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Star Wars: Squadrons (PC) – Review

Star Wars als Videospiel, das passte die letzten Jahre nicht wirklich zusammen. Doch Star Wars: Squadrons geht zurück zu seinen Wurzeln. Mit Erfolg.

Review von
Star Wars: Squadrons - (C) EA Motive

Das Wichtigste in Kürze

  • Das passierte in Star Wars nach der Zerstörung von Alderaan
  • Massive Weltraumschlachten zwischen der Rebellen-Allianz und dem Imperium
  • Ohne VR-Brille würde es nur halb soviel Spaß machen!

Star Wars war in den letzten Jahren etwas durcheinander. Die letzte Trilogie war nicht unumstritten. Es wirkte als hätte man keinen Plan. Genauso erging es auch EA mit der Lizenz für die Videospiele. Mit Jedi: Fallen Order konnte man letztes Jahr einen tollen Einzelspieler-Titel präsentieren (DailyGame-Wertung von 9/10). In Star Wars: Squadrons werden wir als Kampfpilot eingesetzt. Jede Menge Weltraumschlachten erwarten uns.

Egal ob in der Allianz (Rebellen) oder im Imperium, die Handlung des Spiels wird nach der Zerstörung von Alderaan aufgenommen. Das ist zumindest der Prelog. Danach verstreichen ein paar Jahre und wir befinden uns unmittelbar nach Episode VI, also als der zweite Todesstern zerstört wurde. Das Imperium ist noch nicht geschlagen.

Star Wars: Squadrons ist ein Spiel mit Handlung, aber die Geschichte selbst ist für den Kanon unerheblich. Das Zeugs außerhalb der Schiffskabine ist auch nicht wirklich interessant. Ich habe mir zu Beginn ein paar Dialoge angehört, aber später dann immer weitergeklickt. Die Ziele der Missionen sind ohnehin im Kampfmodus immer wieder aufrufbar. Und so beginnt die Schlacht.

Zwischen den Missionen kann man sein Schiff und seinen Piloten anpassen. Es ist auch nett sein Geschwader kennenzulernen, aber wirklich notwendig ist es nicht. Schon fast sinnlos. Wem interessiert dass in einem Spiel schon, in dem man coole Weltraumschlachten haben möchte. Und das bietet es einfach. Ohne diese Umwege vielleicht noch schneller.

Star Wars: Squadrons im Review: Wie was spielt man es am besten?

Die PC-Version kann in vielen Varianten gespielt werden. Als erstes habe ich die einfache Variante gewählt, also mit Maus und Tastatur – am Monitor und mit Lautsprecher. Wenn ich so das Spiel weitergespielt hätte und es bewerten müsste, dann wäre es okay. Aber mit „okay“ gibt man sich doch nicht zufrieden? Mit Controller und VR-Brille (HTC Vive) habe ich das wohl intensivste Weltraumvergnügen erhalten, seitdem ich mit VR am PC spiele. Leider gab es ein paar Abstürze, aber die sollten mit den ersten Patches behoben werden. Das Gefühl, dass man wirklich im Cockpit sitzt und mit seinem Geschwader im Weltraum kämpft, war noch nie so groß. Natürlich ist das Flugspiel auch mit Flight Sticks kompatibel. Ich habe mich für meinem Xbox-Controller entschieden. Eine gute Wahl für das Spiel.

Während der Story-Modus die Schiffswahl vorschreibt, kann man im Mehrspieler- und KI-Flottenkampf aus vier verschiedenen Klassen wählen: Fighter, Bomber, Abfangjäger und Unterstützung. Natürlich hat jede Klasse ihre individuellen Stärken und Schwächen. Der X-Wing und der Tie-Fighter sind die Standard-Modelle. Aber das dürfte nichts Neues sein, für Star Wars-Fans. Mit der Unterstützungs-Einheit kann man zum Beispiel seine Verbündeten am Schlachtfeld reparieren und mit Raketen versorgen. Es gibt nämlich für jede Fähigkeit auch Abkühlzeiten. Es ist nicht so dass man wie wild mit seinem Laser herumballern kann.

Und da kommen wir auch schon gleich zum Multiplayer-Modus – der eigentlichen Stärke des Spiels. Nicht falsch verstehen: der Einzelspieler-Modus ist unterhaltsam und in ein paar Stunden durch, man lernt alles was man benötigt – um in den Mehrspieler-Modus einzusteigen. Mit Freunden oder Fremden spielt man in einem Squadron gemeinsam.

Wie viel Spielspaß wird geboten?

Es macht einfach Laune. Mit fortlaufenden Spielen kann man sich Ruhm und Anforderungen stellen um zu neuen Skins oder Kosmetika im Spiel zu kommen. Star Wars: Squadrons bietet nämlich keine Mikrotransaktionen oder Cash Stores. Jeder kosmetische Gegenstand im Spiel muss verdient werden. Eigentlich schon untypisch für EA. Findet ihr nicht? Mich hat es sehr positiv überrascht.

