webdesign interessiert als es noch gar kein Internet bei ihm daheim gab. Seine Lieblingsgenres sind so unterschiedlich, wie seine Artikel. Am PC spielt Markus am Liebsten Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie. Auf den Konsolen haben es ihm Action-Adventures und Rennspiele angetan. Mit seinen Kindern spielt er aber auch gerne Minecraft oder Rocket League. Seit einigen Jahrzehnten baut Markus auch seine PCs selbst zusammen. Dabei ist es ihm egal ob Intel/Nvidia- oder AMD. Nur nicht gemischt. Das Preis- und Leistungsverhältnis müssen passen. Mit seinem neuesten PC-Projekt musste erstmals ein "Big Tower" herhalten. Irgendwie stieg die Angst die aktuellen Grafikkarten nicht mehr ins PC-Gehäuse zu bekommen.
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Wenn ich nur ein Videospiel auf eine einsame Insel mitnehmen dürfte, dann wäre es The Wind Waker. Für das Jahr 2003 fand ich persönlich das Spiel revolutionär. Die endlose Weite des Meeres, die vielen Inseln und abwechslungsreichen Aufgaben. Eigentlich hatte das Spiel so ziemlich alles, was man von einem guten Zelda-Spiel erwarten durfte.
The Wind Waker spielt in der zweiten Zeitlinie nach Ocarina of Time, also wo in der „Held der Zeit“ durch Zeldas Wirken verschwand. Die Göttinnen von Hyrule schritten ein und die Bewohner mussten auf den höchsten Bergspitzen Zuflucht suchen, denn das Königreich wurde versteinert, umgeben von einem Kraftfeld und eine Sintflut bedeckte das Land mit Wasser. Ganondorf wurde zusammen mit Hyrule gebannt. Jahrhunderte später setzt die Spielhandlung ein. Gemeinsam mit dem roten Leuenkönig, einem sprechenden Boot, begeben wir uns auf die große Reise.
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Die „zeitlose“ Cel Shading-Grafik wurde damals belächelt, aber genau diese machte den Stil des Spiels aus. Der Wind konnte damit „lebendig“ gemacht werden. Auch heute noch bedienen sich Spiele diesem Grafik-Stil um Schnelligkeit darzustellen, zuletzt habe ich das bei Halo Infinite beobachtet. Der Stil blieb für fast weitere 10 Jahre für Zelda-Spiele prägend: The Minish Cap (GBA) sowie Phantom Hourglass und Spirit Tracks (beide NDS) erschienen ebenfalls in dieser Optik.
Hätte man damals mehr Zeit gehabt, wäre The Wind Waker noch größer ausgefallen! Der Entwicklungsprozess am Spiel wurde zu einem gewissen Zeitpunkt abgebrochen! Es gab nur fünf Haupt-Dungeons, bis dato das zweitkürzeste 3D-Zelda-Spiel (Majora’s Mask hat nur vier). Die Entwicklungszeit wurde auf ein knappes Jahr (!) bemessen. Shigeru Miyamoto sagte über das Spiel (via TheGuardian.com): „Ein verschobenes Spiel mag am Ende gut sein, aber ein unfertiges Spiel ist für immer schlecht.“
Platz 6 für das vierte The Legend of Zelda-Spiel, dass seinerzeit für den Game Boy erschienen ist Shigeru Miyamoto fungierte als Produzent, aber Link’s Wakening wurde unter der Leitung des Zelda-Mitbegründers Takashi Tezuka entwickelt. Das Spielprinzip blieb gleich: Man übernimmt aus der Vogelperspektive heraus den Protagonisten Link, der nach einem Schiffbruch auf der fiktiven Insel Cocolint gestrandet ist. In der Nintendo Switch-Version ist das ebenso, nur eben „hübscher“. Bereits 5 Jahre später brachte Nintendo eine „eingefärbte“ Version für den Game Boy Color auf den Markt. 2011 folgte ein Download für den Nintendo 3DS. Innerhalb der ganzen Spielreihe gilt Link’s Awakening in puncto Handlung, Erzählweise und Atmosphäre als wegweisend für die Zukunft.
Eigentlich war die Entwicklung des Spiels mehr wie ein Workshop. Das Studio „Nintendo Entertainment Analysis & Development“ (EAD) hatte bis dato noch kein Game Boy-Spiel umgesetzt. Nach dem Release von „A Link to the Past“ Ende 1991 experimentierten sie mit der einzigen im Studio vorhandenen Game Boy-Entwicklerkonsole. Als die Resultate die Erwartungen des Zelda-Teams übertrafen, entschied man sich, ein Zelda-Spiel für den Game Boy auf den Markt zu bringen und die gesammelten Experimente einfließen zu lassen. Erst als Zelda-Mitbegründer Tezuka 1991 offiziell die Entwicklung für das Spiel veranlasste, bekam das Team eine zweite Entwicklerkonsole (via Nintendo.de).
Nach vier Jahren Entwicklungszeit erschien 1991 „A Link to the Past“ für das SNES. Erstmals konnte man zwischen Licht- und Schattenwelt wechseln, was durchaus für damalige Zeit beeindruckend war. Aufgrund der höheren Leistungsfähigkeit der SNES konnte die Qualität der Musik deutlich verbessert werden, was dieses Spiel unter anderem auszeichnete.
Für viele in unserer DailyGame-Redaktion war dieses Spiel das erste Zelda, dass sie damals in jungen Jahren in die Hände bekamen. Der „Bann“ ist seitdem stark.
Im Spiel gibt es ein „geheimes Zimmer“. Man erreichte diesen Raum nur durch ein kompliziertes Prozedere. Die üblichen Programmfehler, durch die man den Raum aufsuchen konnte, wurde in der Neuauflage für den Game Boy Advance behoben. Da es sich bei der herunterladbaren Version für die Wii und Wii U um die originale Version handelt, ist dieser dort erreichbar (via Wikipedia).
Das Nintendo 64-Spiel Majora’s Mask ist der Breath of the Wild-Nachfolger, der uns 2023 erwarten wird, seiner Zeit. Also um die Verwirrung aufzuheben: Majora’s Mask ist der direkte Nachfolger von Ocarina of Time, da bereits in der Intro-Sequenz klar wird, dass dieses Zelda-Spiel direkt an die Handlung anknüpft. Auf der Suche nach Navi, der Fee, reitet Link auf Epona tief in die Verlorenen Wälder. Dort wird er vom „Horror Kid“ überfallen und seiner Ocarina beraubt. Dieser „Horror Kid“ trägt Majoras Maske, ein böswilliges Objekt, welches die Handlungen seines Trägers beeinflusst. Bei der Verfolgung gerät Link in die Welt „Termina“. Dort trifft er einen Maskenhändler, der sich als eigentlicher Besitzer von Majoras Maske zu erkennen gibt. Es folgt eine Aufgabe, die innerhalb von drei Tagen bewältigt werden muss.
Was Majora’s Mask so einzigartig machte? Der fordernde Schwierigkeitsgrad, die Atmosphäre im Spiel, die große Zahl an Nebenaufgaben sowie das Konzept der verschiedenen Masken und deren Verwandlungskräfte.
Es wurde nicht nur die Grafik-Engine aus Ocarina of Time verwendet, sondern auch viele Gegenstände. Bei manchen Dingen wurde nicht einmal die Beschriftung geändert. So gibt es beim Eingang der „Romani Ranch“ ein Schild, das in Ocarina of Time aus dem Dorf „Kakariko“ bekannt ist, denn dort ist immer noch übersetzt „Willkommen in Kakariko“ zu lesen.