SteamOS auf ARM: Valve könnte den Gaming-PC neu erfinden
Valve untersucht ARM-Gaming aktiv. Zusammen mit SteamOS, Proton und FEX könnte daraus langfristig eine neue PC-Kategorie entstehen.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Valve schaut offenbar deutlich weiter nach vorne als nur bis zur nächsten Steam Machine. Während viele Spieler aktuell über Preis, Leistung und Sinn der neuen Steam-Hardware diskutieren, arbeitet das Unternehmen im Hintergrund bereits an einer möglichen ARM-Zukunft für PC-Gaming.
Wie PC Gamer berichtet, beschäftigt sich Valve aktiv mit ARM-basierter Gaming-Hardware. Dabei geht es nicht nur um reine Theorie. Valve arbeitet bereits an einer ARM-Version von SteamOS und setzt zugleich auf FEX. Diese Übersetzungsschicht kann x86-Anwendungen und Spiele auf ARM-Hardware lauffähig machen.
Auf die Frage, ob ARM für eine mögliche künftige Steam Machine eine Rolle spielen könnte, antwortete Valve-Entwickler Pierre-Loup Griffais laut PC Gamer mit „definitiv“. Das Ziel sei, möglichst viele Plattformen unterstützen zu können. Spieler sollen ihre vorhandenen Bibliotheken langfristig auch auf anderer Hardware nutzen können.
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Warum ARM für Gaming plötzlich spannend wird
ARM-Chips stecken längst nicht mehr nur in Smartphones. Sie werden effizienter, leistungsfähiger und für kompakte Geräte immer interessanter. Apple hat mit seinen M-Chips gezeigt, wie viel Leistung in ARM-Systemen stecken kann. Auch Nvidia und andere Unternehmen arbeiten an neuen ARM-Lösungen für PCs. Auch das Steam Deck hat bereits gezeigt, dass PC-Gaming nicht zwingend wie ein klassischer Windows-PC funktionieren muss. SteamOS, Proton und eine stark angepasste Hardware-Basis haben aus einem Linux-Handheld ein ernstzunehmendes Gaming-Gerät gemacht.
Mit ARM könnte Valve diesen Gedanken langfristig weiterführen. Kleinere Geräte, bessere Akkulaufzeit, weniger Abwärme und möglicherweise günstigere Hardware wären starke Argumente. Gerade für Handhelds, kompakte Steam Machines oder neue Streaming-/VR-Geräte könnte das wichtig werden.

Die Steam Machine mit Steam OS 3 gibt es derzeit nur auf der „Warteliste“ bei Steampowered.com. – Bild: Valve
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FEX könnte für ARM das werden, was Proton für Linux ist
Der entscheidende Punkt ist die Kompatibilität. Steam ist riesig, aber die meisten PC-Spiele wurden für x86-Prozessoren entwickelt. Genau hier kommt FEX ins Spiel. Die Technik soll x86-Software auf ARM-Systemen ausführen können. Das erinnert an Proton. Proton hat dafür gesorgt, dass viele Windows-Spiele unter Linux laufen. Ohne diese Übersetzungsschicht wäre das Steam Deck nie so stark geworden. FEX könnte langfristig eine ähnliche Rolle für ARM übernehmen.
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Natürlich ist das technisch schwierig. Spiele sind empfindlich, besonders bei Performance, Anti-Cheat, Treibern und Grafik-APIs. Aber Valve hat mit dem Steam Deck bewiesen, dass solche Hürden nicht unüberwindbar sind, wenn Hardware, Betriebssystem und Kompatibilitätsschicht gemeinsam entwickelt werden.
Trotzdem sollte man keine schnelle Ankündigung erwarten. Auch PC Gamer betont, dass Valve derzeit keine konkrete ARM-Steam-Machine bestätigt hat. Preis, Timing, verfügbare Spiele und Hardware-Leistung müssten stimmen. Außerdem bleibt die aktuelle Steam Machine selbst noch ein großes Thema. Valve denkt hier offenbar langfristig. Es geht nicht darum, morgen klassische Gaming-PCs zu ersetzen. Es geht darum, Steam unabhängiger von einer einzigen Prozessorarchitektur zu machen.
Noch ist das Zukunftsmusik. Aber die Richtung ist klar. Valve will nicht nur eine weitere Steam Machine verkaufen. Das Unternehmen arbeitet daran, PC-Gaming flexibler zu machen.
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