Die Flottenschlachten, ob im Multiplayer oder Allein, sind der i-Punkt im Spiel. Diese massiven Schlachten stellen uns gegen eine Vielzahl feindlicher Schiffe mit Dutzenden Kämpfern an beiden Seiten. Auf gut Deutsch: Noch nie war es so schön einen Sternenzerstörer zu demolieren. Doch das ist nicht alles. Es passiert sehr viel auf einmal und das motiviert, dass man sich schneller mit seinem Schiff auseinandersetzt. Man kann die Energie umleiten oder aufteilen. Entweder man wird massiv angegriffen, dann schaltet man seine Energie auf die Schilde. Wenn man einem Tie-Fighter im Nacken sitzt, dann schaltet man um auf Laser. Oder man setzt eine Rakete ein. Oder man will schnell sein. Dann volle Kanne auf die Schubdüsen. Und dann fliegen auch noch Raketen herum. Unsere oder jene der Feinde. Entweder weicht man aus oder man startet eine Abwehrrakete – wenn man eine hat. Es passiert wirklich viel am Schlachtfeld, was einem schon ein wenig verwirrt. Zu Beginn.

Atemberaubend?

Star Wars: Squadrons ist durchwegs atemberaubend. Umgebungen und Schiffe sind sehr detailliert dargestellt und die Beleuchtungseffekte sind wunderschön. Laser und Explosionen machen ein Mega-Feuerwerk. Von den vielen Bildern kann man schon ein wenig abgelenkt werden. Bei mir hat die Framerate ein wenig gelitten, weil ich noch eine alte 6GB-Grafikkarte eingebaut habe. Die sollte langsam wirklich raus, wenn solche Spiele wie Star Wars: Squadrons rauskommen. Doch nicht nur die Optik, auch der Star Wars-Sound versetzt uns kurzfristig in eine Umgebung, die wir aus den Filmen und Serien kennen. Mit Ladezeiten hatte dafür gar nicht zu kämpfen, weil ich das Spiel auf einer SSD-Festplatte abgespeichert hatte. Das würde ich euch für solch anspruchsvolle Action-Games zukünftig empfehlen. Das bringt echt etwas.

Zusammengefasst: Wer das volle Vergnügen des Spiels haben möchte, der sollte auf eine aktuelle Grafikkarte im oberen Bereich verfügen und ein VR-Headset, sowie einem Controller. Mehr zu den Systemanforderungen von Star Wars: Squadrons findet ihr in diesem Artikel von uns.

Star Wars: Squadrons startet am 2. Oktober, auch in VR für PC und PS4.

Star Wars: Squadrons startete am 2. Oktober 2020, auch in VR für PC und PS4. (C) EA Motive

Star Wars: Squadrons – Wie geht es weiter?

Derzeit gibt es noch keine Pläne für DLCs. Das Spiel hätte durchaus Szenarien vertragen, wie die Schlacht um Hoth. Man kämpft nämlich immer nur im Weltraum, nie auf einem Planeten. So gerne hätte ich mit einem Abschleppseil AT-ATs umgeworfen, so wie früher in anderen Star Wars-Flugspielen. Vielleicht kommt das noch. EA Motive hat bewiesen das sie es können.

Fazit zu Star Wars: Squadrons

Trotz einiger Einschränkungen und einem ansprechenden Hardware-Aufbau (VR, Controller oder Flight Stick) ist Star Wars: Squadrons ein hervorragendes Weltraumkampfspiel. Es gibt noch ein paar kleinere Macken, die EA Motive ausbessern muss, aber sonst erwartet uns ein spektakuläres Spiel. Der Titel hebt sich vor allem mit seinem Multiplayer-Modus hervor, die Charaktere im Einzelspieler sind einfach zu Einfallslos. Vor allem die Flottenschlachten machen so richtig Laune. Es ist eine authentische, aufregende Star Wars-Erfahrung, die Fans daheim haben sollten. EA hatte recht. Das Spiel ist „einzigartig“.

Star Wars: Squadrons ist jetzt für PC, Xbox One und PS4 verfügbar. Ob es eine PS5- und/oder Xbox Series X-Version geben wird ist bisher nicht bekannt.

Mehr zu Star Wars: Squadrons

Bereits am 28. Oktober erscheint das erste Inhalts-Update für das Spiel. Zum Start der zweiten Staffel von The Mandalorian auf Disney+ erscheint jeder Menge Content für das Spiel.

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ReviewWertung

9SCORE

Star Wars: Squadrons ist ein ausgezeichnetes Weltraumkampfspiel. Es ist stark an den Franchise-Wurzeln. Es gibt keine großen Spielereien. Werde jetzt Kampfpilot im Star Wars-Universum.

Detail-Wertung

Grafik

10

Sound

10

Gameplay

9

Story

7

Motivation

9

Steuerung

8

Multiplayer

9

Test-Hardware: Intel Core i7 10700K, 8x 3.80GHz; ASUS TUF GAMING Z490-PLUS, S. 1200 Motherboard, NVIDIA GeForce RTX 3080 10GB; 32GB Ballistix RAM DDR4-3600. Gespeichert auf NVMe M.2. Interne SSD.

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