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Spieletest: A Plague Tale: Innocence

Die Pest kommt...

A Plague Tale: Innocence ist das neue Adventure Game von Asobo Studio und wurde von Focus Home Interactive auf den Markt gebracht. Man kann es auf der PlayStation 4, der Xbox One oder dem PC spielen. Wir haben das Game auf der Konsole aus dem Hause Sony getestet.

Die Story dreht sich um die Geschwister Amicia und Hugo, die zusammen mit ihren Eltern der adligen Blutlinie de Rune angehören. Obwohl Amicia weiß das sie einen Bruder hat, sehen sich die beiden kaum da er sehr Krank ist und die meiste Zeit drinnen von der Mutter eingesperrt wird. Doch nachdem sie auf die Jagd mit ihrem Vater geht und ihr Hund getötet wird, kehren die beiden zum Anwesen der Familie zurück, Hier nimmt das Schicksal seinen Lauf. Nur kurze Zeit später dringt die Inquisition ein und tötet alle Menschen, die auf dem Anwesen leben. Einschließlich ihrer Eltern. Die beiden schaffen es zu fliehen und müssen von nun an vor Lord Nicolas fliehen, der es auf Hugo abgesehen hat. Doch nicht nur die Inquisition ist hinter ihnen her. Es gibt noch eine weitere Bedrohung die sich ihnen in den Weg stellt. Die Pest, die von Ratten übertragen wird.

Kämpfe nicht, wenn es nicht nötig ist

Das Spiel ist ein wirklich schön anzusehendes, aber sehr düsteres Adventure Game. Viele Leichen und grausige Tode pflastern den Weg der Geschwister. Persönlich war es für mich schon hart anzusehen, wie der Hund stirbt. Da Amicia und Hugo beide noch sehr Jung sind, ist die Mechanik nicht auf Kämpfe getrimmt, Zwar ist es Amicia möglich mit ihrer Steinschleuder Gegner zu töten, doch die Meiste Zeit muss man sich an den Wachen vorbei schleichen. Mittels Steinen und Tongefäßen kann man die Aufmerksamkeit der Gegner für kurze Zeit ablenken. Doch das gelingt nicht immer. Im Verlauf lernen die Kinder den Alchemisten Lehrling Lucas kennen, der Amicia verschiedene Mixturen zeigt mit denen sie Gegner zum Beispiel auch einschlafen lassen kann.

Doch die Wachen sind nur ein kleiner Teil des Problems. Ratten die von der Pest befallen sind, machen sich über alles her was sich in der Dunkelheit bewegt. Licht ist also im Spiel euer bester Freund. Dabei muss man nicht nur auf Amicia aufpassen, deren Steuerung man übernimmt, sondern muss auch Hugo und Lucas vor Schaden schützen. Das kann sich in manchen Passagen Schwierig herausstellen. Denn Hugo hält die Ganze Zeit die Hand seiner Schwester, Lucas allerdings nicht. Der bewegt sich immer in einem bestimmten Radius um die Schwestern und das kann man nicht beeinflussen. So ist es mir schon Mal passiert, dass ich im Schein einer Lampe stand, Lucas dagegen nicht nah genug bei mir war und so von den Ratten getötet wurde. Die Speicherpunkte sind zwar gut gesetzt, dennoch kann das sehr lästig sein.

Eine etwas ungewohnte Steuerung

A Plague Tale: Innocence ist an sich ein rundum tolles und stimmiges Spiel. Es gibt eine deutsche Sprachausgabe, die sehr gut gelungen ist, man kann allerdings auch die Untertitel anschalten.

Etwas befremdlich war die Steuerung. Ich habe jetzt schon einige Games von Focus Home Interactive gespielt, die bis lang alle an sich nicht zu verachten sind. Die Kamerasteuerung allerdings, missfiel mir persönlich ein bisschen. Es ist nicht möglich die Kamera so zu drehen, dass sich die Geschwister nicht mitbewegen. Schleicht man also nun an Gegnern vorbei und will nach hinten sehen, dann drehen sich auch die Geschwister komplett mit. Sie schauen immer in die Richtung, in die eben auch die Kamera blickt. Das erschwert teilweise die Schleichsequenzen, in denen man die Gegner im Auge behalten muss. An sich ist das Game nicht sonderlich Schwierig, es gibt euch keine Schwierigkeitsgrade die am Anfang ausgewählt werden können. Doch dieses Kameraverhalten hat bei mir einige Mal dafür gesorgt, das ich von Gegnern entdeckt wurde. Solltet ihr euch also umsehen wollen, bleibt stehen. Bewegt euch dabei nicht. Das kann fatal sein.

Auch etwas seltsam ist die KI der Gegner. Die Charaktere können sich in Gräsern verstecken, um sich so vor den Gegnern zu verstecken. Da Lukas oder auch andere Personen immer einen gewissen Abstand zu Amicia haben, stehen die auch mal außerhalb der Gräser. Dennoch werden sie nicht von den Wachen entdeckt und das obwohl diese sogar praktisch vor ihnen steht. Das brachte mir schon so einige Lacher.

Sammeln und aufbessern

Was gehört noch zu einem guten Adventure? Das Sammeln, richtig! Auch A Plague Tale: Innocence ist da keine Ausnahme. So könnt ihr verschiedene Sammelbare Gegenstände und Blumen im Spiel finden, als auch diverse Materialien. Die werden dann entweder für Alchemistische Zwecke verwendet oder ihr könnt mit ihnen an Werkstätten die Steinschleuder, so wie andere Dinge aufwerten. Worauf ihr euren Fokus legt, müsst ihr selbst entscheiden. Ich empfehle aber euer Inventar zu vergrößern. Ihr werdet viele Materialien finden aber nur selten einen Werktisch. Das bedeutet, dass ihr Sachen liegen lassen müsst wenn ihr bereits das Maximum an gesammelten Dingen erreicht habt und das geht verdammt schnell.

Fazit

A Plague Tale: Innocence ist ein dunkles Adventure Game, das wahnsinnig gut gelungen ist. Toller Sound, beeindruckende Grafik, viel Blut und eine spannende Geschichte. Wegen des fehlenden Schwierigkeitsgrad, erscheint es mir manchmal etwas zu einfach. Obwohl man im ersten Kampf kein Tutorial dafür erhält, reicht das Wissen der vorherigen vollkommen aus um einen Kerl mit Rüstung und Hammer mit der Steinschleuder mit wenigen Würfen zu töten.

Wer bereits zuvor Spiele von Focus Home Interactive gespielt hat und gefallen an den Games hat, wird auch mit diesem Spiel viel Freude haben. Je nachdem wie explorativ man vorgeht, hat man die Geschichte in rund 12 – 15 Stunden durch.

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