„Einfach eine bessere Switch“: Was kann die Nintendo Switch 2 besser?
Fast 500 Reddit-Kommentare zur Switch 2: Akku, Display, Speicher, Joy-Cons, 40/60 FPS und die Frage: "Switch Pro" oder "Next Gen-Konsole"?
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Die Nintendo Switch 2 ist so ein Gerät, das viele Fans jahrelang gefordert haben und trotzdem sorgt sie jetzt für eine überraschend emotionale Debatte. In einem großen Reddit-Thread auf „r/switch2“ sammeln Spieler ihre Erfahrungen: Was fühlt sich richtig gut an, was nervt im Alltag, und warum klingt das Fazit oft wie ein Satz, der gleichzeitig Lob und Kritik ist: „Es ist einfach eine bessere Switch.“
Und genau daran entzündet sich die Stimmung. Ein Nutzer bringt es sehr direkt auf den Punkt: Als die Switch 2 erschien, hätten manche genervt gemeckert, es sei „nur eine Switch, aber besser“, dabei hätten doch „gefühlt alle“ jahrelang genau das gewollt: eine Art Switch Pro, nur eben richtig.
Das größte Switch 2-Thema: Akku, Akku, und… OLED-Display!
Wenn man den Thread liest, merkt man schnell: Der häufigste Kritikpunkt ist die Akkulaufzeit. Ein Kommentar fasst es trocken zusammen: Akku könnte länger halten, OLED wäre nett gewesen, aber insgesamt sei das Gerät für ihn genau das, was er wollte: mehr Leistung, Abwärtskompatibilität, und ein System, das viele Jahre aktuell bleibt.
Spannend ist, wie unterschiedlich die Community damit umgeht. Einige sagen: Gerade im „Erwachsenenleben“ sei das kein Drama mehr. Wenn der Akku leer ist, sei das ein natürlicher Cut. Zeit für Pause, Familie, Bett, „kurze Sessions“ statt Gaming-Marathon. Andere widersprechen hart: Für ein teures Handheld wirke ein schwacher Akku wie ein Konzeptfehler, weil man ständig eine Steckdose oder Powerbank in Reichweite braucht.
Das zweite große Reizthema: kein OLED. Mehrere Stimmen sagen sinngemäß: OLED wäre schön gewesen, aber nicht ausschlaggebend. Andere ärgern sich deutlich stärker und finden es seltsam, dass nach einer OLED-Switch-Generation nun wieder ein LCD-Gerät im Mittelpunkt steht. Wieder andere relativieren: Das Display sei in der Praxis besser, als manche Technik-Analysen es klingen lassen und für viele ist die Schärfe im Alltag wichtiger als „perfektes Schwarz“, so die Beiträge im Reddit-Beitrag mit fast 500 Kommentaren.
Speicher, Game Key Cards und „40 FPS, bitte!“
Neben Akku und Display tauchen drei weitere Themen immer wieder auf: Speicherplatz, Physik-Formate (inklusive Ärger über Key Cards) und der Wunsch nach besseren Performance-Modi. Einige Nintendo-Fans fühlen sich durch begrenzten internen Speicher zurück in Wii-Zeiten katapultiert: ständig Spiele jonglieren, bevor man etwas Neues installieren kann. Andere wünschen sich konsequentere 40-FPS-Modi oder stabile 60 FPS, vor allem bei größeren Third-Party-Titeln.
Ein kleiner, aber interessanter Nebenschauplatz: Achievements. Manche hätten gern ein System wie bei PlayStation oder Xbox. Andere sind froh, dass Nintendo ihnen keine systemweiten Trophäen „aufdrückt“. In einem der Top-Kommentare steht genau dieses Hin-und-her: mal wünscht man sie sich, mal ist man erleichtert, dass es sie nicht gibt.
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Das eigentliche Gefühl hinter all dem
Was an diesem Thread hängen bleibt, ist weniger ein Technik-Urteil, sondern eher ein Lebensgefühl. Viele schreiben nicht wie Tester, sondern wie Menschen, die ihr Gaming in den Alltag quetschen: 30 bis 60 Minuten am Abend, ein paar Minuten im Handheld vor dem Schlafen, Dock rein, Dock raus. „Es macht Gaming wieder spaßig, ohne dass es sich anfühlt, als würde ich meine Familie vernachlässigen“, beschreibt ein Nutzer dieses Switch-Prinzip sehr treffend. Damit trifft sie/er wohl den Nagel auf den Kopf. So geht es mir auch wenn ich an meine Switch 2 denke.
Unterm Strich wirkt die Stimmung wie ein großer, ehrlicher Kompromiss: Die Nintendo Switch 2 ist für viele genau das Upgrade, das sie wollten: schneller, wertiger, kompatibel. Aber sie ist auch ein Gerät, das an den typischen Nintendo-Entscheidungen krankt: Akku, Display-Philosophie und Speicherpolitik. Andererseits wäre eine solche „Super Switch 2“ deutlich teurer, als das Modell das wir seit Release bekommen. Aufgrund der anhaltenden Komponenten-Krise im Gaming-Bereich dürfte es auch fraglich sein, ob wir diese „Super Switch 2“ zeitnah erhalten werden. Eher nicht.
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