Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Was früher eine Nischenveranstaltung für Hardcore-Fans war, ist längst zu einem globalen Medienereignis geworden. Die neuesten Zahlen zu den The Game Awards zeigen eindrucksvoll, wie sehr Gaming heute im Mainstream angekommen ist. Über 171 Millionen Livestreams weltweit – diese Marke hat die Show am 11. Dezember 2025 (bzw. bei uns eher am 12. Dezember) überschritten. Veranstalter Geoff Keighley bestätigte die Zahlen gegenüber Variety.
Damit legen die „Oscars für Gamer“ erneut kräftig zu. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Plus von rund elf Prozent. 2024 lag die Reichweite noch bei 154 Millionen Streams. Der Trend ist eindeutig und zeigt, wie stark sich das Format Jahr für Jahr weiterentwickelt.
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Ein Event, das längst größer ist als eine Preisverleihung
Die Game Awards sind heute weit mehr als nur Pokale und Dankesreden. Für viele Fans sind sie der wichtigste Gaming-Abend des Jahres. Neue Trailer, überraschende Ankündigungen, Comebacks legendärer Marken. All das zieht Millionen Zuschauer an, selbst jene, die sich sonst kaum für Preisverleihungen interessieren. Besonders auffällig ist die Entwicklung der gleichzeitigen Zuschauerzahlen. Auf Twitch, YouTube und anderen westlichen Plattformen lag der Peak bei 4,4 Millionen gleichzeitigen Zuschauern. Auch das ist ein neuer Rekord und ein Zuwachs von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahlen zeigen, dass immer mehr Menschen live dabei sein wollen.
Wer sich die Entwicklung der letzten Jahre ansieht, erkennt erst, wie rasant dieser Aufstieg war. 2014 starteten die Game Awards mit gerade einmal 1,9 Millionen Streams. Zehn Jahre später liegt die Reichweite fast hundertmal höher. 2018 wurden erstmals über 26 Millionen Streams erreicht. 2020 durchbrach die Show die Marke von 80 Millionen. Seit 2022 wächst das Event jedes Jahr zweistellig weiter. 103 Millionen, dann 118 Millionen, 154 Millionen und eben jetzt 171 Millionen. Kaum ein anderes Gaming-Format kann eine vergleichbare Kurve vorweisen.

Star Wars: Fate of the Old Republic wurde bei den „The Game Awards 2025“ mittels CGI-Trailer enthüllt. – Bild: (C) Lucasfilm Games, Arcanaut Studios
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Warum gerade jetzt so viele zuschauen
Ein Grund liegt in der veränderten Rolle von Gaming selbst. Videospeile sind nicht mehr nur Produkte, sie sind kulturelle Ereignisse. Große Releases werden diskutiert wie das Staffel-Finale einer berühmten TV-Serie. Studios und Entwickler stehen stärker im Fokus als je zuvor. Die Game Awards bündeln all das in einer einzigen Nacht. Hinzu kommt Geoff Keighleys klare Ausrichtung auf Entertainment. Die Show will nicht nur auszeichnen, sondern überraschen. Genau das sorgt für hohe Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken und in Livestream-Chats. Wer nicht live dabei ist, hat schnell das Gefühl, etwas zu verpassen.
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171 Millionen Livestreams sind mehr als nur eine schöne Zahl für die Statistik. Sie sind ein klares Signal an Publisher, Entwickler und Plattformen. Gaming-Events funktionieren und sie erreichen ein globales Publikum, das weit über klassische Zielgruppen hinausgeht. Heuer gab es wieder einige große Enthüllungen, darunter Divinity oder das kommende Add-On zu Diablo 4. Sogar Star Wars-Fans kamen auf ihre Kosten!
Die Game Awards haben sich endgültig als feste Größe im internationalen Entertainment-Kalender etabliert. Kann das Event die 200-Millionen-Marke bereits nächstes Jahr durchbrechen? Ungewöhnlich wäre es nicht. Immerhin stellt sich dann auch ein GTA 6 der Jury (oder sogar Half-Life 3).
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