Sony schließt Bluepoint Games im März
Trotz erfolgreicher PlayStation Titel reagiert Sony auf steigende Entwicklungskosten und ein schwierigeres Marktumfeld mit der Schließung von Bluepoint Games.
Eva Krumm Evas erste Gaming-Erfahrung war Pokémon auf dem Game Boy - ein prägendes Erlebnis, das ihre Leidenschaft für Videospiele entfacht hat. Zusammen mit ihrem Großvater entdeckte sie die Regenbogenstrecke in Mario Kart auf dem SNES, ein Moment, den sie bis heute mit Gaming verbindet. Besonders angetan haben es ihr JRPGs, Otome-Games und Horror, doch auch Indie-Perlen gehören zu ihrem festen Repertoire. Abseits des Spielens verfolgt sie mit Begeisterung aktuelle Entwicklungen in der Gaming-Szene und teilt ihre Eindrücke als Chefredakteurin bei DailyGame.
Sony Interactive Entertainment wird das Studio Bluepoint Games im März schließen. Das bestätigte das Unternehmen gegenüber Bloomberg. Damit verliert PlayStation eines der technisch versiertesten Studios der vergangenen Jahre.
Bluepoint Games wurde im September 2021 von Sony übernommen, kurz nach dem viel beachteten Remake von Demon’s Souls. Seitdem unterstützte das Team als Co Entwickler bei God of War Ragnarök. Ein eigenes neues Projekt erschien jedoch nicht. Ein unangekündigtes Live Service Spiel wurde im Januar 2025 eingestellt. Berichten zufolge handelte es sich um ein neues Projekt im God of War Universum, dessen Entwicklung bereits 2022 begonnen hatte.
Strategiewechsel bei PlayStation Studios
In einer internen E Mail, die über ResetEra veröffentlicht wurde, erklärte Studio Business Group CEO Hermen Hulst die Hintergründe der Entscheidung. Trotz erfolgreicher Veröffentlichungen innerhalb der PlayStation Studios sieht sich Sony mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert.
Als positive Beispiele nannte Hulst unter anderem Ghost of Yotei, das sowohl bei Kritikern als auch kommerziell überzeugen konnte, sowie Death Stranding 2 On the Beach, das erneut den Fokus auf erzählerische Qualität gelegt habe. Auch Helldivers II und MLB The Show würden weiterhin starke Umsätze und Spielerbindung generieren.
Gleichzeitig betonte Hulst, dass steigende Entwicklungskosten, verlangsamtes Branchenwachstum und verändertes Spielerverhalten die wirtschaftliche Planung erschweren. Die Branche steht unter Druck. Große Budgets, lange Entwicklungszeiten und unsichere Monetarisierungsmodelle erhöhen das Risiko selbst für etablierte Studios.
Das Ende eines Technik Spezialisten
Bluepoint Games galt als Spezialist für hochwertige Remakes und technische Exzellenz. Neben Demon’s Souls war das Studio zuvor unter anderem für Neuauflagen klassischer Titel verantwortlich. Mit der Übernahme durch Sony verband sich die Erwartung, dass Bluepoint künftig auch eigene Großprojekte stemmen würde.
Dass das geplante Live Service Spiel eingestellt wurde, deutete bereits auf interne Umstrukturierungen hin. Die nun bestätigte Schließung macht deutlich, dass Sony seine Studio Struktur weiter verschlankt und stärker priorisiert. Laut Hulst soll versucht werden, betroffenen Mitarbeitenden innerhalb des globalen Netzwerks neue Möglichkeiten zu bieten. Konkrete Details dazu gibt es bisher nicht.
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Für die PlayStation Community ist das ein Einschnitt. Bluepoint stand für technische Präzision und hochwertige Neuinterpretationen bekannter Marken. Gleichzeitig zeigt die Entscheidung, dass selbst erfolgreiche Plattformen wie PlayStation Studios ihre Strategie angesichts wirtschaftlicher Rahmenbedingungen anpassen müssen.
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