PS4 verliert einen Dienst, den viele wohl nie gesehen haben
Sony beendet die Trend-Micro-Sicherheitsservices für den PS4-Browser. Gekauft werden kann der Dienst nur noch bis August 2026.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Die PlayStation 4 bekommt eine weitere kleine Abschaltung. Diesmal betrifft es aber keinen großen Multiplayer-Hit, keinen Store-Bereich und keine bekannte Apps oder APIs. Sony beendet einen Dienst, von dem viele PS4-Spieler wahrscheinlich nicht einmal wussten, dass er überhaupt noch existiert.
Es geht um die Trend Micro Kids Safety- und Web Security-Services für den Internetbrowser der PS4. Laut offizieller PlayStation-Supportseite werden neue Käufe ab dem 25. August 2026 eingestellt. Komplett abgeschaltet werden die Dienste dann am 25. August 2027. Sony schreibt außerdem, dass Trend Micro diese Sicherheitsdienste seit Dezember 2014 für sicheres Surfen auf der PlayStation 4 angeboten hat.
Was war dieser PS4-Dienst überhaupt?
Der Dienst war direkt mit dem Internetbrowser der PS4 verbunden. Kids Safety sollte verhindern, dass Kinder ungeeignete Webseiten aufrufen. Web Security richtete sich eher an erwachsene Nutzer und sollte vor betrügerischen oder unsicheren Webseiten schützen. Ein Überbleibsel aus einer Zeit, in der Webbrowser auf Konsolen noch deutlich wichtiger waren. Auf der PS5 hat man nämlich gar keinen Browser mehr zur Verfügung zum Online-Surfen.
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Bei der PlayStation 3 war Trend Micro lange ein bekannterer Bestandteil der Browser-Sicherheitsfunktionen. Wichtig und richtig. Auf der PS4 lief das Ganze aber als kostenpflichtiges Angebot über den PlayStation Store. Ein „Angebot“, dass viele PS4-Spieler wahrscheinlich nie gefunden haben.
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Warum Sony den Dienst jetzt wohl beendet
Offiziell nennt Sony keine große Begründung. Die Richtung ist aber klar: Die PS4 ist inzwischen eine ältere Plattform, und viele Zusatzdienste verlieren nach und nach ihre Relevanz. Dazu kommt, dass kaum noch jemand den Konsolenbrowser als Hauptgerät fürs Surfen nutzt. Heute greifen Spieler eher zum Smartphone, Tablet oder PC. Kindersicherung läuft oft über Familienkonten, Router, Betriebssysteme oder eigene Sicherheitslösungen. Ein kostenpflichtiger Webfilter direkt im PS4-Browser wirkt 2026 fast wie ein Relikt aus einer anderen Internet-Ära.
Genau deshalb ist diese Abschaltung weniger dramatisch als etwa das Ende eines beliebten Online-Spiels. Trotzdem zeigt sie, wie Sony die PS4 langsam weiter ausdünnt. Nicht mit einem großen Knall, sondern Stück für Stück.
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Ein leiser Abschied aus der PlayStation 4-Zeit
Spannend ist an der Meldung vor allem, wie unsichtbar dieser Dienst geworden ist. Die PS4 war eine der erfolgreichsten Konsolen von Sony. Millionen Spieler haben darauf gezockt, gestreamt, Screenshots geteilt und Apps genutzt. Aber der kostenpflichtige Browser-Schutz von Trend Micro dürfte für viele nie eine Rolle gespielt haben.
Trotzdem gehört er zur Geschichte der Konsole. Früher wollten Konsolen mehr sein als reine Spielgeräte. Browser, Musikdienste, Video-Apps, soziale Funktionen und Zusatztools sollten das Wohnzimmer erobern. Heute liegt der Fokus wieder stärker auf Spielen, Abos, Cloud, Store und Ökosystem.
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