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Artikel von Markus +

Die Zukunft von The Last of Us wirkt plötzlich deutlich kürzer als viele Fans gehofft hatten. Während Showrunner Craig Mazin in der Vergangenheit mehrfach von einem langfristigen Plan sprach, lässt ein aktuelles Statement aus der HBO-Spitze nun aufhorchen. Staffel 3 könnte nicht nur die nächste, sondern auch die letzte Runde der Serienadaption werden.

Auslöser der Spekulation ist eine Aussage von HBO-Chef Casey Bloys in einem Interview mit Deadline.com. Auf die Frage, ob Staffel 3 auch das Ende der Serie markieren könnte, antwortete er sinngemäß, dass es „sehr danach aussehe“, man solche Entscheidungen aber den Showrunnern überlasse. Das ist kein offizielles Serienfinale, aber auch weit entfernt von einer klaren Zusage für Staffel 4.

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Eigentlich war mehr geplant

Bisher gingen viele davon aus, dass die Geschichte von The Last of Us Part II auf mindestens zwei weitere Staffeln verteilt wird. Staffel 2 hat nur einen Teil der Ereignisse aus dem Spiel abgedeckt, was Raum für eine längere Erzählstruktur ließ. Rein narrativ wäre genug Stoff vorhanden, um die Geschichte noch weiter auszubauen. Doch Serienrealität folgt nicht nur dem Story-Potenzial. Produktionskosten, Einschaltquoten und Zuschauerbindung spielen eine ebenso große Rolle. Und genau hier scheint sich das Bild verändert zu haben.

Die erste Staffel von The Last of Us war ein riesiger Erfolg, sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum. Staffel 2 hingegen soll laut Berichten nicht mehr ganz an dieses Niveau herangekommen sein, weder in der Wahrnehmung noch in der Reichweite. Solche Entwicklungen beeinflussen intern schnell strategische Entscheidungen.

Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Die emotionale Bindung vieler Zuschauer hing stark an einzelnen Figuren. Veränderungen im Figurenfokus könnten sich in zukünftigen Staffeln noch stärker auf die Zuschauerzahlen auswirken.

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Die dritte Staffel wird Abby aus The Last of Us Part 2 (PS4, PS5) mehr in den Fokus rücken. - Bild: (C) Naughty Dog

Die dritte Staffel wird Abby aus The Last of Us Part 2 (PS4, PS5) mehr in den Fokus rücken. – Bild: (C) Naughty Dog

Ein bewusst gesetztes Ende statt plötzlicher Abbruch?

Ein mögliches Szenario: Das Team rund um Craig Mazin entscheidet sich, die Serie mit Staffel 3 bewusst zu einem Abschluss zu bringen, statt das Risiko einzugehen, dass ein späteres Staffelende erzwungen wirkt. Serien, die ihr Finale selbst planen können, haben oft die stärkere Wirkung als Produktionen, die abrupt eingestellt werden. Gerade bei einer Story wie The Last of Us, die stark auf Emotionen, Charakterentwicklung und erzählerischer Geschlossenheit basiert, wäre ein kontrolliertes Ende durchaus im Sinne der kreativen Vision.

Wichtig: Es gibt noch keine formelle Bestätigung, dass Staffel 3 definitiv die letzte wird. Dennoch zeigt die Wortwahl aus HBO-Kreisen deutlich, dass ein solches Szenario realistisch ist. Die Entscheidung scheint weniger von mangelndem Story-Material abzuhängen als von strategischen Überlegungen hinter den Kulissen. Sollte die dritte Staffel tatsächlich das Serienfinale darstellen, wird sie die Aufgabe haben, eine der erfolgreichsten Game-Adaptionen überhaupt würdig abzuschließen.

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